Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Geest f.
Geest f.
Geest f. ‘höher gelegenes trockenes Küstenland’ (im Gegensatz zur Marsch) ist seit dem 17. Jh. in dem Kompositum Geestland in hd. Texten bezeugt, seit dem 18. Jh. auch als Simplex. Mnd. gēst, nd. Geest ‘das hohe sandige Land’, mnl. gheest, nl. geest (vgl. afries. gāstland) und das Adjektiv afries. gēst, gāst, nd. gēst ‘unfruchtbar’ führen mit schwed. gisten und isl. gisinn ‘undicht infolge Trockenheit’, ahd. geisinī ‘Unfruchtbarkeit, Armut’ (9. Jh.), aengl. gæsne ‘unfruchtbar’ als Bildungen mit s(t)-Suffix auf die Wurzel ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ (s. gähnen). Als Ausgangsbedeutung ist ‘von Trockenheit rissig’ anzunehmen.