Hauptquelle · Adelung (1793–1801)
Contrást
Der Contrást , des -es, plur. die -e, in den schönen Künsten, die Mannigfaltigkeit in den Bildern und Vorstellungen, in Beziehung auf ihre Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit, ohne Plural. Wenn z. B. von drey Figuren in einem Gemählde, die eine von vorn, die andere von hinten, und die dritte von der Seite vorgestellet wird, so entstehet daraus ein Contrast. In engerer Bedeutung, die Verbindung zweyer dem Anscheine nach entgegen gesetzter Vorstellungen, um die eine durch die andere anschaulicher zu machen. Das ist freylich ein seltsamer Contrast! Die Vernunft und die Narrheit! Zwey allerliebste Gege…