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dick II

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

dick II

Bd. 1, Sp. 1335
dick II Rhfrk u. im Selfk w. Heinsb-Süsterseel Saeffeln u. MülhRuhr u. im Klevld s. ausschl. Geld-Walbeck Pont Aengenesch, Mörs-Winnental Büderich Borth Wallach dik, sonst -e-; ö. der Ürd-L. im Berg -kə) Adj.: 1. sinnl. a. vom Menschen. α. beleibt, korpulent. Der es su d. wie enen Multer (Moll, Mollmus) (Maulwurf) Nfrk, — en Üle Gummb-Wiedenest, — en Knappul (Kauz) MülhRuhr, — en Sau (Ferke, Pogg) Allg., — en Qualster (Beerenwanze) Köln, Wippf, — enen Bär Mörs-Xanten, — en Mok (Kröte) Mos, — en Pöll Heinsb-Aphv, — ne Halfer (Grossbauer) Dür, — Danijs Bast Trier, — de Messerich (korpul. Advokat ca. 1860) ebd., — en Fass (Tonn) Allg., — en Bierfass (-tonn) Allg., — en Bett Geld-Kevelaer, — e Mehlfass Aach, — en Well Aach-Stolbg, — en Hawerwalz Birkf-Schwarzenbg, — e Koərkaste Aden-Barw, — en Klouə (Knäuel) Mörs-Wallach, — en Tromm (Trommel) Allg., — de Zent Annaklock Dür, — ene Pampes Eusk-Commern; scherzh. von einem Magern su d. wie e Leisknie Prüm-Ihren, — en Besem Kobl, — en Stöəchelise Aach-Steinfurt. En Hor d. recht dünn. Der es och esu d., dat er sech henger em Zongstecken (Zaun-) usdonn kann Sieg-Süchterschd. — He es su d. wie e lang es kurz, gesetzt Allg. — He es su d., dat e wabbelt (schwabbelt, waggelt, wänzelt) Allg., — me'n so reule kann Mörs-Wallach, — den kennt mer schlachte Ottw. De es d. on fett Allg. — Man nennt einen dicken Mann en d.ən Mopp, Mobbes, Möppel, Kidderich, Müter; en d. Ferke usf. (s. d. W.); eine dicke Frau en d.ə Fumm, Lafumm, Pummel, Matsch, Walz, Tromm usf. (s. d. W.). — Wirtshausnamen. Em d.ə Dores (der Wirt Theodor war sehr beleibt) Dür; em d.ə Tommes Köln. — Einen Korpulenten redet man an: No D.ər, wohin? Allg. De N.s Deck Rip. Wer war das? Antw.: Dickerle von Burbach Saarbr-Völkl. Spottvers. D.ər, mach Klicker; Maler, mach Daler, dass mer dem D.ə sei Klicker bezahle! Bernk-Sensw. Wenn auer (euer) D.ər user D.ər namol (noch einmal) D.ər schändt, sch. user D.ər auer D.ər solang D.ər, bis auer D. ər user D.ər nimme D.ər sch. Bernk-Nipshsn. — In Altk-Betzd ist Dicker gewöhnlich die Bezeichnung für den zweiten Sohn der Familie ohne Rücksicht auf seinen Körperumfang. — Klen on d. es ongescheck Dür-Gürzenich; kort on d. es ongescheck; langk on schmal, dat steht fatal; meddelmöteg es zieröteg Rees-Ringenbg; lang on schwangk es Schwanengangk; kott on d. es ken Gescheck; Meddelmot ziert de Strot Elbf, Sol; kort on d. ös ongescheck, longk on schmal steht net wahl; schmal on langk het kenen Gangk Barm, — stiht allzeit wohl Trier; Meddelmot ös Jongfere Stoət Kempld (meddelmöteg, dat steht stöteg Mörs-Xanten); klen on d. zu allem gescheck gruss on schlank gar ke Stant Prüm-Ihren; langk en schmal hat geə Gestalt, kott on d. hat geə Gescheck, ävel ich en de Meddelmoəss zier de ganze Stroəss Aach. Onge on oəve gliche d. on en der Mette ke Gescheck Menschen ohne Taille Schleid-Reifferschd. D. on gedrongen, dat sen die Mädcher fir de Jongen Prüm-Ihren. — D., faul, domm on gefrässig Allg. — De werd ach nit vum Winn (Wind) so d. Simm-Horn. De d.ste Fuhrleit hon gemener Hond di magerschte Per Saarbr-Sulzb. De fritt sech d. on dritt sech mager MGladb, Sol. — Sprechübung. Den d.ən Deiwel dreift den dennen D. dorch dat dreckig Dorf Deppenweiler Merz-Erbring. Der d.ə Diederich drog dat d.ə Dröck (Gertrud) dorch den d.ən Dreck Rip, Verbr., — durch de dreckege Dörfer Daun, Dreis on Duckweiler Daun-Gerolst, Allg. verbr.; den dennen Duderich drät (trägt) den d.ən Dodderoarsch dorch dat Durf Detzem Trier-Schweich; den d.ən Demel däut den d.ən Dölmes dor den d.ən Dreck MülhRuhr. — Der D.ə on der Dönne, die wore tesamme am spenne, der D.ə fällt de Trapp eraf, der Dönne hält sich am Spennke fas Nfrk (o. O.). — Den d.ən Mann schiven den Hügel mit gebogenem Rücken hinabrollen (Kindersp.) Elbf. — β. schwanger. Die es at widder d.; se han se d. gemach; se han ihr en d.ə Buch gemach; se hat sech d. mache losse Rip, Allg. As ek vier Weke getraut was, hatt ek min Frau all d., sei min äwel ok Klev. Wann der Mäckes (Frau herumziehender Hausierer) könnt, es er d., orer her wird d. Altk-Betzd. — b. von Tieren. α. fett, wie 1 a α. — D. Meck Schmeissfliege Saar, Hunsr, Eif verbr.; d.ə Fleg Rip, Nfrk verbr.; d.ə Fulstech Gummb-Wiehl KlFischb; auch einfach D.ə (Pl.) Neuw; d. Bei Hummel Wend, Ottw, Trier-Hermeskeil, Bernk-Longkamp, Merz-Bachem; d. Möden (Maden) Engerlinge Merz-Britten Bachem; d.ən Düwel Stieglitz Klev-Grieth; en D.ə Drohne Lennep-Radevormwald. RA.: En d.ə Fösch fänken gutes Geschäft machen. — Die Goldammer singt: Wat si ek su fin! Sühste nit de d.ə, fette Schlik? Elbf. Du Schleck, du D., du Dönn, du drifs mech all die Rebben öm (Kindersp.) Kemp-Grefr. Jong, wat ös de Katt d., sej kann nit mehr dur et Sogatt von einem stolzen Menschen Mörs-Neuk. De rutste Äppel han de d.ste Würm BGladb. En d. Hohn barscht dicke Freundschaft geht in die Brüche NBerg. — β. aufgebläht, beim Vieh infolge zu vielen Grünfutters, jungen Klees, Trommelsucht Allg. De Koh es (git) d. (te d. Mörs); se get gestoch (gemelzt). Et d.ə Werk die Trommelsucht Siegld, Sieg. Volkstüml. Mittel: Man lässt das Vieh auf ein mit Teer oder Kuhmist bestrichenes Stück Tau oder auf ein mit Menschenkot beschmiertes Kohlblatt kauen; aus einer Weinflasche wird der Boden herausgeschlagen u. dann der Hals der Flasche in den After gesteckt Mörs-Neuk; man beisst der Kuh die Zungenspitze ab; sie leckt u. knabbert an dem Blute u. ist genötigt, das Maul aufzuhalten; man gibt ihr ein Pütschelchen Haare zwischen Brot Trier-Mehring; man dreht ein Strohseil, tunkt es in Jauche u. bindet es der Kuh in die Schnauze; man gibt ihr von ihr gemolkene Milch zum Saufen Birkf-Idar; man sticht sie zwischen der zweiten u. dritten Rippe mit einem scharfen Messer (milzen); eine einmal gestochene K. hat geringeren Wert Verbr. — De Hohnder mache sech d. blähen die Federn Rip, SNfrk. — γ. hochträchtig; d. voll Kalf Bitb-NWeis. — c. von irgendwelchem Gegenstand, ausgedehnt in die Breite. α. von Körperteilen. Et d. Flesch Oberschenkel am Bein Mosfrk; et d. Del Simm-Horn; et D. vam Ben (van et Ben) Rip, Nfrk. — Anne Marei, d. von Knei, schmal von Gat, fich, wat en leləke Marei ös dat! Kemp-SHubert. — Wat solle mer dohn? Komm, mer legen us op de Erd on spillen met der d.ən Zih Rip, Verbr.; de lit om Röcke on spellt möt de d.ə Z. der Faulenzer Rip; de well osen Herrgott mot dem d.ən Zing packen der Frömmler Malm-Vith. D.ə Tiəhne getrocknete, zehenförmige Bohnenfrucht Kemp-Dülken. — De kann sengen d.ən Arsch net fortbrenge er ist zu dick, sich zu bewegen Rip; dohn dengen d.ən A. es jet weg! rücke etwas Rip. Wat hät der en D.ən! Dohn es dengen D.ən weg! Rip, Allg.; Pittersillig, Zoppenkraut, hot den D.ən an de Bocks gedaut Saarbr-Völkl. — Wat hät der en d.ən Buch, Balg, Panz! Rip, Allg. Häste jetzt den Kreck d.? den Bauch voll Kref. — Wat han ich för fin Jonge, sat de Ül, se hant eson fin d.ə Köpp Eup; auch übertr. ech stong do allen met mengem d.ən Kopp ich war der Dumme, mit meinen Kenntnissen zu Ende, blamiert Allg.; dor sett hej met enen d.ən K. blamiert Klevld; er hät ene d.ən K. einen Trotzkopf; er ist eigensinnig Allg, de hät en d.ən K., äver niks dren; en d.ən K. machen eigensinnig sein; trotzen Allg. — En d.ən, schwabbelegen Hals; auch der H. es mer d. angeschwollen Allg. — Mer soll et net glöve, wo e Perd flöte kösch (könnte) möt di d.ə Leppe! MGladb-Rheind. Ech haue der ufs Schnuss, dass es so d. werd wie e Brot! Kreuzn. Auch übertr. et mat en Mul esu d. (schmollte), wie de Katz der Sterz, wann se falsch es Köln; hej mäck son d.ə M., do kamme en Klomp drop sette Duisb; en d.ə Schnute (Schnüss) maken (machen) maulen Allg.; die kinne mir gar neischt mache wie e d. Maul hinnewidder, dann han se de Zong vor e Wedderdir (Wettertüre) Ottw-Wiesb. De Melch mächt en d.ə M. wenn sie kocht May-Trimbs. De het de d.ste Schnüss ist am frechsten mit Worten Sieg-Ägid. — De hät Backe su d. wie en Posauneengel, en Peifer (s. Backe). — D ə Uhren han nicht hören wollen NBerg; de hät en d. Ohr will nicht Gevatter stehen, will sich drücken Duisb; der d.ə Fenger Daumen Verbr.; Mittelf. Sieg-Anzhsn; auch der D.ən Daumen Trier, Kreuzn-Hergenf. — De hät en d. Fell op er macht sich aus dem Gerede nichts Rip, Allg. — Et Herz es mer d. ich bin durch Leid zu Tränen gerührt Prüm-Mürlenb, Koch-Lutzerath, Elbf. — Obscoen. Ein Hahn ruft dem andern zu: Ich han e d.ere wi du Saarbr-Sulzb; de hät der d.ste ist ein Hauptkerl Köln; hej hät do den d.sten er ist da sehr angesehen, Hahn im Korb Mörs-Neuk; im Rätsel et gung e Mann hanner't Haus un hölt et Messer raus; du kuəm de Fra: Loss hange, loss schwangen, et get noch all Dag d.ər un och langer Bitb-Dudeld. — β. von Früchten, wie nhd. D.ə Bunne (Nfrk grote B.) vicia faba, edlere, grössere Art (s. Bohne); d. Grischel Stachelbeere Bitb-Geichl; d. Krünschel Ahr; d.ə Drunschele dass. Westerw; d. Noss Walnuss Merz, NBerg; d.ə Somen Rübsame Sieg-Kuxenbg: d.ə Süte Apfelsorte Mörs; d.ə Wette Kartoffelsorte Kemp-Süchteln. — En d.ər Appel as mih weərt wi en ledig Portemonne Bitb-Wallend (s. Apfel). Klen Äppel send am beste, wemme ken d.ə hät Bo-Dransd. Dem ös en d.ə Bir en de Schöss gefalle ein Plan zunichte geworden Westerw. Mäərz Schauwe get d.ə Drauwe Mos. De d.ste Röpe plöck me et iərsch das Beste holt man zuerst Sieg-ODollend. Et Müngkche (Mündchen) wor nit grösser wie en d.ə Kiərsch Köln. De hät de d.ste Erpel (Kartoffeln) er will alles am besten wissen Kref; de dommste Bure hant de d.ste Erpel Rip, Allg. — Von Blumen, gefüllt. D.ə Tons Pfingstrose Mörs-Wallach. — γ. von sonstigen Sachen. De d.ə Tromm (Trommel) im Gegensatz zur Klöppelchestromm Allg., scherzh. auch d.ə Dos Kemp-Hüls; d.ə Dumm MGladb-Rheind; d.ə Zing (Zeine) Düss. — D.ə Tubak T. in Strangform Prüm, Malm. — Dat kos en d.ən Daler Allg.; d.ə Su Zweisousstück; Deckesusdreppchen kleines Glas Branntwein Bitb. — De d.ə Bomm der dickste, meist eiserne Klicker Rip; de d.ə Tüll Aach. — Ech setzen em d.ə Leseboch in der obersten Volksschulklasse MülhRh-Overath. — Ene d.ə Tellech Baumast SNfrk; d.ə Nägel Schuhnägel Allg.; d.ə Dünn Bauchlappen beim Schlachtvieh Bitb-Geichl; et Deckt va je Metz Messerrücken Eup-Raeren. — En Ei as en Ei, sat der Herr (Pfarrer) zom Koster; hen holt sech äwer et d.st Daun-Neroth. Dat Dicket das stumpfe Ende des Eis Saarbg-Saest, sonst wohl et d.ə Enn. Dat es en d. Ei eine grosse Freundschaft NBerg; allze d.ə Eier baschten zu enge Freundschaft wird leicht zunichte NBerg. — He sök de d.ən us de dönnen beim Aussondern der Eier Rip. — Eigenartig de Berg is d. steil (wie überhaupt in der Sprache der Bergleute d. für gross, steil u. alle Extreme beliebt ist) Saarbr. — Jo, mor ömmer drop, van d. Holt säge wej Planke! abschläg. Antw. Emmerich. Du hascht awer d.əs Glas an der Aufforderung aus dem Licht zu gehen Saarbr. Me ment, de hätts d. Stremp un Trier-Wasserliesch. De hät d.ə Soahle onger de Schuhn er ist reich Erk-Elmbt. D. Müffel (Bissen) gen fett Vigel Zell-Briedel; voan em d.ə Steck Bruckt as noch nimes fortgelof Bitb-Rittersd; ming Her, sat de Knet, schnitt mir dat Broat ümmer ret; es et ze d., dann spal ech et; es et ze dönn dann fal (falte) ech et Berg. Der Deiwel scheisst ömmer of den d.sten Haf Mosfrk, Allg.; dem wiərd de Hof ze d. er weiss nicht, was er mit dem Geld anfangen soll Sieg-ODollend; de d.ə Hof die Menge, die Mehrzahl der Leute Allg. Das Mol hat ersch am d.ə Del gehol diesmal hat er etwas verdient Saarbr. Et d.ə Enn (Ende) küt no wie nhd.Su d. be en Katzekopp heft en half Maler Mehl en de Hicht (Sauerteig) Koch-Leienk. De frisst Speck su d. wie en Schauerndor Westerw. De Korer (Getreidekörner) sen net d.ər wie Spengelskäpp zu leicht Bernk-Sensw. De wellt d ər schissen (caccare), als et Louch verdräht Eup. Du schells de Eərpel esu d., als wann me drei Säu em Stall hätte Rip. — De d.ə Mettech (Mittwoch) Buss- u. Bettag Altk-Horhsn; de d.ə Donnəschdig D. vor Fastnacht Hunsr; de d. Woch no Pingschde, wo drei Dunnerschdag drin sin niemals Saarbr, Saarl, Ottw, Birkf. — Dobbelt es ens (einmal) so d. Emmerich. Den hoat alt (immer) dat Döckst der will in allem Recht haben, den Vorzug haben Prüm-Mürlenb. — d. von Flüssigkeiten, Speisen udgl. Et Water es d. trübe, undurchsichtig Nfrk. De Melch wiərd (get) d. gerinnt Allg.; se laupen tesammen wie d.ə M. es ist eine enge Freundschaft NBerg; wieviel Uhr ist es? Antw.: Vierdel op d. M. Prüm. Su d. wie Ollig von einer Flüssigkeit, — Papp Allg. En d.ən Kaffe, su steuf, me kann en schneuden Koch-Lutzerath. — D.ən Ris, d.ə Gersch(t) im Gegensatz zur Suppenform Allg. D.ə Sau Reis mit Zwetschen im Beutel gekocht Mörs. D.ə Knudele im Wasser gesottene Hefeklöse mit Syrup oder Pflaumenmus aufgetragen (früher beliebtes Freitagsessen) Köln. — En D.ən drenken ein grosses Glas Branntwein Trier-Thomm, Eif, NBerg (¼ l). — De löpt dor den d.sten Dreck er scheut keine Schwierigkeiten Kref, Allg. — Wat ös et en d.ə Lout (Luft) wenn Regen u. Schnee drohen Kemp, auch wat süht et d.! Wat mäk et sech d.! D.ə Nevel (Mott) Allg. — Dat D.ə us der Zupp im Gegensatz zum Flüssigen Allg. Dat Deckt (der Kaffeesatz) hat et Geld gekost Aach. — Dönn geschnidden on d.ə geschmert es der schluchigen Schnaute jet weərt Altk-Birken, Aden-Liers (vgl. de Botter d. dropklatsche, dropklarve usf.). — He löf durch d. on dönn er ist entschlossen Allg.; de Jonges patsche dor d. on d. Kref; et geng durch d. on dönn; die hott's em dorch d. un dinn gesat energisch die Wahrheit Hunsr; em et d. un dinn son Bitb, Mörs. Mer mosst hole, wie et kinnt, d. en dinn Böses u. Gutes; nau komm, d. oader dinn! ruft man dem zaudernden Spieler zu, wenn man selbst ein gutes Spiel in Händen hat Prüm-Mürlenb. — Was suchst du? Antw.: Ech söke de D.ə us de Dönne Köln, Dür, Aach. — e. dicht stehend, vom Gras, Getreide, Haar, Holz udgl. De d. Heck Wald Saarbr. Das kommt se d. zuviel auf einmal; de Hemd is d. voller Flih Rhfrk, Allg. Et Gras steht su d. wie Hor op dem Hunn Mosfrk, Allg. [Nfrk auch decht], — op der Katzen Sol-Burschd, — wie Flachs Ottw; de Böm stohn vill ze d. openander (beienen); de Blome stohn ärg d. Rip; do stongen se d. op der Reih Elbf. Et freust (friert) Leit zesammen, wo se d. legen es herrscht strenge Kälte Westerw. De Grompern kommen su d.ə voll aus dem Bodem ewei de Bunge van de Gessen Prüm-Leidenborn. — Das D. Dickicht (Wald) Saarbr-Sulzb. — 2. übertr., wobei aus der Reihenfolge die geringere oder grössere Übertr. erhellt. a. reich, wohlhabend, mit dem Nebensinn des Wohlgenährten. Dat es ene d.ə Bur er ist reich; en d.ə Heər grosser Herr; der (dat) es de d.ste Mann em Dorf Rip, Allg.; d.ə Li Siegld; det es en d.ə Humme Wittl-Reil; et es en D.ən Allg.; de hät sech d. gemach ist wohlhabend geworden Koch-Lutzerath; de spillt (markiert, mankiert) de d.ə Wellem den Reichen; er ist hochmütig Rip, NBerg, Wesel, Selfk (den d.ən Mann schiven). Bei dem es et d. do er ist reich, kommt reichlich aus; den as d. heraus Bitb; de hät et d. Rip, Allg.; de es d. do met 17 on 4 Kobl-Capellen; de setz d. dren Allg.; de mott et wahl d. han Nfrk; de här et d.ə setzen Siegld-Marienborn; de hats d en de Kest May-Polch; de hät et d. för de Schiene Kemp; en d. Haus wohlhabendes H.; die kriegen en d. Platz kommen zu vermögenden Leuten; d. Essen reichliches E. Bitb. — b. in Wend., die ‘prahlen, grosstun, sich etwas einbilden’ bedeuten. Sech d. dohn (op jet) Rip, NBerg, Mosfrk (auch eraus dohn); wat den d. deht! Mosfrk; hej ös do d. drop stolz Mörs-Neuk; er mach sech d. Allg.; deə deəht sich ger ene D.ə (an) Aach, Elbf, Gummb-Ründeroth; e mät sech d. met sengem Vade sengem Geld Rip; de micht sich esu d., ma ment, Koəhlersch Katz wir sein Fräch (Grossmutter) Saarbg-Soest; d. dohn es mi Leəve, Broər, lehn mech ene Grosche! Kemp-STönis; d. duhn ös min Lewen, sät Jan, do schmet (schmiss) hej ene Bockseknaup ene Klengelbül Mörs. — En d. dohnen Minsch Grosssprecher Allg. — c. gesättigt, überdrüssig. Ech sen d. satt gefresse Rip, Allg. (deckesatt); he hät sech d. on voll gefrete Nfrk; wer hadden de Kreck d., gut gegeəten on noch beəter gedronken Kref; ech sen esu d. gesse wie en Beddeljong Sieg-Scheiderhöhe. — Überdrüssig. Den (dat) han ech d. Rip, Allg.; ek häw öm so d. as kolde Papp Emmerich; den han och so d. wie de Geiss et Messer Wend-Marping; des hon ech d. Bitb; ech han es (dessen) d. met dech Monsch; dat ben ich d. Rip, Nfrk; do han ich et doch d. gekrigt Kobl-Bend. — d. leid von Herzen. Et deht mer d. es tut mir leid, weh; wie de gestorve es, dat hät mir doch (arg) d. (ze d.) gedohn Rip, Allg.; et gof mer ganz d. WEif; enem ze d. dohn ihn ohne Absicht kränken Schleid; dem deht et morgens d. er schläft gerne lange; er steht nicht gerne auf Prüm-Burb; et Herz es me d. ich bin durch Leid zu Tränen gerührt Koch, Sol; et es mer so d. för et Hart Kemp. — D. ist derjenige, dessen Klicker beim Schnellen in den Kreis zu liegen kommt Sieg-Süchterschd. — e. gehörig, tüchtig, viel usf. De hät et d. henner de Uhren (setzen) Allg.; dat kom em doch ze d. das wurde ihm zu viel (viele Arbeit, scharfe Redensarten); he lüg su d., dat mer et föhle kann Rip; d. opdrohn lügen Rip, Allg.; ene jet d. en dubbel eknöfe sich an einem rächen Aach-Merkst; et kom noch d.ər saftigere Redensarten, Lügen Rip; dat mott hen d. on dobbel betale Nfrk, Allg.; de brengt et su d. er drückt sich derb, saftig aus Rip; do beste noch mol d. do wenn jemand einer Fährlichkeit glücklich entschlüpft ist Kobl-Bend; et bei enem d. ligen han in Gunst stehen uWupp; ech han em äwer en d.ən dorgedaut derb widersprochen Koch-Lutzerath; en d.ə Stonn eine volle, geschlagene Stunde Sieg; d. drop werpe in die vollen Kegeln w. Rip; den höt et d. an (in) er ist über die Massen zornig; mit grossem Eifer nach einem Ziele strebend Bitb-Bollend; de hät et d. er ist geck, toll Zell-Merl, Eusk-Eusk Liblar; den hält d. er schilt, räsoniert, schreit, spricht laut im Affekt Bitb, Prüm, Malm; du häs me ze d. gedonn mich falsch beurteilt Schleid-Glehn. Dat sall dem d. dohn es soll ihm schwer fallen hinsichtlich der Aufbringung von Geldmitteln oder Kräften WMosfrk; eich hun der nach net ze d. geduhn von dir zu viele Arbeit abverlangt; dir Unrecht zugefügt Mosfrk; den höt sich ze d. geduhn sich geschädigt durch Ausgaben oder Überanstrengungen ebd.; den deht sech net (zu) d. er strengt sich nicht an; de Hetz däht em ze d. die Hitze ist zu stark; die Krankhet däht mir ze d. ist zu viel für mich; de Sunn däht de Kehlen (Pflänzlingen) ze d. sie brennt zu heiss auf sie nieder; en deht dem Plug ze d. benutzt ihn zu sehr, beschädigt ihn Mosfrk. — Er hat einen Tüchtigen sitzen, er ist schwer betrunken. Enen D.ə in de Krag häbben Klev, — em Arsch han Sol; he wor so deck (oft) dekskes Mörs-Xanten; he hät nen D.ən op Sol-Leichl; de Kerl es d. em Lack Köln-Bickend, — hät de Kreppe d. Ess Borbeck. — Fast unzertrennbare Freundschaft. Die zwin sen sech d. frönd Allg., — d.ə stemm Sieg, Wippf, — d. zesammen Ahrw, — arg d.ə metenanner Altk-Wissen; dei halen d. zesommen (matenen) Bitb. Dat (die) sen d.ə Frönd (Kamerade), d.ə Löck (zesammen) Sieg-Leuschd, Rheinb-Meckenh, Mörs, Geld (Lüt, Lüj); mer woren d. Männ Bitb-Ehlenz. Dat es en d. Werk (möt den, töschen denen) Sieg, MülhRh, Sol, Mörs, — en d. Sach Sieg-ODollend, — en d.ə Zoppe uWupp, — en d. Gedöhn Sieg, — en d.ə Fröndschaft. Wann de Fröndschaf ze d. wiərt, hält se net ze lang (s. Ei). — Et as mer d.ən Erscht Ernst Bitb. — Ene d.ə Hellege ein grosser Heiliger Sieg-ODollend — Ich hon de vier d.schte die vier höchsten Trümpfe, de finf Nod.schte Trümpfe nach der Ass Saarbr. — 3. Adv. a. dek oft, von Wend (-ę-), Simm, Saarbr, Saarl an allg. (das gewöhnliche Wort); wo i > a, ę, ǫ, usf. wird, steht dak Bitb, -ǫ- NPrüm, Malm, Ahr; -ę- Prüm; -- SSieg; -ø- LRip, Nfrk; Komparat. dikər (-a- usf.), Superl. ət dekst (dərd.); im Mosfrk Genit. Adv. deks, –i- Saar, Birkf; døkəs Rip von Neuw (-e-) an [Komparat. dekəsər Neuw, døkərš Rip]; døks (Komparat. -ksər) Nfrk; dykəs Wippf, Ruhr [vielfach nebeneinanderstehende Formen im selben Orte, z. B. Saarl dik, –ę-; Saarl-Düppw dik, –ks; LRip døk, –e-, –kəs; Prüm-Ihren dęk, –ǫ-; Bitb-Mettend Rittersd -a-, –ę-; Bitb-Geichl -i-, -ę-, –a-; Eup -e-, –ē-; Bitb-Kyllbgw -a-, deit]. — Fei dack ziemlich oft Bitb, Wittl; hile deck sehr oft Eup; all ens dökser schon oft Nfrk. Döckes küt he ze d., on d. küt he gar nit Sol, Allg. Döks wäll on d. nit zuweilen wohl, zuweilen auch nicht Mörs; döks, d. ok nit vielleicht Dinsl. Ens es nit emmer, on twei es nit döckes Sol; döckes es nit ewig Köln. Mer hüərt döcker kallen als Meddag lüen nicht alles glauben, was geredet wird MGladb-Giesenk. Dat passeərden et deckste, auch attrib. de deckste Tit die meiste Zeit Eup. Dat geht so döck ön so flöck wie bei e Möschemännke MGladb-Rheind. Döck on winnig Regel für die Schweinemästung Rip. Vill gedonn on got gedonn, deht net döckes sammen gonn Wippf. No deckerem Brobiere liərt mer et Prüm-Steinmehlen. — Dakjohrsch oft im Jahre Bitb. — b. etwa, vielleicht; ver woəre bang, et wiər em deck jet passeərt Eup.
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    Dialekt
    dick II

    Rheinisches Wb.

    dick II Rhfrk u. im Selfk w. Heinsb-Süsterseel Saeffeln u. MülhRuhr u. im Klevld s. ausschl. Geld-Walbeck Pont Aengenesc…

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Cotta, M. (2026). „dickii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/dickii/rhwb
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Cotta, Marcel. „dickii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/dickii/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „dickii". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/dickii/rhwb.
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