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gedunken

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gedunken n.

Bd. 4, Sp. 2053
gedünken, gedunken, n. der inf. des vorigen als subst., wie noch bedünken, früher auch dünken. 11) mit umlaut: widerumb (sollten) die Behmen mehr folgen der einigkeit, gehorsam und unterwerfung der gewalt, denn irem gedünken und freiheit. Luther 1, 212a; meinem gedünken nach. Laz. de Tormes 70. noch im 18. jahrh.: nach meinem gedünken. Ludwig 707. 22) ohne umlaut (s.gedunken 2): hinwiderumb verachten wir die sinnliche (d. h. sinn- oder geistreiche) listigkeit, die sich [] philosophiam nennt und ein geferbts gedunken ist. Parac. 1589 1, 330; meines gedunkens, al mio parere. M. Krämer 511a; wie kümmt es, dasz die welt im argen ist versunken? 'sie liesz den rechten weg und gieng nur nach gedunken'. Logau 1, 26. zu letzterem übrigens vergl. das subst. nach gedunken unter gedunk 2. noch landschaftlich, z. b. ostpreusz. nach gedunken geben, ohne genaues masz. Frischbier preusz. sprichw. 2, 235, schwäb. ums gedunken, um ein kleines (zu viel, zu wenig u. ä.) Birlinger Augsb. wb. 184a. 33) bemerkenswert gutes gedünken gleich gutdünken: dasz ich nit brauch den stylum der alten noch (nach) der fantasey oder guten gedünken, sondern die warheit. Paracelsus 1616 1, 624c, neben gut gedunken, bedunken als inf. und subst. zu mich gedunket gut: wo es ewr guot bedunken wer, so wolten wir si greifen an. Teuerd. 81, 12; nicht aus eignem gut gedunken. Henisch 766; es konnte, zumal beim dat., nicht ausbleiben, dasz das gut vollends als attribut zu gedunken gezogen ward. wie übrigens das gut schon damals verblaszt war, zeigt z. b.: es hat mich 'gut bedunkt', ich hab sein stimm gehört vor der thür, audire vocem visus sum. Henisch 766, 25. anderseits auch für 'gute hoffnung', erwartung u. ähnl.: doch hab ich guot gedunken zu des werden meien gt. Böhme altd. liederb. s. 605 (15. jh.).
1823 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gedunkenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    ge-dunken swv. BMZ gedûhte, gedûht Nib. , unpers. mit gen. Ms. des hât mich wêrlîch gedûcht Pass. K. 372,54 ;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gedunken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    ge-dunken, dünken.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gedunkenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gedünken , gedunken , n. der inf. des vorigen als subst., wie noch bedünken, früher auch dünken. 1 1) mit umlaut: wideru…

  4. modern
    Dialekt
    gedunken

    Elsässisches Wb.

    gedunke n = dunke n . Es gedunkt mich, wi e wënn s brënne n dät Brum.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gedunken

5 Bildungen · 0 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gedunken

ge- + dunken

gedunken leitet sich vom Lemma dunken ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gedunken 2 Komponenten

ged+unken

gedunken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gedunken als Zweitglied (4 von 4)

*gūtgedunken?

KöblerMnd

*gūtgedunken? , sw. V. nhd. gutdünken Hw.: s. gūtgedunken (2) E.: s. gōt (1), dünken (1)

gūtgedunken

KöblerMnd

gūtgedunken , N. nhd. „Gutgedünken“, Gutdünken E.: s. gōt (1), dünken (2) W.: s. nhd. (ält.) Gutgedünken, N., Gutgedünken, Gutdünken, DW 9, …

Ableitungen von gedunken (1 von 1)