Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
gestrenge adj.
1. stark, gewaltig, tapfer. strenuus Diefenb. gl. 259. dô quam alsô ein gestrenge ungehûre mechtigk grôsse stormwindt H. zeitschr. 8,307. — wer sîn unrecht heldit feste, der werdit nu gestrenge genant Rsp. 3338. an ritterlîchen ûbungen was her gestrenge unde freidig Ludw. 18,28. stehendes beiwort eines bestimmten standes, namentlich der ritter: die êrbêrn gestrengin vornêmin rittere das. 67,10. 68,10. den rittern unde knechtin schrîbit man den gestrengin man tituliert sie als gestrenge Rsp. 705. vgl. F. Bech in Pf. Germ. 6,270.
2. keine nachsicht oder milde übend. her was gerecht unde gestrenge an dem gerichte Ludw. 9,1.