Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
dehsala
belegt), nur in Gl.:
‚Axt, Zimmeraxt, ascia‘
〈Var.: Gl. 3, 193, 1 thesela; Formen ohne aus-
lautenden Vokal begegnen z. B. in bair. dehsal
(Gl. 4, 36, 52 Cod. Admont 3, 11. Jh.; Clm
13002, 11./12. Jh.), dehsil (Gl. 1, 628, 50 Clm
13002; Clm 17403, 13. Jh.; Gl. 1, 519, 19 Clm
6217, 13./14. Jh.), dechsel (Gl. 4, 181, 52 Cod.
Wien 1325, 14. Jh.; zu den Hss. s. Simmler,
Westgerm. Kons.gemin. 29. 31 f.). In diesen Be-
legen dürfte Apokope des auslautenden Vokals
nach Liquida eingetreten sein, eine Erschei-
nung, die im Bair. allerdings erst zu Anfang
des 13. Jh.s völlig durchdringt (Weinhold,
Bair. Gr. § 15)〉. – Mhd. dehsel f.
‚Beil, ascia,(a. 1404 dechsel), nhd. Dechsel f.
ascella‘
‚Beil,, z. B. Dasy-
Hacke, Haue, Krummhaue, ascia‘
podius II 506 dechsel; Maaler 85b DAechselaxt.
Dagegen erscheint bei Adelung das Wort als
Deichsel, was wie bereits im Spätahd. (Gl.
3, 223, 36 dichsel, Cod. Wien 2400, bair.,
12. Jh.; Gl. 4, 36, 53 dihsil Clm 22201, bair.-
mfränk., 12. Jh.; disla Cod. Prag, Knihovna
Národního Muzea X All [früher unsigniert
musei bohemici Pragensis]; s. Bergmann, Ver-
zeichnis d. ahd. u. as. Gl. Nr. 788) und zum Teil
in den hd. Mundarten und ferner im Nndd.
und Nndl. (s. u.) auf Beeinflussung durch das
Wort Deichsel beruht.