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gestuebe

nhd. bis Lex. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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5 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gestübe n.

Bd. 5, Sp. 4260
gestübe, gestübbe, n. staub, wie gestüppe (s. d.) coll. zum gleichbedeutenden mhd. neutr. stuppe, stüppe, ahd. stubbi, stuppi, das sich zu mhd. stieben, stiuben, stüben, ahd. stiuban, stiupan stellt; nebenformen gestub Mathesius Sar. 153b, gestib bibel 1483 47b, gestob Dief. 57c, gestöb Baumann quellen 1, 473, gestöbe, calcula Dief. 89c, gestübt Keisersberg spinn. a 8c. vgl.gestäube, gestiebe. 11) staub und staubähnliches: so du zusamen stoʒt alle ding in ein dunnes gestib. bibel 1483 47b, 2 Mos. 30, 36; das flochgestub (flugstaub, das durch den luftzug fortgerissene staubförmige erzpulver), das fewer und geblesz ubersich stoszet und wider herab fellet, heiszet in gemeine 'cadmia fornacum'. Mathesius Sar. (1562) 153b; kohlen-, kohlgestübe s. theil 5, 1587. 1593; der straszenstaub, bildlich: mein herz ist ain gasthaus, alles gestübt das da fleügt, das geet da aus und ein. Keisersberg geistl. spinn. a 8c; splitterchen, acheln: der mensch, dem recht ist, der sol zu dem ersten den tram aus seinem auge geworfen haben, ee das er werfe das gestübbe aus seines bruders aug. Tauler (1508) 101b; gesäme von unkraut, das das getreide verunreinigt: (die faulen bauern) machend das (zins-)korn zuo nichte, treffzen, wikan und kornbollen land darinn die ackerschollen, und wend (wollen) es nit suber wannen (reinigend in der wanne schwingen), das sollichs gestüb gang dannan. teufels netz 12380. 22) technisch. 2@aa) bergmännisch gestübe, gestüb, in den giesz- und schmelzhütten die klein gestoszenen mit lehm gemischten kohlen, davon der herd oder platz vor dem schmelzofen gefüllt und gemacht ist, darunter steht die form, worein das metall aus dem ofen laufen musz Frisch 2, 322b; sind es kohlen allein, so heiszt es leichtes gestübe, und wenn lehm darunter ist, schweres gestübe oder gestübbe. Jacobsson 2, 75a; das blei kreucht im schmelzen durch das leichte gestüb unten im ofen. L. Erker beschr. aller erz 117b; das gestübe, daraus der herdt und tiegel pflegt gemacht zu werden, wirt aus kolen und erden. Bechius [] Agricola 312; das gestüb steht auf sagt man, wenn beim glocken- und stückgieszen im zugedeckten herd das glühende, mit feuchtigkeit sich berührende metall spritzt und kohlen, staub und erde umherwirft Frisch 2, 322b; schlahe nicht umb dich, als wenn in der hütten das gestübe auffstehet. Mathesius Sirach 2, 53b. 2@bb) gestübe benennen die köhler die ganz kleinen abfallkohlen, die sie zum bedecken eines meilers brauchen Heppe jäger 181b, auch erde zu gleichem zweck Jacobsson 2, 75a, gestübbe techn. wörterb. (Leipzig 1818) 81. 33) zusammensetzungen, meist zu 2, a:
2656 Zeichen · 39 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gestübe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gestübe , des -s, plur. von mehrern Arten, ut nom. sing. Staub, oder was dem Staube ähnlich ist, als ein Collectivum…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gestübe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gestübe ( Gestübbe ), Gemenge von feuerfestem Ton mit Kohlen- oder Kokspulver, dient, mit Wasser benetzt, zum Auskleiden…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gestuebe

20 Bildungen · 13 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gestuebe

ge- + stuebe

gestuebe leitet sich vom Lemma stuebe ab mit Präfix ge-.

gestuebe‑ als Erstglied (13 von 13)

gestübebatzen

DWB

gestuebe·batzen

gestübebatzen , m. klumpen zum verschlieszen des ausfluszloches am schmelzofen auf steirischen und ungarischen eisenhütten Jacobsson 1, 11 b…

gestübeherd

DWB

gestuebe·herd

gestübeherd , m. am schmelzofen herd aus zerstosznen kohlen und lehm Jacobsson 5, 662 a . —

Gestübekammer

Adelung

gestuebe·kammer

Die Gestübekammer , plur. die -n. 1) Diejenige Kammer, in welcher in den Schmelzhütten das Gestübe zubereitet wird. 2) In den Zinnhütten, ei…

gestübeloch

DWB

gestuebe·loch

gestübeloch , n. kasten aus eisernen platten oder stein, worin das gestübe bei schmelzwerken bereit gehalten wird Richter hüttenlex. 1, 407 …

Gestübepochwerk

Campe

gestuebe·pochwerk

Das Gestübepochwerk , des — es, Mz. die — e , in den Hüttenwerken, ein Pochwerk, worin die Kohlen zum Herde der Schmelzöfen gepocht werden.

gestübepuchwerk

DWB

gestübepuchwerk , n. pochwerk, worin die kohlen zum gestübeherd gepocht werden Jacobsson 2, 75 b . —

gestüberand

DWB

gestuebe·rand

gestüberand , m. bei den köhlern der rand von erde ( s. DWB gestübe 2, b ), der um eine kohlenstätte geführt wird. ebenda. —

gestübere

Lexer

ge-stübere stn. BMZ auflauf Mone z. 7, 18 ( 1430 ); verscheuchung, verfolgung, md. gestubere Jer. , gestobere Pass.

gestübesack

DWB

gestuebe·sack

gestübesack , m. sack aus grobgewebter leinwand, gestübe ( gestoszene kohle und lehm ) enthaltend, das bei eisengieszereien auf die formen u…

gestübeschaufel

DWB

gestuebe·schaufel

gestübeschaufel , f. schalenförmige schaufel, mit der sand und gestübe gegen den damm oder das tümpelstück im schmelzofen geworfen werden. e…

gestübesieb

DWB

gestuebe·sieb

gestübesieb , n. sieb aus eisendraht, womit das gepochte gestübe zum zumachen des schmelzofens gesiebt wird. ebenda. —

gestübesohle

DWB

gestuebe·sohle

gestübesohle , f. : der sohlstein ( des schmelzofens ), welcher zunächst mit einer lehmsohle und darüber einer gestübbesohle bedeckt wird. K…

gestübestoszer

DWB

gestübestoszer , m. eiserner stoszer, mit dem das gestübe im boden des schmelzherdes eingestoszen wird. Richter 1, 408 .

gestuebe als Zweitglied (7 von 7)

flockgestübe

DWB

flock·gestuebe

flockgestübe , n. der fliegende aschenstaub, die flockasche: das flochgestub, das fewer und gebles ( gebläse ) über sich stoszet und wider h…

hüttengestübe

DWB

huetten·gestuebe

hüttengestübe , n. staubförmiges metall in schmelzhütten: sind die wasser sehr kisig oder es legt sich ein staub drauf wie ein hüttengestübe…

kohlengestübe

DWB

kohlen·gestuebe

kohlengestübe , n. kohlenstaub, kohlgestübe ( s. d. ), auch kohlenlesche, kohllesche ( Adelung ): das gestübe aber, in welchs die kolen sein…

kohlgestübe

DWB

kohl·gestuebe

kohlgestübe , n. wie kohlengestübe: vorm Buchwald war ein bron auf Tristrans gang, da lag des jars etlich mal ein staub wie ein kolgestub dr…

ofengestübe

DWB

ofen·gestuebe

ofengestübe , n. gemenge aus kohlenklein und lehm, womit der herd in den schmelzöfen gebildet wird. Chemnitzer bergm. wb. 376 b ; das mit de…