Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Fahndung
Fahndung
fahnden Vb. ‘nachforschen, jmdn. zu finden suchen’, ahd. fantōn ‘durchforschen’ (8. Jh.), mhd. mnd. vanden, vannen ‘besuchen’, asächs. fandon ‘versuchen, nachstellen, heimsuchen’, mnl. vanden ‘untersuchen, besuchen’, aengl. fandian ‘untersuchen, versuchen, prüfen’ steht im Ablaut zu finden (s. d.) und geht wie dieses auf die Wurzel ie. *pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ zurück. fahnden ‘besuchen’ ist bis ins 16. Jh. bezeugt, gegen Ende des 18. Jhs. erscheint es in der heutigen Bedeutung und ist in der 1. Hälfte des 19. Jhs. in der Polizeisprache allgemein bekannt. Möglicherweise werden Laut- und Bedeutungsentwicklung (Dehnung des -a-) von fahen, der älteren Form von fangen (s. d.), beeinflußt. – Fahndung f. ‘polizeiliche Suchaktion’, Neubildung zu Anfang des 19. Jhs., ohne direkte Verbindung zu mhd. vandunge, mnd. vandinge ‘Besuch, Heimsuchung’.