Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Eberesche f.
Eberesche f.
Eberesche f. ‘Vogelbeerbaum’, frühnhd. eberboum (Anfang 15. Jh.), Eberasch(en), Eberesche (16. Jh.). Die Varianten wie frühnhd. Abresch, Aberesche entstehen durch lautgesetzliche Vertretung von mhd. e durch a in bestimmten Landschaften; volksetymologische Umdeutung im Sinne von ‘falsche, minderwertige Esche’ (s. Aberwitz) ist sekundär. Zum Grundwort s. Esche. Das Bestimmungswort wird letztlich zu ie. *erb(h)-, *reb(h)- ‘dunkelrötlich, bräunlich’ (s. Erpel, Rebhuhn) gestellt. Die hierzu geschaffene Bildung mit r-Suffix (frühnhd. eber-) zeigt wie Parallelfälle in anderen ie. Sprachen (oft in der Bedeutung ‘Eibe’) dissimilatorischen Schwund des wurzelhaften r; vgl. air. ibar ‘Eibe’ und gall. Eburo- in Orts- und Personennamen. Die unterschiedlichen Baumarten Eberesche und Eibe sind also nach ihren roten bzw. rötlich-braunen Beeren benannt (s. auch Eibe).