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¹Dūwe

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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2

Eintrag · Westfälisches Wb.

¹Dūwe f.

Bd. 2, Sp. 387
¹Dūwe f. [allg.] Taube (Columba livia) (männl. und weibl.). — Spez.: Ringeltaube (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). — De Douwen saitten väö iär Schuaot (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). — Phras. Vbdg.: Wille Diuben Ringeltaube (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Ra.: Söu feïn wie ne Düuwe sehr fein gekleidet (Kr. IserlohnIsl Is). He is so gris as ne Duwe er hat graues Haar (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || mehrf.). He wärd witt äs ne Duwe sagt man, wenn jmd. im Alter graue Haare bekommt (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr = WAGENF 112 || mehrf.). He lacht äs ne Duw er macht ein freundliches Gesicht (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Hai hiät andere Diuwen upp’en Dak er ist mit den Gedanken nicht bei der Sache, er ist zerstreut (Kr. SoestSos Kr. Soest@SchonebergSb || mehrf.). Hei hett jeden Dag nigge Diuwen up’n Dake er hat jeden Tag neue Pläne (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa || (ähnl.) mehrf.). De het nich meia olle Diub’m ub’m Daake er ist nicht mehr zurechnungsfähig (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Dat dui kaine brote Diuben innen Hals flügg sagt man zu jmdm., der gähnt oder sonst seinen Mund weit öffnet (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || (ähnl.) mehrf.). He will braodde Dubn fangen dass. (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Mie hett wall ne Dube in de Hand schieten sagt man, wenn eine Arbeit nicht recht gelingt (Kr. MindenMin Kr. Minden@EisbergenEi). — Sprichw.: Wäll sien Geld well sehn stuwen, hölt sick Bej’n un Duwen (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@WesekeWs || (ähnl.) verbr.). Wai seïn Glück will säin stiuwen, dai matt et säiken an Eïmen (Bienen) un Diuwen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@FröndenbergFb). Diuwen un Duike maeket kainen ruike (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). Biätter ’n Lüling (Sperling) in’ne Hand at ’ne Duwe op’m Dahk (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LimburgLb || (ähnl.) verbr.). Biäter eine Douwe in de Hand osse hundert up’n Doke (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@PeckelsheimPe). Bai op Schlangenäggern sittet, kann kaine Diuwen iuthurken (ausbrüten) (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Keine Iärgster heckt (brütet aus) ne Diuben (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@LöhneLö). Broade Duwen fleiget auk nich in dat grötste Mul wer gut leben will, muß arbeiten (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Wo Diuben send, floiget Diuben teo (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). Diuben upp’n Dake ßind schlächt teo buiwākn (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Gudde Duwen kommt weer (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — Spottvers: Duben und de Ene, / dat sind die Katchume’en; / de Goise und de Ganten, / dat sind die Konfirmanten (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@VarlVa). — Rätsel: Et kamen drei Duwen üöwer den Biärg hen stuowen. De ene segg: Ik hew dages kine Ruh. De annere segg: Ik hew nachens kine Ruh. De leste segg: Ik hew gar kine Ruh: Sonne, Mond, Wind (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || (ähnl.) mehrf.). ⟨Sg.: ›Dūwe‹ [allg.], ›Dūbe‹ [verstr.], ›Dūw‹ [Münsterl], ›Dūwen‹ (meist ›Dūb’m‹) [Kr. TecklenburgTek nördl. OWestf Höx]⟩ Zus.: → Brēf~, Feld~, Fuᵉgel~, Gras~, Hol~, Holt~, Kō¹~, Kō²l~, Kräien~, Krop~, Kröpper~, Kūr~, Lache~, Pawen~, Ringel~, Rukkel~, Töppekes~, Trummel~, Turtel~.
2505 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    duw(e)

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    duw(e), Betreiben, Handlungsweise.

  2. modern
    Dialekt
    Duwen.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Duwe [duwe Ri. Hom. Ha. ] n. Federbettchen. — frz. duvet.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duwe

45 Bildungen · 41 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

duwe‑ als Erstglied (30 von 41)

²Dūwebinder

WWB

duwe·binder

²Dūwe-binder m. Dubenbinner Handwerker, der Fässer oder andere hölzerne Gefäße herstellt ( Wbg Ss).

Dūweharke

WWB

duwe·harke

Dūwe-harke f. [ Hfd Lippe] Diubehaaken ( Hfd Go ) große hölzerne, weitzinkige Harke, mit der das Getreide aufgehäuft oder die Garbe geformt …

Duwellfechter

MeckWB

Duwellfechter m. Duellfechter Reut. 2, 238.

Dūwenakke

WWB

Dūwe-nakke m. Duwenack untertänige, demütige Person ( Dor Bo ). ¶ Vgl. → Dūn-nakke (unter ¹Dūne ).

Dūwenārn

WWB

duwen·arn

Dūwen-ārn m. [verstr. nördl.] Dūwenaornt ( Ahs Es ) männl. Taube, Täuberich.

Dūwendants

WWB

Dūwen-dants m. idW.: Hai hett allerlei Duwendänze im Kopp er hat den Kopf voller übermütiger Streiche ( Isl Lu).

duwen (douen)

LW

duwen (douen), sw. v. drücken, niederdrücken.

Dūwendriᵉt

WWB

duwen·driet

Dūwen-driᵉt m. Taubenkot. — Reim beim Drehen der Kaffeemühle: Müöhle, Müöhle, mahle, / Fritzken kost ’n Dahler! / Diederich kost ’n Dubendrï…

Dūwendǖwer

WWB

Dūwen-dǖwer m. Douwendupper Täuberich ( Wal Ml).

Dūwenei

WWB

duwe·nei

Dūwen-ei n. [verstr.] Taubenei. — Ra.: Dat sind jo de rainen Dūmenaier! sagt man von kleinen Hühnereiern ( Dor Wl ).

Dūwenfuᵉgel

WWB

Dūwen-fuᵉgel m. [ Rek Bch] männl. Taube, Täuberich.

Dūwenhāne

WWB

duwen·hane

Dūwen-hāne m. [WMünsterl Rek KSauerl Bür] Douwenhahn ( Olp Ön ) dass.

Dūwenhāwek

WWB

Dūwen-hāwek m. [verstr.] Diubenhāfk ( Sos Na ) Sperber, Hühnerhabicht.

Dūwenkeªrwel

WWB

Dūwen-keªrwel m. [verstr.] Dumenkiärf ( Lhs Dr ) Erdrauch (Fumaria officinalis).

Dūwenkiste

WWB

duwen·kiste

Dūwen-kiste f. Düüwkeskiste Truhenart (mit Schnitzdekor von paarig angeordneten Vögeln, Kufentruhe des 18. Jahrhunderts) (WMWB).

Dūwenküᵉtel

WWB

Dūwen-küᵉtel m. Taubenkot (als Dünger verwendet) (WMWB).

Dūwenkutske

WWB

Dūwen-kutske f. Diuwenkutsken Eisenhut (Aconitum napellus) ( Lst Dr).

Dūwenmänneken

WWB

duwen·maenneken

Dūwen-männeken n. [verbr. Münsterl OWestf, verstr. KSauerl] männl. Taube, Täuberich. — Ra.: He tömt sick äs ’n Duwenmännken er brüstet sich …

Dūwenschiᵉt

WWB

duwen·schiet

Dūwen-schiᵉt m. Taubenkot. — Reim: Möller, Möller, mahle, / de Junges kost’t ’n Dahler, / de Wichter kost’t ’n Duwenschiet, / dao wisk die N…

Dūwenschot

WWB

duwen·schot

Dūwen-schot m. n. [ Tek Ravensbg Bek Wie Pad SWestf] Taubenschlag. — Ra.: Hei geït dervan ässe de Katte vam Diuwenschoet er schleicht davon …

Dūwenslag

WWB

duwen·slag

Dūwen-slag m. [verbr.] Taubenschlag. — Ra.: Hei lēp wïech osse de Katte fan’em Doūwenschlāge er schlich davon mit schlechtem Gewissen ( Wal …

duwe als Zweitglied (4 von 4)

gerstedûwe

MNWB

gerste·duwe

gerstedûwe , dûe Teil eines Gerstenschoofs, Bund Gerstenstroh, 5 stîge gerstedûen, vgl. 20 dûer gerstenstrôs (Hildesheim. Ub. 6, 390. 419).

schāduwe

MNWB

scha·duwe

schāduwe , schadewe , m. , Schatten; Dunkelheit , Finsternis; Schutz, Schirm. Demin.

schāduwe

KöblerMnd

schāduwe , M. nhd. Schatten, Dunkelheit, Finsternis, Schutz, Schirm E.: s. schāde (3) L.: MndHwb 3, 38 (schāduwe), Lü 318a (schaduwe)

weduwe

KöblerMnd

weduwe , F. Vw.: s. wēdewe* (1)