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fressa

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

fressa

pfressa, fressaAWB f. ō(n)-St., Nps und Npg:
‚Druck, Bedrückung, Drangsal, Presse; pres-
sura‘. Das Wort ist aus mlat. pressa f. ‚Ge-
walt, Druck, Unterdrückung‘ entlehnt. Die ver-
schobene Form ist nicht fortgesetzt. Das Bed.-
spektrum von pfressa wird von pressa (s.d.) ab-
gedeckt. Weiteres s. pressa. – pfressaboum, pressaboumpres-
saboumAWB
m. a-St., Gl. 3,131,37 (12. Jh., SH): ‚Kel-
terbaum; prelum‘ (mhd. presseboum st.m.pre-
lum‘, frühnhd. presbaum m. ‚schwerer, quer-
gelagerter Balken der Wein- oder Mostpresse,
durch dessen Druck der Pressvorgang bewirkt
wird‘, ält. nhd. pressbaum m. ‚Baum in der
Windmühle, durch den die Presse das Kamm-
rad in seiner Bewegung hemmt, wenn die Müh-
le stehen soll‘, nhd. mdartl. thür. preßbaum m.
‚Stange, die der Länge nach über dem Heuwa-
gen liegt und zur Befestigung des Heufuders
dient, Hebelstange beim Roden von Baum-
stümpfen‘ [Spangenberg, Thür. Wb. 4, 1286];
mndd. pressebōm, mit r-Metathese persebōm
m. ‚Kelterbaum‘). Determinativkomp. mit subst.
VG und HG. S. pfressa, boum. – pfressari, pressaripres-
sariAWB
m./n. ja-St., seit dem 10. Jh. in Gl.: ‚Presse,
Kelter; colatorium, prelum, zabuz [lingua igno-
ta, Hildeg.]‘ (as. pressiri m. ja-St. ‚Presse [für
Wein, Öl]; prelum‘ in Gl. 1,540,5 = WaD 77, 32
[11. Jh.]; frühmndl. pressere m. ‚Presse‘ [a.
1240], mndl. pressere m. ‚dss.‘; in anderer Bed.
frühnhd. presser m. ‚jmd., der Obst, Wein
presst, jmd., der Steuern gewaltsam eintreibt‘,
nhd. ugs. Presser m. ‚jmd., der andere bedrängt,
zu etw. zwingt‘). Das Wort ist aus lat. pres-
sōrium n. ‚Presse für Obst, Kleider‘ oder mlat.
pressorium n. ‚Weinpresse‘ übernommen. Die
Aufgabe des lat. n. Genus und Überführung in
die m. ja-St. ist dabei üblich. Die Entlehnungs-
basis für frühmndl. persoor n. ‚(Wein-)Presse‘
(a. 1285), mndl. persoor n. ‚dss.‘ bildet hingegen
afrz. pressoir ‚Presse‘, das wiederum lat. pres-
sōrium fortsetzt (vgl. Krahe-Meid 1969: 3, § 85,
2; Georges 1913: 2, 1915; Niermeyer, Med. Lat.
lex.² 2, 1095; Müller-Frings 1966–68: 2, 140 f.).
Splett, Ahd. Wb. 1, 91. 707; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 861. 864; Schützeichel⁷ 250. 251;
Starck-Wells 463. 465; Schützeichel, Glossen-
wortschatz 7, 301.
2253 Zeichen · 105 Sätze

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    Althochdeutsch
    fressa

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    fressa s. phressa.

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Wortbildung

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fressa‑ als Erstglied (11 von 11)

Fressabilien

RhWB

Fressabilien  Köln Pl.: derb für Delikatessen; alles, was man essen kann.

Fressalie

MeckWB

fressa·lie

Fressalie f. Essen, Speisevorrat: ehr Fressalien Stillfr. Köst. 1, 324.

Fressall

RhWB

fress·all

Fress-all -Eətǫl  Heinsb-Oberbr ; -ęisal Bo-Keldenich m.: Nimmersatt.

Freßalles

PfWB

fress·alles

Freß-alles m. : = Fresser 1 a α , Freßalles [ KL-Spesb KB-Harxh ]. Rhein. II 789 .

fressanth

AWB

fressanth Gl 1,676,15 s. freis(s)amôn.

Fressāsje

WWB

Fressāsje f. [verstr.] Gesicht (in Drohungen). Glik häste de Hand en der Fräsasche setten! ( Wbg Rö ). ¶ Wohl Kontamination aus → Fresse ( F…