Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fünftelsaft m.
fünftelsaft , m. das feinste, vortreflichste, edelste, geistigste einer sache. zuerst in einem in dem Göttinger musenalm. 1774 s. 164—166 abgedruckten liede von Bürger, der ohne zweifel an quinta pars nectaris bei Horaz od. 1, 13, 16 dachte und danach das wort bildete: minnesold ist aller freuden, aller freuden fünftelsaft. s. 165 , vgl. werke 118 a . nach Bürger setzt es dann Blumauer, indem er damit quintessenz verdeutscht: der mensch verschlingt den fünftelsaft der erde und nützt er so, wie du ( das schwein )? ged. 2, 211 . aber später scheint es, das auch nur im hinblick auf jene horazisch…