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Gestübe

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Gestübe

Bd. 7, Sp. 750
Gestübe (Gestübbe), Gemenge von feuerfestem Ton mit Kohlen- oder Kokspulver, dient, mit Wasser benetzt, zum Auskleiden des Gemäuers von Schachtöfen für das Schmelzen von Blei-, Kupfer-, Silber-, Zinnerzen. Das G. schützt das Ofengemäuer gegen das Wegfressen durch die flüssige Schlacke und ermöglicht leichtes Wegräumen von Ansätzen. G. (Fluggestübe) ist auch soviel wie Flugstaub (s. d.). – In der Jägersprache bezeichnet G. die Exkremente des eßbaren Federwildes (Gestüber), s. Gestöber.
496 Zeichen · 10 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gestübe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gestübe , des -s, plur. von mehrern Arten, ut nom. sing. Staub, oder was dem Staube ähnlich ist, als ein Collectivum…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gestübe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gestübe ( Gestübbe ), Gemenge von feuerfestem Ton mit Kohlen- oder Kokspulver, dient, mit Wasser benetzt, zum Auskleiden…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gestuebe

19 Bildungen · 13 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gestuebe

ge- + stuebe

gestuebe leitet sich vom Lemma stuebe ab mit Präfix ge-.

gestuebe‑ als Erstglied (13 von 13)

gestübebatzen

DWB

gestuebe·batzen

gestübebatzen , m. klumpen zum verschlieszen des ausfluszloches am schmelzofen auf steirischen und ungarischen eisenhütten Jacobsson 1, 11 b…

gestübeherd

DWB

gestuebe·herd

gestübeherd , m. am schmelzofen herd aus zerstosznen kohlen und lehm Jacobsson 5, 662 a . —

Gestübekammer

Adelung

gestuebe·kammer

Die Gestübekammer , plur. die -n. 1) Diejenige Kammer, in welcher in den Schmelzhütten das Gestübe zubereitet wird. 2) In den Zinnhütten, ei…

gestübeloch

DWB

gestuebe·loch

gestübeloch , n. kasten aus eisernen platten oder stein, worin das gestübe bei schmelzwerken bereit gehalten wird Richter hüttenlex. 1, 407 …

Gestübepochwerk

Campe

gestuebe·pochwerk

Das Gestübepochwerk , des — es, Mz. die — e , in den Hüttenwerken, ein Pochwerk, worin die Kohlen zum Herde der Schmelzöfen gepocht werden.

gestübepuchwerk

DWB

gestübepuchwerk , n. pochwerk, worin die kohlen zum gestübeherd gepocht werden Jacobsson 2, 75 b . —

gestüberand

DWB

gestuebe·rand

gestüberand , m. bei den köhlern der rand von erde ( s. gestübe 2, b ), der um eine kohlenstätte geführt wird. ebenda. —

gestübere

Lexer

ge-stübere stn. BMZ auflauf Mone z. 7, 18 ( 1430 ); verscheuchung, verfolgung, md. gestubere Jer. , gestobere Pass.

gestübesack

DWB

gestuebe·sack

gestübesack , m. sack aus grobgewebter leinwand, gestübe ( gestoszene kohle und lehm ) enthaltend, das bei eisengieszereien auf die formen u…

gestübeschaufel

DWB

gestuebe·schaufel

gestübeschaufel , f. schalenförmige schaufel, mit der sand und gestübe gegen den damm oder das tümpelstück im schmelzofen geworfen werden. e…

gestübesieb

DWB

gestuebe·sieb

gestübesieb , n. sieb aus eisendraht, womit das gepochte gestübe zum zumachen des schmelzofens gesiebt wird. ebenda. —

gestübesohle

DWB

gestuebe·sohle

gestübesohle , f. : der sohlstein ( des schmelzofens ), welcher zunächst mit einer lehmsohle und darüber einer gestübbesohle bedeckt wird. K…

gestübestoszer

DWB

gestübestoszer , m. eiserner stoszer, mit dem das gestübe im boden des schmelzherdes eingestoszen wird. Richter 1, 408 .

gestuebe als Zweitglied (6 von 6)

flockgestübe

DWB

flock·gestuebe

flockgestübe , n. der fliegende aschenstaub, die flockasche: das flochgestub, das fewer und gebles ( gebläse ) über sich stoszet und wider h…

kohlengestübe

DWB

kohlen·gestuebe

kohlengestübe , n. kohlenstaub, kohlgestübe ( s. d. ), auch kohlenlesche, kohllesche ( Adelung ): das gestübe aber, in welchs die kolen sein…

kohlgestübe

DWB

kohl·gestuebe

kohlgestübe , n. wie kohlengestübe: vorm Buchwald war ein bron auf Tristrans gang, da lag des jars etlich mal ein staub wie ein kolgestub dr…

ofengestübe

DWB

ofen·gestuebe

ofengestübe , n. gemenge aus kohlenklein und lehm, womit der herd in den schmelzöfen gebildet wird. Chemnitzer bergm. wb. 376 b ; das mit de…