Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geilig
geilig , verstärktes geil, 1 1) protervus, impudicus Stieler 619 ( auch geilisch), wol nur nach Henisch 1442 , der es Kilian entnahm ( nl. ): gheyligh, procax, lascivus, petulans, noch im 17. jh. nl. geyligh, gheylich, jetzt nur geilig von fett u. ä. ( s. 3). auch nrh. geylich petulans Cöln. gemma Q 3 c , nd. in geilicheit. aber auch noch bair. östr. gailig (gáli), z. b. ein geiliger bock Schm. 2, 30 ( vgl. geilstier). 2 2) östr. auch bäume sehen frisch und gailig aus, vollsaftig Höfer 1, 260 , s. geil 5, a. b. 3 3) auch gleich geil 5, d. e, z. b. fleisch ist einem zu geilig (z'gáli) Schm. 2, …