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Daglöhner

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Daglöhner m., m.

Bd. 2, Sp. 215
Wossidia Daglöhner -läuhner, Pl. -s m. Tagelöhner; 'Arbeidslüde, Dagelöner' Chytr. 245. Ursprünglich jeder im Tagelohn Arbeitende, dann der zum Hof gehörige Landarbeiter: 'einem gemeinen Tagelöhner soll außerhalb der Erntezeit des Sommers von Marien Verkündigung (25. März) bis Michaelis des Tages zu Lohn 2 Schilling und des Winters von Michaelis bis Marien Verkündigung 1½ Schilling bey freyer Kost, bei seiner eigenen Kost aber des Sommers 8 und des Winters 7 Schilling gegeben werden' Gesindeord. 1654; 'wo man den Arbeitern oder Tagelöhnern die Kost gibt, soll sich auf eine Person in den Sommermonaten nicht über 4 Potte und in den Wintertagen höchstens 3 Pott Bier gegeben werden' (RoRostock@RibnitzRibn 1608) Kühl 223; neben diesem Tagelohn haben sie ihren Garten am Hause, Kartoffeln, Flachs und Korn im Felde und durch ihren Drescherlohn einen Anteil an dem gesamten Kornertrage des Hoffeldes Arch. Landesk. 15, 264; 557; 679; über diese Bezüge s. Nützl. Beitr. 1785, S. 334; Leng. Reise 133; Land. Ann. 1823, S. 667; 1826, S. 133; 1849, S. 70; 177; bis zum Anfang dieses Jahrh. betrug ihr täglicher Lohn 50 Pfennige; die Katenmiete, die 10 Taler ausmachte, wurde meist von den Frauen (s. Daglöhnersch) abgearbeitet; neben der allgemein üblichen Kuhhaltung war stellenweise auch die Haltung von ein bis vier Schafen gestattet HaHagenow@DüssinDüss; in WaWaren@TorgelowTorg bekam jeder Hausstand zu Michaelis ein Schaf; jeder Tagelöhner war verpflichtet, einen Hofgänger (s. Hawgänger) zu stellen; Weiteres s. Deputat. Im Domanialdorf Wi Wismar@BüschowBüsch gab es 1751 einen Tagelöhner, 1819 vier Tagelöhnerfamilien, in den 1850 er Jahren aber deren bereits etwa 16. Die Tagelöhner, welche in Katen der Bauerngehöfte wohnten, hießen amtlich Gehöftstagelöhner, diejenigen, welche eine Wohnung beim Büdner gemietet hatten, Einlieger. Im gewöhnlichen Leben wurden sie alle Katenleute (Katenlüd') genannt. Die Tagelöhner stammten ursprünglich fast alle von den Bauernfamilien des eigenen oder eines benachbarten Dorfes ab. S. Schildt 59 f. Eine wenig günstige Darstellung der Arbeitsleistung der Tagelöhner bei Babst 1, 149ff.; ihre Arbeitszeit ist begrenzt: de Klock is för Soldaten un Daglöhners GüGüstrow@BützowBütz; städtische Geringschätzung drückt aus: wenn Schit Geld un de Noors Büdel wir, hadd' de Dagläuhner 't meist Bri. Volkssp. 25; Daglöhner klingt so hässlich, mööst Arbeitsmann seggen StaStargard@BallwitzBallw; aber auch: ick bün Daglöhner, ick bün kein Arbeiter WaWaren@Groß FlotowGFlot; übertr. vom Gang: dee hett 'n schönen Daglöhner fat't geht mit krummen Knien RoRostock@MüritzMür. Übertr.: halblange Pfeife Ro; eine lange Forke, die dazu dient, die herabgefallenen Garben auf den Balken zu bringen RoRostock@ParkentinPark; gris' Daglöhner Sperling GüGüstrow@Groß UpahlGUp; Wo. V. 2, S. 390; FN.: Daglöhnerbrügg', -drift, -koppel. Mnd. dachlner m. Dä. 71b; Kü. 1, 289; Me. 1, 655; Schu. 65.
2778 Zeichen · 47 Sätze

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    Daglöhnerm., m.

    Mecklenburgisches Wb.

    Daglöhner -läuhner, Pl. -s m. Tagelöhner; 'Arbeidslüde, Dagelöner' Chytr. 245. Ursprünglich jeder im Tagelohn Arbeitende…

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Zerlegung von dagloehner 2 Komponenten

dag+loehner

dagloehner setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

dagloehner‑ als Erstglied (16 von 16)

Daglöhnerfru

MeckWBN

Wossidia Daglöhnerfru f. wie Daglöhnersch, s. Schap I 4 b.

Daglöhnerkatt

MeckWB

dagloehner·katt

Daglöhnerkatt f. übertr. Tagelöhnermädchen: Buerdiern stur Diern, Bäudnerdiern Zigeunerdiern, Daglöhnerkatt — is dat ok wat? Pa Wulfs .

Daglöhnerkauh

MeckWB

Daglöhnerkauh f. Tagelöhnerkuh: vör dree Ding' möt 'n sick höden, vör Möllerpier, Daglöhnerköh un Preestermamsells Ro.

Daglöhnerkind

MeckWB

dagloehner·kind

Daglöhnerkind n. Tagelöhnerkind: Kinner, kaamt herinner un späält nich mit de Daglöhnerkinner sagt die Frau des Besenbinders Schw.

Daglöhnersch

MeckWB

dagloehner·sch

Daglöhnersch Pl. -en, -ens f. Tagelöhnerfrau; sie mußte auf dem Hof arbeiten und erhielt im Sommer 1½ Schillinge, im Winter 1 Schilling 3 Pf…

Daglöhnerschult

MeckWB

dagloehner·schult

Daglöhnerschult m. im Gemeinderat sitzender Tagelöhner, der dort die Interessen seiner Standesgenossen vertritt Meckl. 3, 84; Ha Bes .

Daglöhnerswin

MeckWB

dagloehner·swin

Daglöhnerswin n. Tagelöhnerschwein; ein sehr kleiner Mensch is ne Hand hoch grötter as 'n Daglöhnerswin Ro; ein Mensch mit einem vertrauener…