Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geuder m., nomen agentis
geuder , geudner , m., nomen agentis zu geuden, geudnen ( s. d. ). das substantiv gehört zu den jüngeren ableitungen von diesem stamme; es erscheint erstmals im 14. jahrhundert in glossen und beim Teichner, vgl. Lexer nachtrag 213 . der höhepunkt der entwicklung fällt in das 15. und 16. jahrhundert, wo es die ältere substantivbildung geudel ( s. d. ) verdrängt und wo es im sprichworte eingang findet. von da aus ist ihm litterarische erwähnung auch in der späteren zeit zu theil geworden, als es dem lebendigen gebrauche längst abgestorben war. entsprechend den bedeutungsschwankungen des verbums …