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flämmen

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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6
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7

Eintrag · Rheinisches Wb.

flämmen

Bd. 2, Sp. 547
flämmen schw.: trans. (u. absol.). 1. in Brand stecken, u. zwar a. en Hohn fl. ein gerupftes Federvieh absengen, den Flaum absengen; auch die Haarspitzen leicht ansengen, z. B. beim Brennen mit der Klöckelschere; de Sau fl. die Borsten mit einer Hand voll Stroh absengen Kobl, Rip, SNfrk. — b. dürres Gras an den Feld- u. Wiesengrenzen anzünden, was von Knaben geschieht Waldbr, Wippf, Gummb, Barm, Elbf, Wermelsk, Neuss. — c. absol. mit Feuer spielen, von Kindern Siegld, Gummb, Elbf. — d. stark Tabak rauchen; absol. u. en Zigar, en Pif fl. Rip, Eup, SNfrk, auch Kreuzn-Norh, Saarbr-Kölln Krughütte, Ottw (in der Mitte u. östl.), Saarl-Roden, Bitb-Stdt Wiersd, Prüm-Mürlenb. — e. schiessen mit dem Gewehr, absol. u. z. B. ek häbb er (ihrer) twie weg-(eraf-)geflämmt SNfrk, NBerg, Rip. — f. nach Rauch riechen oder schmecken Saarl-Roden, Kobl. — 2. übertr. a. geflämmt sein von den zarten Trieben des Weinstocks, der Kartoffeln, Bohnen, die in den mondhellen Nächten zur Zeit der Eisheiligen unter Frost gelitten haben u. sich des Morgens schwarz zeigen Merz-Saarhölzb, Ahrw-Sinzig, Sieg; et Laf es ganz geflämmt, et es wei e Feier iwer de Gromperestecker eweg gejät (gejagt) Merz-Saarhölzb. — Geflämmp gesprenkelt Sieg-NDollend. — b. Kore fl. Roggen rupfen, wenn er zu stark wächst Kemp-Lobberich. — c. einen (etwas) fl. α. einen benachteiligen, übers Ohr hauen Sieg-Ägid. — β. einen scharf hauen, prügeln mit einem Stocke Kobl, Waldbr-Wildbg, Mörs-Neuk, Wesel; einen wegjagen Waldbr-Eckenhg; auch = werfen; enen (oder etwas) op de Erd fl. Siegbg; de Mösche fl. MülhRh-Bensbg; Äpfel udgl. fl. vom Baume herunterwerfen Sieg, Waldbr, Gummb; den Ball fl. Schneeball werfen Sieg-Seelschd; möt Schni fl. Kemp-Hüls; ech well dem N. mol en fl. den Klicker des N. treffen Düss, Aach; mem Stock drenfl. dreinschlagen Bergh-Hüchelhv. — d. die häbben em geflämmt es toll getrieben Kemp. — e. absol. eilen, springen Gummb, Elbf, Barm, Kref. — f. absol. spöttelnd die Zunge zeigen Ottw. — Abl.: die Flämmerei, dat Geflämms, sich zerfl.
2070 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    flämmen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    flämmen , versuchen ob ein schieszgewehr abbrennt, um es trocken und rein zu machen; in der kochkunst, etwas gelb brenne…

  2. modern
    Dialekt
    flämmen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    flämme n [flamə allg.; flæmə Sier. Dornach Str. ] 1. einen Gegenstand in od. über eine Flamme halten. Bevor man Kranken …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flaemmen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von flaemmen 2 Komponenten

flaem+men

flaemmen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von flaemmen (2 von 2)

beflämmen

RhWB

be-flämmen -flämmt : von der Flamme leicht berührt, angesengt Sieg-Ägid Fussh Lohmar , Gummb-Nümbrecht .

verflämmen

LothWB

ver-flämmen tr. v. fast allg. verfluchen. Das Partic. wird adjektivisch u. adverbial gebraucht: du verflämmter Fulenzer! Verflämmter! verwün…