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faland

nhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

FALAND m.

Bd. 9, Sp. 74
DWB2FALAND m.  DWB2mhd. vâlant. nbff. feiland, foland. etymologisch als substantiviertes part. zu mhd. vælen, vâlen vb. gedeutet bzw. zu ae. fælan vb. gestellt. offenbar früh volksetymologisch in der var. feiland auf feilen, DWB2fehlen vb. bezogen. nachmal. nur noch selten bezeugt, jedoch im 19. jh. noch lexikographisch gebucht. DWB2 DWB21 DWB2teufel, dämon, auch ungeheuer: ⟨u1120/30⟩ da bi mugen wir uns verstan: do unsir vater Adam/ nachet was in dem paradise, do nemohte in der valant niht verwisen reimphysiologus 88,2 M. ⟨u1200⟩ ich wæne der übel vâlant Kriemhilde daz geriet,/ daz si sich mit friuntschefte von Gunthere schiet nibelungenlied 131394,1 B./B. ⟨1.h14.jh.⟩ herr, dû wort gotes, Jhêsu Crist,/ durch Mari der sun du bist,/ frîe uns vor des vâlants list erlösung 17,78 B. ⟨u1490⟩ dy hochfartt des valanndes/ mag er (gott) mit seiner hilff vnns wol gewenden Füetrer Seifrid 92,6 LV. ⟨1563⟩ als die risen den goͤttern den himmel ablauffen woͤllen, vnnd Jupiter alle goͤtter vmb hilff angerůfft, do seyen Vulcanus, Liber, satyrn vnd die silenen auff eßlen dahaͤr geritten, vnd als sy schier den feynd antroffen, seyen die esel ab den vollanden erschrocken Forer thierb. (1583)46b. 1811 der faland .. eine noch in einigen gegenden übliche benennung des teufels Adelung wb. 2,22. DWB2– in namengebender anspielung noch bei Goethe: 1808 da werd’ ich hausrecht brauchen müssen./ platz! junker Voland (Mephistopheles) kommt Goethe Faust 2,206 ak. DWB22 riese: ⟨u1185⟩ Cadoc er sich nande/ von Tafrîol dem lande/ und jach im wie daz wære ergangen/ daz in hæten gevangen/ die zwêne vâlande Hartmann Erec 35648 ATB. ⟨u1260⟩ dô hôrte ich man unde wîp/ jehen dirre mære/ daz ein rise wære/ hagel al der lande./ in muote was mir ande/ unz ich den vâlant ersach Biterolf u. Dietleib 6483 J. 1481 darnach viel der ungeheür volant Merlin nider unnd ließ ein greüliche stimm außim unnd starb volks- u. schwankb. 2,262 DLE. DWB23 schimpfwort für einen bösartigen menschen: ⟨u1320⟩ doch sy zü dem richter sprach:/ ‘unguter, fraisleicher, herter volant, ..’ märterb.2373 DTM. ⟨u1480⟩ der verrätter, der truchsäß, pewt sich zu ainem kampf; da ist laider nyemant, der den valant pestan türr Füetrer Lanzelot 79 LV. 1559/66 (die alte frau zum jungen mann:) ‘.. es hatt mich nůn mehr dann in dreissig jaren nie kein mann beruͤrt. o du boͤser folandt, ziehe nůr bald dein strass! Montanus schwankb. 352 LV.Schlaefer/Katzmann
2435 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Faland

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Faland , des -es, plur. die -e, eine noch in einigen Gegenden übliche Benennung des Teufels, bey den alten Schwaben …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Faland

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Faland (mittelhochd. vâlant , bei Goethe »Junker Voland«), d. h. Verführer, veralteter Name des Teufels. Im Mittelhochde…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faland

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von faland 2 Komponenten

fal+and

faland setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

faland‑ als Erstglied (1 von 1)

faland als Zweitglied (1 von 1)

Svāfaland

KöblerAn

Svāfaland , st. N. (a) nhd. Schwabenland Hw.: s. svāss E.: s. land L.: Vr 563a