Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
geruowet adj. part.
1. ausgeruht habend, noch frische kräfte habend. vgl. Gr. 4,70. nû half niwan sîn sterke den baʒ geruoweten man, daʒ er den prîs dâ gewan Erec 6917. und vaht als ein geruowet man das. 9178 (die hs. hat gearbetter, Lachm. zu Iw. 3643 vermuthete geruoter). zwei geruowetiu ravît diu lîhe ich dir Lanz. 5104. dem boten dô bereitet wart geruote pfert und niuwe kleit Mai 104,9. mit ir geruoweten scharn sach mans rîterlîche varn das. 121,14. daʒ wir die geruoten trâfen und die strîtmüeden vermiten Lohengr. Rück. 4928. daʒ si deste geruoter (comp.) kæmen zuo dem strît das. 4999. dô quam ein geruotiu schar das. 5128. di Cristen sâhen rîten zû vil gerûeter Sarracîne Ludw. kreuzf. 3284. si westen, daʒ er die menege hâte gerûweter ritter das. 3307.
2. ruhe habend, ohne arbeit u. beschwerden lebend. als ich bewîlen denke an daʒ innere leben, dem ich hievor was ergeben, und was gerûet wol daran, sô ist mir rehte als einem man, den ûf dem mer ein sturm bewêt unde hinder sich zu lande sêt, wand er hete gûte gemach diewîle man in dort wesen sach Pass. K. 199,71. schlüeg er si mit eim eichen schît und hett sîn wîp in rehter huot, sô wær er in dem sin geruot Hätzl. 2,51,66. eʒ mohte ouch ir swester Martha niht erlîden, daʒ si geruowet saʒ zuo unsers hêrren füeʒen Berth. 111.