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gehau

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gehau n. m.

Bd. 5, Sp. 2328
gehau, gehäu, n. m. subst. verb. zu hauen. ags. geheáw z. b. vom klappen der zähne Grein 1, 412, ahd. vergl. hawi n. bei Graff 4, 708 vielleicht von einem steinbruch. mhd. anzunehmen gehöuwe, gehöu Lexer 1, 793 (s. 3). hd. wesentlich ein försterwort. 11) 1@aa) gehau n., auch gehauig, hau, mais, schlag, wird ein stücke wald genennet, da das holz vor kurzer zeit weggehauen worden und wieder junges holz aufwachsen will. öcon. lex. 786; der same, so den schlag oder das gehau wiederum anfliegend machen soll. 787; ein hausvater (ökonom), der laubholz bei seinem gute hat, pfleget solches in ordentliche (geregelte) gehaue einzutheilen, damit er alle jahr etwas zu beholzen habe u. s. w. 786; ob ihme nützer und besser sei, die hölzer in ordentliche gehaue zu theilen. Coler hausb. 151; in je mehr jahrgehau man die gehau theilen kan, je statlicher ist der nutzen. ders. hausb. 6, 9 bei Frisch 1, 423b; bei einrichtung der gehaue und dem abtreiben des holzes. Heppe jagdlust 3, 484; die abfuhre von den gehauen. 401; da brech' ich mir die bahn durch des gehaues stumpen, wo wilde erdbeern stehn. Salis (1793) 62, die einsiedeley. 1@bb) aber auch m., bair.: (man soll das vieh) in kainen neuen gehau nicht treiben. Schm. 2, 130 aus den mon. bo. 23, 464; ein bannholz, der kaw (genannt). Lori Lechrain 119 das., also wie hochd. der hau (s. d. 4); gibt es doch bair. auch der hau für heu, das gehauene Schm. 2, 130. vielleicht auch bei Salis als m. gemeint. 22) 2@aa) gehäu, md. wie oberd.: aus unsern gehülzen und gehewen holz keufen. weimar. landesordn. 1556 § 30; du solt sie (die hirsche) auch suochen auf den gehäuen auf den wälden (waldbergen). Sebiz feldb. (1580) 571; auf den geheuwen. Meurer 93a; junges gehäu. Ebersdorfer waldordn. 1751 § 10; junge gehäue. Döbel 2, 188a. 2@bb) im 18. jh. auch wieder in vollster form gehäue oder schlag, wo gehauen werden soll oder gehauen ist. Heppe jäger 160 (s. unter hau 4). noch völliger mit rheinischer bildung gehauze 15. jh., s. Lexer 1, 793, zur bildung u. gegätter. s. auch gehauicht. 33) auch gehew n. für verhau, hag als schutz gegen den feind, aus gehauenen bäumen u. ä. (vgl.gebücke): auch so raumten die veinde zu zeiten daʒ gehew oder geheg auf und machten in den weg dardurch und triben vihe und leut hinausz .. also dasz es nit vast nutz ist den walt zu verhawen. Nürnb. chron. 2, 271, 20, mitte 15. jh.; vergl. übrigens gehei gleich gehege.
2438 Zeichen · 87 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gehau

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Gehau , des -es, plur. die -e, im Forstwesen, derjenige Theil eines Waldes, wo Holz geschlagen oder gehauen wird, in…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gehau

14 Bildungen · 11 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gehau

ge- + hau

gehau leitet sich vom Lemma hau ab mit Präfix ge-.

gehau‑ als Erstglied (11 von 11)

gehaubt

DWB

gehaubt , gehäubt , mit einer haube versehen. 1 1) gehaubet vittatus, eine gehaubte braut, vittata marita Stieler 792 , gehaubt Steinb. 1, 7…

gehauen

DWB

gehauen , part. zu hauen, in der wendung gehauen oder gestochen u. ä. ( s. u. hauen 8): niemand weisz zu erkennen, wie man spricht, wo kopf …

gehauen

FWB

1. ›bearbeitet, behauen (von Baumaterialien)‹.; 2. ›in Stein gemeißelt‹.

gehauft

DWB

gehäuft , gehauft , part. pass. zu häufen, haufen: wann man guten gutes thut, häuft man sein gehäuftes gut. Greflinger Seladons weltl. liede…

gehauft

FWB

1. ›an-, aufgehäuft, in größeren Mengen vorhanden‹.; 2. ›in großer Zahl, haufen-, gruppenweise‹.; 3. in Verbindung mit Maßen, besonders für …

gehauft(e)

PfWB

ge-hauft(e) , ge-hauftig , ge-hauficht Adv. : ' gehäuft ', bes. in der Verb. g. voll 'voll bis über den Rand', gehauⁿft voll [ KU-Kaulb ], g…

gehauicht

DWB

gehau·icht

gehauicht , n. gleich gehau, im forstbetrieb: ordentliche gehauicht halten. Frisch 1, 423 b , s. u. gehau 1, a, wo auch gehauig, ungenau; -i…

gehauset

DWB

gehau·set

gehauset , gleich dem jetzigen behauset ( vgl. sp. 1612), mhd. gehûset Lex. 1, 795 , nachtr. 184; bildlich: in meinem herzen seit ir versloʒ…

gehau als Zweitglied (2 von 2)

Flōßgehau

Adelung

floss·gehau

Das Flōßgehau , des -es, plur. die -e, derjenige Ort in einem Walde, wo das Flößholz geschlagen und aufgesetzet wird; der Floßhieb. S. Adelu…

kohlengehau

DWB

kohlen·gehau

kohlengehau , m. im forstwesen, ein gehau wo das holz zum kohlenbrennen abgetrieben wird, kohlgehau, kohlenhau, kohlenhieb. Adelung.

Ableitungen von gehau (1 von 1)

Gehaue

Campe

Gehaue , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

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APA
Cotta, M. (2026). „gehau". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gehau/dwb?formid=G04789
MLA
Cotta, Marcel. „gehau". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gehau/dwb?formid=G04789. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gehau". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gehau/dwb?formid=G04789.
BibTeX
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