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gläne

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gläne f.

Bd. 7, Sp. 7595
gläne, f. , 'lanze'. spätmhd. kontrahiert aus glævîne, glevîne, nebenformen von glavîn, glevîn (s. Lexer 1, 1030), das aus afrz. glaive entlehnt ist; obd. noch im älteren nhd. erhalten, vgl. auch glefe. als glêne Stricker bei Lexer 1, 1031, glene S. Franck weltbuch (1534) 164b, G. Nigrinus pap. inquisition (1582) 450; als glen J. Rothe dür. chron. 653 Liliencr., J. Vogel ungr. schlacht (1626) 47; als glane Rivander dür. chron. (1596) 441, glan nomencl. lat.-germ. (1634) 557, gläne C. Spangenberg mansf. chr. (1572) 220b, buch d. liebe (1587) 387a; als glän Forer Gesners fischbuch (1563) 166a, Fischart Gargantua 279 ndr., Stumpf Schweizerchron. (1606) 205a u. a.neben üblicher schwacher flexion (s. u.) gelegentlich starke, vgl. einer glene lang S. Franck weltbuch (1534) 164b, an eyner glene Nigrinus pap. inquisition (1582) 450; vereinzelt als neutr. das glen Wickram w. 3, 235 B. 11) die stangenwaffe selbst; glossiert durch hasta Frisius dict. (1556) 154b, lancea Garth lex. (1657) 441a, sarissa Golius onom. (1582) 179, spiculum Calepinus XI ling. (1598) 585a. latinisiert als gelenum eyn glen, en schafft (15. jh., md.) Diefenbach gl. 258c: und siben mal an die Türken gestreit, und acht mal mit scharpfen glenen gereit, und auch menlich neun kempfe geficht fastnachtspiele 307 K.; thuet eure glennen prechen mit der dürckischen rot Hans Sachs 22, 377 K.-G.; jedoch hauptmann Nieneman, der legt die glän ein und rant im vollem ritt dem mönch auff die prust Fischart Gargantua 405 ndr.; dasz sampt gebrochener glenen ... er in ... darnider stürtzet Amadis 94 K.; der ungrisch obristr leget ein sein scharffe glenn J. Vogels ungr. schlacht (1626) 47; die er oft ritterlich geführet die schwanke glän S. v. Birken ostl. lorbeerhain (1657) 374; noch mundartl. glen, gleni lanze, lange beine Staub-Tobler 2, 630. 22) für den lanzenreiter gebraucht, indem die waffe statt ihres trägers genannt wird: iz ist zu wissen, daz unser herre von Triere sich verbinden wil dem gemeynen frieden ... mit funffczig glenen (v. j. 1389) Frankfurts reichscorresp. 1, 33 J.; 24 reiter, wobei glene mit 4 hengsten (v. j. 1421) Staub-Tobler 2, 631; das uns der hertzog und herschaft von Venedig yetzo zu unserm zug gen Rom 400 wolgerusster glän auf iren costen und schaden leyhen (v. j. 1495) urk. Maximilians 85 Chmel; wend ir uns besoldung gen, so hab ich fierhundert glen, so wend wir ziehen an üwer fiend N. Manuel 85 Bächt.; do kam erst der fürst ... zu inen in das Elsass mit 1500 glenen Äg. Tschudi chron. helv. (1734) 1, 486. —
2570 Zeichen · 87 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glänef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gläne , f. , ' lanze '. spätmhd. kontrahiert aus glævîne, glevîne, nebenformen von glavîn, glevîn ( s. Lexer 1, 1030 ), …

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glaene‑ als Erstglied (2 von 2)

glänenmacher

DWB

glane·n·macher

glänenmacher , m. , lanzenmacher: Hans von Exstat, glenenmecher ( v. 1509/10) bei Bücher Frankf. berufswb. 52 a . —

glänenmann

DWB

glane·n·mann

glänenmann , m. , mit lanze bewaffneter mann, vgl. satrapa glenenman (15. jh., md. ) Diefenbach gl. 514 a .