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fürbug

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

fürbug m.

Bd. 4, Sp. 671
fürbug, m. der brustrieme, d. h. der vornen vor den vorderbügen über die brust gehende bindrieme des geschirres, bei einem reit- oder zugthiere, bei jenem, um das zurückweichen des sattels zu verhindern. ahd. zuerst nachweisbar aus dem 10. jh. in einer glosse zu Virgils Aen. 7, 270, wo furipuogi n. (Graff 3, 41), das sich durch zusammensetzung aus furi (s.für) und einer in dieser gewordenen ableitung von puoc nhd. bug (s. d.) bildete. später, im 11. und 12. jh. furpûgi (Diut. 3, 405), fiurbûge (sumerl. 34, 71), fuirbouge (Graff a. a. o.), fourbouge (gl. trevir. 16, 32), deren iu und ui dem einbrechenden umlaut ü gleich zu achten sind, wie die ou in bouge dem uo, mit welchem ou in der schreibung verwechselt wird. ou dagegen in four statt fur ist offenbar fehlerhaft (vgl. gramm. 3, 454). mhd. mit dem durchgedrungenen umlaute auch des uo vürbüege n., auch vürgebüege, vorgebüege (Ben. 1, 180), aber der ausdruck war ein von der hofsprache gemiedener, also unhöfischer (Lachmann zu Nib. 75, 2. Haupt Erec s. XV). noch im 14. jh. auch gekürzt fürbüeg (voc. opt. nr. 20, 22), zu anfange des 15. jh. furbueg (Diefenb. 37b), in einem Augsburger vocabular von 1521 fürbuog (ebenda). mit der um das auslautende e verkürzten und in uo umlautlosen form, die sich mhd. diemuot f. aus diemüete f. (s.demuth), hôchmuot f. aus hôchmüete f. (vgl.hochmuth), übermuot f. aus übermüete f. (vgl.übermuth) vergleichen läszt, mag auch der übergang in das geschlecht des einfachen bug eingetreten, es also m. geworden sein. furpug, antela. voc. theut. von 1482 i 6b. vorpuge oder furpug. mm 3b. antilena, ein gürt, qua pectus equi vel alterius animalis cingitur, das förderst theyl am sattel, fürbug, sattelbog. Alberus dict. R iija. helcium, ein kummet oder fürbug. ebenda. fürbug, gürtel, brustriem, antilena, lorum ante pectus, quo pectus jumenti cingitur. Henisch 551, 65. bei späteren, in der form des praepositionalen adverbs mit mhd. vorgebüege stimmend, vorbug. Frisch 1, 151b bezeichnet fürbug als veraltet. der gegensatz ist hinterbug, der schwanzriemen, postilena. vgl. Henisch 551, 67 und s. hinterbug. 2 fürpig. aus dem jahr 1580 in Westenrieders beitr. 5, 168 (s. Schmeller 1, 159). neben dem nhd. fürbug aber dauerte auch noch im 16. jh. vorbge fort, aber aus einem n. ein f. geworden: antilena, ein brustriemen, oder ein vorbge am sattel. Frisius (1556) 102a, wonach bei Maaler 475a, der ausdrücklich in klammern die beisetzt. später scheint das wort erloschen.
2514 Zeichen · 88 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    fürbugm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    fürbug , m. der brustrieme, d. h. der vornen vor den vorderbügen über die brust gehende bindrieme des geschirres, bei ei…

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