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getätsch

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

getätsch n.

Bd. 5, Sp. 4358
getätsch, n., in mitteldeutschen und oberdeutschen mundarten belegt; nachlässiges reden, tändelndes erziehen gibt Brückner für die hennebergische mundart an Frommann 3, 573; geschwätz, schwätzerei Rütte (29) für die schweizerische mundart Gotthelf's. auszerdem bieten auch die Vorarlberger mundarten beispiele: aber ich gang doch! dann um das gered' und getätsch ist es mir so gleich, dasz es mir niemand glauben thät'. einmal schaden, glaub' ich thue das gift, welches in solchen geschwätzern steckt, doch nicht so viel. Felder Nümmamüllers 213. für die entwicklung der scharf abgegrenzten bedeutung musz wie bei getäsche (s. o.) an tasch, so hier an tatsch, tätsch (th. 11, 160), datsch (th. 2, 825) angeknüpft werden. für diese bildungen treten aber zwei ganz verschiedene bedeutungen neben einander auf, von denen jede den ausgangspunkt geboten haben kann. tatsch, datsch, die klangnachahmende bezeichnung des geräusches der aufklatschenden hand hat die parallele mit geklatsch, getäsche zur seite, vgl. auch schlesisch tâtschen Weinhold 97b; von hier aus mag sich das mitteldeutsche wort und seine bedeutung entwickelt haben; für die oberdeutschen mundarten liegt aber die unmittelbare anknüpfung an tatsch, datsch, die breiartige masse, den teig (kirschendatsch, eierdatsch), näher. gerade die anschauungswelt der süddeutschen volkssprache liebt die letzterwähnte bedeutung als ausgangspunkt für ganz ähnliche entwicklungen, wie solche hier vorliegt; man vgl. auch aus Gotthelf selbst: wie bekanntlich sieht das weibliche geschlecht jede geschichte für eine mulde voll teig an, welchen eine geschickte kneterin so lange zu bearbeiten hat, bis das kleinste knöllchen verarbeitet ist. Hans Joggeli (1848) 49.
1723 Zeichen · 16 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    getätschn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    getätsch , n. , in mitteldeutschen und oberdeutschen mundarten belegt ; nachlässiges reden, tändelndes erziehen gibt Brü…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit getaetsch

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von getaetsch

ge- + taetsch

getaetsch leitet sich vom Lemma taetsch ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von getaetsch 2 Komponenten

geta+etsch

getaetsch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

getaetsch‑ als Erstglied (1 von 1)

getätschel

DWB

getat·schel

getätschel , n. , verbalsubstantiv zu tätscheln ( th. 11, 160). wenn schon für das verbum eine reichere verwendung nur aus spärlichen litter…