Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Geranie f.
Geranie f.
Geranie f. Name verschiedener Storchschnabelgewächse, besonders ‘Pelargonie’. Die zu griech. géranos (γέρανος) ‘Kranich’ gebildete Pflanzenbezeichnung griech. geránion (γεράνιον) ‘Storchschnabel’ gelangt über Plinius (griech.-lat. geranion) als botan.-lat. Geranium in die naturwissenschaftliche Fachsprache der Neuzeit (Linné 1737). Sie gilt anfangs für in Mitteleuropa heimische Geraniazeen-Arten der heutigen Gattungen Geranium und Erodium, die im Dt. mit den volkstümlichen Benennungen Storch(en)schnabel, Kranichschnabel (zuerst ahd. stor(a)hessnabul, kranuh(hes)snabul, 11. Jh.) belegt werden. Geranium wird in der 1. Hälfte des 18. Jhs. ins Dt. übernommen und im 19. Jh. zu Geranie umgebildet. Es bezeichnet hier allerdings in der Regel (heute neben Pelargonie und Storchschnabel) die Vertreter der ebenfalls zur Familie der Storchschnabelgewächse gehörenden Gattung Pelargonium, die meist aus Südafrika stammen und im 18. Jh. als Zierpflanzen in Europa bekannt werden. Die Namengebung gründet sich in allen Fällen auf die einem Vogelkopf mit langem Schnabel ähnelnde Form der Früchte; vgl. dazu noch griech. pelargós (πελαργός) ‘Storch’ und griech. erōdiós (ἐροῳδιός) ‘Reiher’.