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Donnerkeil

nhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
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5

Eintrag · Rheinisches Wb.

Donnerkeil

Bd. 1, Sp. 1398
Donner-keil Allg. m.: 1. nach dem Volksglauben, der mit dem Blitzstrahl herabfahrende Keil; er soll in sieben Jahren wieder auf die Oberfläche kommen, u. wer genau nach sieben J. zur selben Stunde an der Stelle war, konnte ihn ergreifen; einzelne wollen im Besitz eines solchen Keiles (gewöhnlich ein Belemnit oder eine Steinaxt) sein; er galt als heilkräftig (durch Bestreichen) u. das Haus vor Wetterschaden bewahrend. RA.: He löft nit. on wann em en D. en de Feərschte schleht Wippf. — 2. verbreitetstes Fluchwort; doch sollen die im NBerg es vor allem lieben, , aber auch wie 1 . E D. sall dich verschlahn! Hunsr; do sall mech doch en glöhntegen D. dre schlonn! Barm; e D. sull jo die Welt so ren wie Salz verschmeisse! Hunsr; en D. söll dech holle! Rip, Allg.; dat dech en D. krit! NBerg; dat wör en D.! zom D. noch es! verdammb, dat möt doch en D. sen! glöhdig D.! verdammte D.! O D.! Allg. Häufung: Häs de nur en Ärwon voll fresch gespetzter, schorf geschleffener D. em Panz! Fluch eines Bauern gegen seinen Ochsen Koch-Treis; ech wöll, dat dech 99 Wage voll getrampelter D. 99 Klofter dep en de Erd schlögen! Sieg-Fussh; Millione Wan vull D. (met em Winnbam zesammegedreht un merem Winnleffel gebunn)! Hunsr; hondert glöhnige Wage voll D.! Sieg-Fussh; Himmel, Herrgotts Wagen voll D. ebd.; hellig (iwig, erdig, rosig) D.! ebd.; Steanen, Wagen, D.! Remschd; holl mech en Krütz D.! ebd.; Himmel, Kreuz, D. Verbr.; Granaten, D.! uWupp. — Em D. im Nu Rip. — Es der Maimond drüəg on drammig, dann wässt et gar nich gottverdammich; es he äwer nat on kühl, dann wäst et wie en D. Emmerich, NBerg. — Dat donnerkils Os; dat donnerkilze Floke Rip, NBerg. — 3. übertr. a. En D. ein verteufelter Kerl, teils lobend, teils tadelnd NBerg. En fulen (dommen, groawen, krommen, ostege, geftigen udgl) D. Sogar zum Schatz: Du leckere D.; du lewe D.! NBerg. — Rorer D. rothaariger Mensch Westerw. — En D. leicht erregbarer Mensch Kemp-UWeiden. — b. D.kile scherzh. Möhren Dür-Ellen. — c. D.kilschen das von den Ulanen gewöhnlich an der Seite des Kopfes getragene, sorgsam gebürstete Haarbüschelchen Elbf.
2109 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Donnerkeil

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Donnerkeil , des -es, plur. die -e. 1) Im gemeinen Leben, der Blitz, doch nur so fern derselbe in Gestalt zackiger S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Donnerkeil

    Goethe-Wörterbuch

    Donnerkeil einmal Getrenntschr für Blitzstrahl, als Waffe u Wahrzeichen des Zeus (Jupiter), auch in bildkünstlerischer D…

  3. modern
    Dialekt
    Donnerkeil

    Rheinisches Wb.

    Donner-keil Allg. m.: 1. nach dem Volksglauben, der mit dem Blitzstrahl herabfahrende Keil; er soll in sieben Jahren wie…

  4. Sprichwörter
    Donnerkeil

    Wander (Sprichwörter)

    Donnerkeil Er will Donnerkeile in einer Tabaksblase auffangen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit donnerkeil

10 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von donnerkeil 2 Komponenten

donner+keil

donnerkeil setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

donnerkeil‑ als Erstglied (9 von 9)

Ableitungen von donnerkeil (1 von 1)

Donnerkeile

Meyers

Donnerkeile ( Donnersteine ), ehemals Waffen und Werkzeuge der Steinzeit, deren Zweck und Bedeutung unverständlich war, und denen der Abergl…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „donnerkeil". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/donnerkeil/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „donnerkeil". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/donnerkeil/rhwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „donnerkeil". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/donnerkeil/rhwb.
BibTeX
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