Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geude f.
geude , f. zur bedeutung und abstammung vgl. das verbum geuden. wie dieses ist auch das substantiv erst in der späteren mittelhochdeutschen dichtung belegt; es tritt sogar noch später auf und hält sich andererseits in der neuhochdeutschen periode noch mehr im hintergrunde als das verbum. es sind dreierlei verwendungen zu beobachten: 1 1) geude = ruhmredigkeit, prahlerei, üppigkeit: vertritt die alten spür nit lasz für geud und meld mit willen kür. Oswald v. Wolkenstein 43, 40 ; mit rumes geud. Münchener handschr. 291 Schmeller 1 2 , 873 . 2 2) die vorstellung der üppigkeit kann auch am verbum …