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geilig

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geilig

Bd. 5, Sp. 2605
geilig , verstärktes geil, 11) protervus, impudicus Stieler 619 (auch geilisch), wol nur nach Henisch 1442, der es Kilian entnahm (nl.): gheyligh, procax, lascivus, petulans, noch im 17. jh. nl. geyligh, gheylich, jetzt nur geilig von fett u. ä. (s. 3). auch nrh. geylich petulans Cöln. gemma Q 3c, nd. in geilicheit. aber auch noch bair. östr. gailig (gáli), z. b. ein geiliger bock Schm. 2, 30 (vgl. geilstier). 22) östr. auch bäume sehen frisch und gailig aus, vollsaftig Höfer 1, 260, s. geil 5, a. b. 33) auch gleich geil 5, d. e, z. b. fleisch ist einem zu geilig (z'gáli) Schm. 2, 30, zu fett, wie nl. u. 1; östr. von speise, ekel, zu fein und süsz o. ä. Castelli 135 fg., fleisch von einem jungen schwein ist gailig (von einem zu alten zäh und rüderisch), mancher kohlrabi (gegensatz holzig), s. Höfer 1, 260. aber auch ein gailiges gesicht das., zart, weich, ein mensch mit gailigen händen verwundet sich leicht. ebenso gail, s. Schm.2 1, 890.
969 Zeichen · 40 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    geilig

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    geilig , verstärktes geil, 1 1) protervus, impudicus Stieler 619 ( auch geilisch), wol nur nach Henisch 1442 , der es Ki…

  2. modern
    Dialekt
    geilig

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    geilig Band 2, Spalte 211 geilig 2,211

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geilig

5 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geilig 3 Analysen

ge- + ilig

geilig leitet sich vom Lemma ilig ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+il+-ig geil+-ig

geilig‑ als Erstglied (4 von 4)

geiligkeit

DWB

geilig·keit

geiligkeit , f. lascivia, petulantia, luxus Dasyp. 341 b , nd. geilicheit, hd. im 15. jahrh. geilikeit, geilekeit, geilkeit Dief. 419 a . 31…

geiligkeit

FWB

1. ›Fröhlichkeit, Lust, Ausgelassenheit, Übermut‹; 2. ›geschlechtlicher Drang, Wollust, Geilheit‹; 3. ›Fruchtbarkeit, Üppigkeit‹

geilig als Zweitglied (1 von 1)