Hauptquelle · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
erdwâl
*erdwâl, erdawâlAWB m. a-St., nur Gl. 3, 381, 8 (13. Jh., mfrk.): ‚(vom Wasser ausgespülte?) Vertiefung in der Erde, Graben, hiatus‘. Das zweite Element der Zss., -wâl, das sonst weder ahd. noch mhd. belegt ist, ist heute in Nord- deutschland als ein Nordseewort Wahl (auch S1125*erdwâl – êregrehtî 1126 Wehl, Wehle) ‚vom Wasser ausgespültes Erd- loch hinter einem Deiche‘ bekannt. Zu verglei- chen sind andfrk. wâl ‚Abgrund, abyssus‘ (Helten, Aostndfrk. Psalmenfrg. 86, 756–7. 110), mndl. wael ‚Pfuhl, Tiefe, vom Wasser ausgespültes Erdloch hinter einem Deiche‘, nndl. waal ‚dss.‘; nostfries. wēl, n…