Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gaulig
gaulig , widerlich, ein Schweizerwort von wert, die speise schmeckt gaulig, auch mir ist gaulig, unwol von übelkeit u. ä., s. Stalder 1, 430 . dazu stimmt fläm. guilsch, z. b. schlechter speck smaakt guilsch, s. Schuermans 168 b . es heiszt dort auch gaalsch, und dazu stimmt bei uns östr. galig, s. unter gall n. 4, c und galsterig, wo der weitere zusammenhang angedeutet ist. hergehörig ist auch, mit dem vocal zwischen gaulig und galig stehend, das dort erwähnte rhein. gôl ranzig und mhd. gollen, mir gollet mich ekelt. zu dem stamme, dessen reiche entwickelung hohes alter durchblicken läszt, kö…