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fälschlich

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

fälschlich

fälschlich

falsch Adj. ‘unrichtig, fehlerhaft, unecht, hinterlistig’. Das im Westmd. des 12. Jhs. geläufige mhd. vals ‘treulos, unredlich, unwahrhaft, unecht, irrig, trügerisch’ geht zurück auf gleichbed. afrz. faus, älter fals (frz. faux), das aus lat. falsus ‘erdichtet, unecht, falsch, trügerisch’, dem Part.adj. zu lat. fallere ‘betrügen, täuschen, irreführen’, entstanden ist. Im Mnl. wird ebenfalls aus dem Afrz. entlehntes mnl. vals nach dem Muster anderer Adjektive auf germ. -ska- (mnl. -sc, bereits gesprochen wie -s) zu mnl. valsc umgebildet; es gelangt durch Heinrich v. Veldeke und seine Dichtungen nach Osten und ergibt mhd. valsch. Diese Entwicklung wird zweifellos begünstigt durch das frühere Vorhandensein des wahrscheinlich unmittelbar an das Lat. anzuschließenden Verbs mhd. velschen, ahd. (gi)felsken, (gi)falscōn (s. unten). Substantivierung ist mhd. vals(ch), frühnhd. Falsch ‘Unredlichkeit, Betrug’, heute noch in (durch Luthers Bibelübersetzung bewahrtem) ohne Falsch, mhd. āne vals(ch). – Falschheit f. ‘Treulosigkeit, Unredlichkeit, Hinterlistigkeit’, mhd. valschheit. fälschlich Adj. ‘irrtümlich, mit betrügerischer Absicht’, mhd. valschlich ‘treulos, unredlich, betrügerisch’. Falschmünzer m. ‘Hersteller von falschem Geld’, neben falscher Münzer (16. Jh.). Falschspieler m. ‘wer beim Spiel betrügt’ (17. Jh.). fälschen Vb. ‘betrügen, bewußt Unechtes für echt ausgeben’, ahd. (gi)falscōn (9. Jh.), (gi)felsken (10./11. Jh.) ‘für falsch erklären, widerlegen’, mhd. velschen ‘(ver)fälschen, treulos machen, irreführen, verleumden’, wohl entlehnt aus vlat. *fals(i)cāre, Verkürzung von spätlat. falsificāre, zu lat. falsus (s. oben) und facere ‘machen, tun’ gebildet. Fälscher m. ‘Betrüger’, mhd. valschære, velschære ‘Treuloser, Verleumder, Betrüger, Falschmünzer, Ketzer’. Fälschung f. ‘betrügerische Nachahmung’ (16. Jh.).
1840 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fälschlich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Fälschlich , adj. et adv. auf eine falsche Art, doch nur in einigen Bedeutungen dieses Wortes. 1) Mit Unwahrheit. Er beh…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    fälschlich

    Goethe-Wörterbuch

    fälschlich 1 faktisch unrichtig (aus Unkenntnis od Irrtum), zu Unrecht ein wohlgemaltes, aber f. für von Holbein ausgege…

  3. Spezial
    fälschlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fälsch|lich adj. 1 falz (falc, -a) 2 (irrtümlich) falé (falá, falada ). ▬ fälschlich e Angaben indicaziuns falades f.pl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faelschlich

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von faelschlich

falsch + -lich

faelschlich leitet sich vom Lemma falsch ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

faelschlich‑ als Erstglied (2 von 2)

fälschlichen

DWB

falsch·lichen

fälschlichen , dasselbe: der hat euch fälschlichen verraten. Aimon o 1 a ; ir scheltent mich einen verräter, aber ir liegents fälschlichen. …

Ableitungen von faelschlich (1 von 1)

unfälschlich

DWB

unfälschlich , adj. mhd. unvalschlich: dasz man jene lehre .. für unfälschlich halten solle Joh. Kraus katholisches bedencken (1716) 6 ; ein…