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Gänseblume

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gänseblume

Gänseblume

Gans f. zu den Schwimmvögeln gehörendes, aber vor allem auf dem Lande lebendes Haustier. Der Vogelname ahd. (9. Jh.), mhd. gans, asächs. aengl. gōs, engl. goose, mnd. gōs, gās, mnl. nl. gans, anord. gās, schwed. gås, got. *gansus (zu erschließen aus span. ganso), germ. *gans- führt mit aind. haṁsāḥ ‘Gans, Schwan’, griech. chḗn, Genitiv chēnós (χήν, χηνός), lat. ānser (aus *hānser) ‘Gans’, air. gēiss ‘Schwan’, lit. *žąsìs ‘Gans’ auf einen alten s-Stamm ie. *ĝhans- ‘Gans’, der zu einer Erweiterung ie. *ĝhan- der Wurzel ie. *ĝhē-gähnen, klaffen, offenstehen’ (s. gähnen) gebildet ist. Die Namengebung knüpft an das heisere Fauchen mit aufgesperrtem Schnabel an, wie auch gähnen als ‘hörbar ausatmen’ zu verstehen ist. – Gänserich m. ‘männliche Gans’ (Mitte 16. Jh.), nach dem Vorbild von Enterich (s. 1Ente; vgl. nl. ganzerik). Daneben südd. Ganser m. und nordd. Ganter m., die ahd. ganaʒʒo (8. Jh.), ganzo (Hs. 12. Jh.), mhd. ganze, ganzer, ganser, mnd. gante ‘Gänserich’ folgen und mit aengl. ganot, engl. gannet (der Seevogel) ‘Tölpel’, aengl. gan(d)ra, engl. nl. gander ‘Gänserich’ an ie. *g̑hand- anschließen. Gänseblümchen n., Gänseblume f. fast das ganze Jahr auf Wiesen und Grasplätzen blühender niedriger Korbblütler mit weißen, rötlich umrandeten Blütenblättern (Mitte 16. Jh.). Benennungsmotiv ist die Wertlosigkeit der Pflanze als Futterkraut sowie ihr häufiges Vorkommen auch auf Gänseweiden; vgl. mhd. gensebluome (12. Jh.; für ‘Ackerwinde’?). Gänsefüßchen Plur. ‘Anführungsstriche’ (um 1800); vgl. Gänsefüße (Jean Paul, 1795), älter in der Sprache der Buchdrucker Gänseaugen (in dän. gåseøjne bis heute bewahrt). Gänsehaut f. ‘die der Haut einer gerupften Gans gleichende menschliche Haut’, wenn durch Kälte, Schreck oder Furcht deren Talgdrüsen hervortreten (16. Jh.); vgl. engl. goose-skin, goose-pimples. Gänseklein n. ‘zum Kochen verwendete (nicht zum Gänsebraten gehörende) Innereien, Flügel und Hals der Gans’ (18. Jh.), obsächs. Gänsekleint (1730), -kleind (1726). Vgl. kleinot (16. Jh.), kleinod (17. Jh.) für ‘Innereien und die gering geachteten Kleinteile beim Schlachten’; s. Kleinod in seiner frühen Bedeutung ‘Kleinigkeit’. Gänsemarsch m., besonders im Gänsemarsch ‘einer hinter dem anderen’ (1. Hälfte 19. Jh.), zuvor Gänsegang (Campe). Gänsewein m. scherzhaft für ‘Trinkwasser’ (2. Hälfte 16. Jh.).
2333 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gänseblume

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Gänseblume , plur. die -n, eine Benennung verschiedener wild wachsenden Blumen und Pflanzen, welche eine angenehme S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gänseblume

    Goethe-Wörterbuch

    Gänseblume a in früher Vokabelliste Nahmen der Kräuter. | .. Gänseblu: Belis DjG 3 1,20,22 Labores juv [1757] b als sche…

  3. modern
    Dialekt
    Gänseblumef. n.

    Pfälzisches Wb.

    Gänse-blume f. , Gänse-blümchen , Gänse-blümlein n. : 1. 'Gänseblümchen (Bellis perennis)', Gänseblum, -blimche, -blimel…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaenseblume

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Ableitung von gaenseblume

gaenseblum + -e

gaenseblume leitet sich vom Lemma gaenseblum ab mit Suffix -e.

Zerlegung von gaenseblume 2 Komponenten

ganse+blume

gaenseblume setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — gaenseblume kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gaenseblume". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gaenseblume/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „gaenseblume". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gaenseblume/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gaenseblume". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gaenseblume/pfeifer_etym.
BibTeX
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