Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
fichten
fichten
Fichte f. Nadelbaum, Äste rundum mit spitzen Nadeln, Zapfen länglich und nach unten hängend. Der Name lautet sowohl ahd. fiuhta (10./11. Jh.), asächs. fiuhtia, mnd. vüchte (‘Kiefer’), wozu nhd. (landschaftlich) Feuchte, Feicht(e), als auch ahd. fiohta (11. Jh.), woraus mhd. viehte, nhd. Fichte. Verwandt sind griech. pé͞ukē (πεύκη) ‘Nadelbaum, Fichte’, apreuß. peuse ‘Kiefer’ und (schwundstufig) lit. pušìs ‘Kiefer, Fichte’. Sie führen mit griech. peukedanós (πευκεδανός) ‘stechend, verwundend’, echepeukḗs (ἐκεπευκής) ‘scharf, spitzig’ auf ie. *peuk̑- ‘stechen’, so daß Fichte als ‘die Stechende’ aufzufassen ist. Die Beschränkung des Namens auf das Dt. innerhalb der germ. Sprachen ist durch die ursprüngliche Verbreitung des Baumes bedingt. Landschaftlich gilt Fichte auch für ‘Tanne’ und ‘Kiefer’. – fichten Adj. ‘aus Fichtenholz’, spätmhd. viehtīn.