Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
getuch n.
getüch , getüche , getuch , n. , sammelwort zu tuch in der bedeutung von leinwand. das wort nimmt eine eigenartige stellung zwischen mundart und schriftsprache ein. die ersten beispiele flieszen aus denkmälern mittelrheinischer und oberrheinischer herkunft, daneben ist es in der umgangs- und geschäftssprache Baierns bezeugt. um die wende des 17. jahrh. dringt es in die allgemeinen wörterbücher, schränkt sich aber in unserm jahrhundert wieder auf mundartliche geltung und auf den gebrauch bei oberrheinischen schriftstellern ein. unter den drei angeführten formen ist die erste ( umlaut mit apokop…