Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
deuteln
deuteln , auf gezwungene art auslegen, den sinn kleinlich verdrehen. deutelen phantasieren, imaginari Henisch 682 . es stehet auf der alchymisten deutelen ders. eines kaisers wort wil sich nicht gebühren zu trehen oder zu deutelen Zinkgräfs Apophthegmata 1, 28 ; vergl. Bürger 26 a . der klügel und der nutz sind jez ein grund der lehr, man laufet irr und fehl, und deutelt immer mehr. J. G. Schottelius Lustgarten 73 . es steht uns hier nicht frei zu deutelen und dichten, der kaiser wil. ich musz was er mir schaft verrichten. Gryphius 1, 415 . ichtwas deutelen und mit den haaren auf sich selbsten…