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Gemark

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Gemark f., n. f. f.

Bd. 3, Sp. 186
Gemark f., n., märk(e) f., Gemarkung f.: 1. 'die ganze zu einem Dorf gehörende Feldflur', Gemaʳk [verbr. bes. NPf, s. K. 22, verbr. Gal], Gemaʳkung [verbr. bes. VPf Don-Segenthau verbr. Gal Buch-Altfratautz Tereblestie Rußl-Rastatt], Gemarik [KU-Rothsbg PS-Gersb], Gemaʳking [NW-Wachh], Gemäʳk [RO-Finkb KL-Schneckhs NW-Gönnh]. Syn. s. Bann 1; vgl. auch Beriß 1, Etter 1. 's Kannler Gemaʳk isch groß [GH-Kand]. Fränsem hot e schäni Gemaʳk [NW-Freinsh]. RA.: Der zieht Dischdele for die ganz Gemaʳk, von einem Bauern, der auf seinem Acker die Disteln nicht vertilgt [KU-Schmittw/O]. Dem geheert die ganz Gemaʳk, vom Dieb [NW-Weish/S]. Du kannscht mich gewanneweisdann siehscht, wu 's Gemaʳk ufheert, Abwandlung des Götzzitats [GH-Bellh]. a. 1492: darzu den ußmerckern, die dan gutter in dieser gemarcken haben [PfWeist. I 11 (FR-Albsh)]. a 1505: vnd steet eyn born In der gemercke [KB-Bischh]. a. 1565: hagen vnd jagen alles wiltprets hab die churfurstlichen Pfaltz in Belheimer gemarken [PfWeist. I 94 (GH-Bellh)]. a. 1717: ob einer ... mit vieh, waßerley es wolle, uff unsere gemarkkung nahe, der soll die gemeindestraßen fahren [ebd. I 4 (KU-Adb)]. a. 1736: Otterberger Gemarkt [GdeArch. von KL-Ottbg, Lb. von Otterbach u. Sambach 144]. — 2. 'Gemarkungsgrenze, Grenzstein, -zeichen', vgl. Gemarkstein. a. 1485: Item ob jemant dem anndernn stein, zeihenn oder gemerck verruckt, vorttstecket oder außwerff, der hett verbrochenn die hochste buß [PfWeist. II 656 (KU-Glmünchw)]. a. 1553: Darzwischen haben sie ihre stein, alle gemärk und maß [ABlieskst. 45]. 16. Jh.: wenn einer mit seinem Pflug oder mit der Egge ungefährlich einen Markstein oder Gemärk auswirft, so soll er stillhalten und das Gemark wiederum aufstellen [Dimel 45]. a. 1600: und ist diese Heck ein gemarkung oder geloch [Vellmann Wolfst.]. — F.: Der Vokal in der Stammsilbe ist zumeist kurz; Dehnung (meist --) vorn. NPf und VPf. Genus bei Gemaʳk überwiegend f.; n. vorn. VPf. — Südhess. II 1235, 1236; Rhein. V 877; Bad. II 358.
2030 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GemarkDas

    Campe (1807–1813)

    † Das Gemark , des — es, Mz. die — e , das Zeichen. Das Gemark des Silbers. S. Gemerk .

  2. modern
    Dialekt
    Gemarkf., n. f. f.

    Pfälzisches Wb.

    Ge-mark f., n. , märk(e) f. , Ge-markung f. : 1. 'die ganze zu einem Dorf gehörende Feldflur', Gemaʳk [verbr. bes. NPf, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gemark

20 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gemark

ge- + mark

gemark leitet sich vom Lemma mark ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gemark 2 Komponenten

gem+ark

gemark setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gemark‑ als Erstglied (19 von 19)

Gemarkstein

SHW

Gemark-stein Band 2, Spalte 1235-1236

gemarkde

DWB

gemarkde , s. unter gemerke.

gemarke

FWB

1. ›abgegrenztes Territorium, Gemarkung, Gebiet, Gegend, Grenzbereich‹.; 2. ›Grenze, Landes-, Gebietsgrenze, Grenzlinie, Grenzzeichen‹.

Gemark(en)gericht

PfWB

gemarke·n·gericht

Gemark(en)-gericht n. : a. 1706: grundherren zu Weidenthal uber dorf- und gemarkgericht, uber walt, wasser und waid, uber grund und boden, u…

Gemark(en)stein

PfWB

gemarke·n·stein

Gemark(en)-stein , Gemarkungs-stein m. : 'Grenzstein zwischen zwei Gemarken', Gemaʳk-, Gemaʳkungsstääⁿ , -staaⁿ , s. Stein [verbr. wie Gemar…

gemarkerding

DWB

gemark·erding

gemarkerding , n. gleich märkerding ( s. d. ). so nennt sich ein Wetterauer weisthum 3, 500 vom j. 1479: dies gemarkerding wird geheget u. s…

gemarket

KöblerMnd

gemar·ket

gemarket , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. gemerket

gemarketen

KöblerMhd

gemark·eten

gemarketen , sw. V. nhd. Handel treiben Q.: LexerHW (1375) E.: s. ge, marketen W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 836 (gemarkten), Benecke/Müller/Z…

gemarkstein

DWB

gemark·stein

gemarkstein , m. markstein: wan einer ein gemarkstein ausgrübe freventlich, der wer verfallen vor leib und vor guet. weisth. 2, 154; wer es …

gemarkte

BMZ

gemarkte , gemarke swv. dasselbe. welich fragner an dem marchtag vor non icht kauft, biʒ dy burger all gemarchtent Traunst. stadtordn. 1375 …

gemarkung

DWB

gemar·kung

gemarkung , f. gemeindegrenze und gebiet, nebenform zu markung ( s. d. ), wie gemarke neben marke, in der bildung eigentlich gemeint wie gem…

Gemarkunge

WWB

Ge-markunge f. Gemarkung ( Det Is).

Ableitungen von gemark (1 von 1)

gemarke

DWB

gemarke , f. verstärktes marke, gemeindegebiet, ahd. marcha ( s. mark 6), es erscheint im westen im 15. jahrh.: wir schultheisz und schöffen…