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Geschiebe

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Geschiebe

Bd. 7, Sp. 681
Geschiebe heißen Gesteinstrümmer, die die Gewalt des Wassers am Meeresstrand sowie in Bächen und Flüssen oder die des Eises in den Gletschern vorwärts bewegt und die im Gegensatz zu den mehr kugeligen Geröllen (s. d.) eine flach scheibenförmige Gestalt besitzen. Anhäufungen von Geschieben und Geröllen werden als Kies oder Schotter und, wenn sie durch ein Zement verkittet sind, als Konglomerate (s. d.) bezeichnet. Nach der Art des Transports unterscheidet man Fluß-, Strand- u. Gletscher- geschiebe und -Gerölle; letztere sind häufig gekritzt und geschrammt (s. Gletscher). Zu den auffallendsten Geschieben und Geröllen gehören die geborstenen G., die offenbar durch Druck der G. auseinander zersprengt und deren Bruchstücke in verschobener Lage wieder verkittet sind, ferner die mit Eindrücken an der Oberfläche, in die andre, meist kleinere G. hineinpassen (s. Tafel »Metamorphismus«, Fig. 4); sie müssen mechanischen und chemischen Ursachen ihre Entstehung verdanken. Interessant sind auch die oberflächlich angeätzten, facettierten, und die innen hohlen G. und Gerölle (z. B. bei Tharandt in Sachsen und im Leithagebirge bei Wien); letztere, aus Kalkstein bestehend, verdanken einer teilweisen Auflösung durch die Sickergewässer ihre hohle Beschaffenheit. Da die Tragkraft der fließenden Gewässer abhängt von ihrer Geschwindigkeit und Wassermasse, so bilden sich bei Verminderung derselben Ablagerungen von Geschieben, sogen. Geschiebebänke, Geschiebewälle. G. sind auch die erratischen Blöcke.
1509 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geschiebe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Geschiebe , des -s, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, ut nom. sing. im Bergbaue, eine jede Erd- oder Steinart…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geschiebe

    Goethe-Wörterbuch

    Geschiebe einmal -ü-, eigenh auf einem Mineralienetikett LA II 7,28 1 durch Wasser od Gletschereis von ihrem ursprüngl S…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geschiebe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Geschiebe , nennt die Geologie Gestein, das durch Wasser u. andere Naturwirkungen aus seiner früheren Lage fortgeführt w…

  4. Spezial
    Geschiebe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|schie|be n. (-s) ‹geol› giara f. , giarun m. , material detritich m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geschiebe

8 Bildungen · 5 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von geschiebe 3 Analysen

ge- + schiebe

geschiebe leitet sich vom Lemma schiebe ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+schiebeln+-e geschieben+-e

geschiebe‑ als Erstglied (5 von 5)

geschiebebank

DWB

geschiebe·bank

geschiebebank , f. : werden die ( felsen- )stücke von der fluth fortgerissen und gegen flache küsten getrieben, so werden an denselben gesch…

Geschiebesammlung

GWB

geschiebe·sammlung

Geschiebesammlung Sammlung von Musterstücken von in der Gegend um Berlin aufgefundenen Granitblöcken (vgl Geschiebe 1b ) 1) Berliner Geschie…

geschiebe als Zweitglied (2 von 2)

goldgeschiebe

DWB

gold·geschiebe

goldgeschiebe , n. , vgl. 'goldgeschiebe ... ist allerdings, dasz die goldflämgen und goldkörner in einigen waszern von den gängen abgeschob…

Zinngeschiebe

Adelung

zinn·geschiebe

Das Zinngeschiebe , des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, Zinnerze, wenn sie als Geschiebe angetroffen werden, aus ihren Geburtsstätten v…

Ableitungen von geschiebe (1 von 1)

urgeschiebe

DWB

urgeschiebe , n. , geschiebe b mit ur- C 4 c: Göthe 36, 158 W.; Alex. Jung 1, 161 .