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genietig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

genietig adj.

Bd. 5, Sp. 3470
genietig, adj. zu sich genieten, im 16. jahrh.: gleich wie die evangeli Christum abemalen unter den leuten, der (so) yderman fruntlich ist, niemant voracht, niemant vorsagt und ganz schlachtig, merb und genietig ist. Luther ausl. der ep. und ev. vom christtag 1522 H 4a (Dietz 2, 77b); gemeint sein kann, der sich selbstlos für andere bemüht, wie umgekehrt egoisten ungenietig heiszen: ungenietige, der niemant genieszen kan und sie ydermans genieszen wollen. das. mmm 1b (Dietz 2, 77a); man brachte es auch später mit genieszen in beziehung (vergl. zu Waldis unter genieten 1, c), z. b.: ungenietig, dessen man im gemeinen leben nicht genieszen kann, als der mönchen, quo nemo frui potest. Frisch 2, 19b. anders schweiz. gnietig, überdrüszig (s. genieten 3), auch zauderhaft, unentschlossen, aber auch zudringlich, lästig, zu gnieten unentschlossen zaudern und zudringlich bitten u. ä. (beides aus dem grundbegriff des eifrigen bei genieten begreiflich), s. Stalder 2, 459, und noch anders in Schmidts id. bern. gnietig werde, docilem fieri Fromm. 3, 84a, wo als allgemeine bedeutung tractabilis angegeben wird, was denn zu Luthers gebrauch vorhin wol stimmt.
1181 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    genietigadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    genietig , adj. zu sich genieten, im 16. jahrh.: gleich wie die evangeli Christum abemalen unter den leuten, der ( so ) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit genietig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von genietig 3 Analysen

ge- + nietig

genietig leitet sich vom Lemma nietig ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+niet+-ig geniet+-ig

Zerlegung von genietig 2 Komponenten

genie+tig

genietig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

genietig‑ als Erstglied (1 von 1)

genietigen

DWB

genie·tigen

genietigen , nebenform zu genieten, ergibt sich aus genietigung: eifriges streben: genietigung aller zitlicher ding. Keisersberg bilg. 46 a …

Ableitungen von genietig (1 von 1)

ungenietig

DWB

ungenietig , adj. , gth. von genietig ( s. d. und bes. nietig, gnietig Staub-Tobler 4, 853 f. ): tzu dissem laster bringen sie die vorigen, …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „genietig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/genietig/dwb?formid=G07989
MLA
Cotta, Marcel. „genietig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/genietig/dwb?formid=G07989. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „genietig". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/genietig/dwb?formid=G07989.
BibTeX
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