fuszvolk,
n. 11)
überhaupt die zu fusze dienenden soldaten, oder auch nur eine gröszere oder geringere anzahl derselben. nnl. voetvolk.
im gegensatze zu rosvolk, reisige, reiterei: so schol er sich ze streyten heben mit dem rossvolk auf die eben, mit dem fussvolk auf die perg.
ring 50
c, 14; seine fürsten und heubtleute uber das fusvolk und uber die reisigen. 1
Macc. 6, 28; den ubrigen reisigen zeug ordenet er auff beiden seiten, das fuszvolck zu bewaren, das es nicht zertrennet werde. 38; schicket fusvolk und reisige in Galileam. 12, 49; und ordnet die reisigen neben das fuszvolk. 1
Macc. 16, 7; hiervon bestand der gröste theil aus fuszvölckern, und ungefehr ein drittheil aus reuterei. unter den fuszvölkern waren die schwertträger, die vom Rhodope gekommen waren ..., die streitbarsten. Heilmann
Thucyd. (1823) 365; fuszvolk mordete nun zurückgetriebenes fuszvolk, reisige trafen auf reisige nun mit mordendem erze. Fr. Stolberg
Ilias 11, 149; die reiterei, in welche man zu jener zeit allgemein die hauptstärke setzte, einem guten fuszvolk auf die dauer nie gewachsen ist. Schlosser
weltgesch. 6, 278.
aber auch ohne diese ausdrücklich genannten oder hervorgehobenen gegensätze: mitteld. daʒ fûʒvolc wart geschicket fur, mit dëm vil dër schutzen dô.
Ludwigs kreuzf. 2847.
nhd. und schluogend hin das überig gar bis an des fussvolkes schar.
ring 54
c, 15; fueszvolck ... on alle embter alsz fendrich, weibel, trummenschlager, pfeifer.
reichsabsch. v. 1507 §. 3 (2, 112); sechs hundert tausent man fusvolcks ist des dar unter ich bin. 4
Mos. 11, 21; und Isaschar war wie Barak im grunde gesand mit seinem fuszvolck.
richt. 5, 15; aus Israel fielen dreiszig dausent man fusvolcks.
1 Sam. 4, 10. gute fuszvölker. Aler (1727) 828
a,
hier pl., der sonst gemieden wird, zumal da schon der sg. eine vielheit in sich schlieszt. es war fuszvolk, das hier lagerte,
infanterie. leichtes fuszvolk,
fusiliere. 22)
überhaupt leute die zu fusze gehn oder zu fusze sind. caupo heiszet schlecht ein würt, der das pfenningwert gibt unnd die fuoszgenger haltet, oder das fuoszvolck die do gond, unnd ander desz glichen hümpelvolck. Keisersberg
postill 3, 77
a; allein es lenken ... einige wagen in die mitte (
der rennbahn) hinein, hemmen und verwirren das fuszvolk. Göthe 29, 266,
hier im vergleiche zu den in kutschen sitzenden. bildlich: Adelung, der nicht ohne vernunft die Pegasusreiter gleichsam zur degradierung unter das prosaische fusvolck steckt. Jean Paul
biogr. belust. 1, 141. 33)
thiere die sich nur auf ihren füszen fort bewegen können: auch die vögel vermehrten den zug in ihren luftpfaden, schwebeten über dem niedern fuszvolk in zirkelnden ringen, oder sie eilten ihm vor und warteten ihm in gesträuchern, wo sie mit lautem gesang den kommenden trupp bewillkommten. Bodmer
Noah 12, 886.