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buben

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

buben

buben

Bube, Bub m. ‘Junge, Knabe, Schuft’. Ahd. nur als Männername Buobo (ebenso asächs. Bōƀo, aengl. Bōba, Bōfa), mhd. buobe (md. auch buofe, bufe) ‘Knabe, zuchtloser Mensch’ (doch insgesamt selten), mnd. bōve ‘Spitzbube, Räuber’, mnl. boeve, boef ‘Knecht, Bube’, nl. boef ‘Schurke’ sind ursprünglich wohl als kindersprachliche reduplizierende Bildung aufzufassen. Auf Grund der Ausgangsbedeutung ‘männliches Kind’ wird verschiedentlich (wie für Buhle, s. d.) Umbildung der vorgerm. Form für Bruder (s. d.) erwogen. Ablautend steht neben ahd. Buobo der Name Babo, dem u. a. alem. Bābi, obsächs. Bäbel ‘kleines Kind’, mengl. babe (engl. baby, s. Baby) und, mit abweichender Bedeutung, Wörter slaw. Sprachen wie russ. bába (баба) ‘alte Frau’ entsprechen. Bube, Bub ‘Knabe’ ist im Obd. allgemein geläufig wie Junge (s. d.) im Nordd., so auch in Zusammensetzungen wie Lehrbub neben Lehrjunge. Die stark pejorative Bedeutung ‘Schurke, Nichtswürdiger’, die aus der Verwendung für ‘Knecht, Troßknecht’ herzuleiten ist, geht vor allem vom Nd. und Md. aus und findet sich in Komposita wie Lotter-, Spitzbube. Abgeleitet buben Vb. ‘ein unsittliches, ein Lotterleben führen’, mhd. buoben; nach dem 18. Jh. unüblich. Dazu Büberei f. ‘verächtliche Tat’, mhd. buoberīe (neben buobenīe) ‘bübisches Wesen, Untat’, öfters seit Anfang 14. Jh.; frühnhd. auch für die Gesamtheit der Troßknechte. Büberei, md. auch Büferei, ist im 15. bis 17. Jh. stark verbreitet und geht dann allmählich zurück. Bubenstreich m. (16. Jh.) gleichbedeutend mit Bubenstück; auch ‘harmloser Streich von Kindern’. Bubenstück n. ‘Untat’, gebräuchlich vom 16. bis 19. Jh. Bubikopf m. ‘kurze Damenfrisur’ (nach Art eines Jungenhaarschnitts), zu der seit Anfang 19. Jh. gebräuchlichen Koseform Bubi nach 1920 gebildet. bübisch Adj. ‘verschmitzt, schelmisch, schurkisch’, spätmhd. büebisch. Lausbub, Lausebub m. ‘ungezogener, kecker Junge’ (Anfang 19. Jh.), auch für ‘schäbiger Mensch’, s. das ältere Lauser. Spitzbube m. ‘Betrüger, Gauner’ (16. Jh.), zunächst auch ‘Falschspieler’, zu spitz ‘schlau, gerissen’. spitzbübisch Adj. ‘schurkisch’, seit Anfang 16. Jh.; jetzt nur noch im Sinne ‘verschmitzt’.
2151 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Buben

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Buben , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches nur mit huren in hartem gehässigen Verstande üblich ist. Hur…

  2. modern
    Dialekt
    buben

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    buben Band 3, Spalte 3,634

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buben

230 Bildungen · 224 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

buben‑ als Erstglied (30 von 224)

Bubenanzug

SHW

Buben-anzug Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenarm

SHW

Buben-arm Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenfinke

SHW

Buben-finke Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenhemd

SHW

Buben-hemd Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenhickes

SHW

Buben-hickes Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenhosen

SHW

Buben-hosen Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenjahr

SHW

Buben-jahr Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenkaufer

SHW

Buben-kaufer Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenkopf

SHW

Buben-kopf Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenkram

SHW

Buben-kram Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenlecker

SHW

Buben-lecker Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenleib

SHW

Buben-leib Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenlutsch

SHW

Buben-lutsch Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenmann

SHW

Buben-mann Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenmensch

SHW

Buben-mensch Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenmutter

SHW

Buben-mutter Band 1, Spalte 1187-1188

Bubennarr

SHW

Buben-narr Band 1, Spalte 1187-1188

bubennarrig

SHW

buben-narrig Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenpossen

SHW

Buben-possen Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenranzen

SHW

Buben-ranzen Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenrecht

SHW

Buben-recht Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenroll

SHW

Buben-roll Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenroller

SHW

Buben-roller Band 1, Spalte 1187-1188

Bubenrolz

SHW

Buben-rolz Band 1, Spalte 1189-1190

buben als Zweitglied (4 von 4)

Appellesbuben

Wander

appell·es·buben

Appellesbuben Sie sind wie die Appellesbubn. ( Hüttenheim bei Marktbreit in Baiern. ) – Baierische Schulzeitung, 1864, S. 301. Um zu sagen, …

Babelesbuben

Wander

babele·s·buben

Babelesbuben Es sind Babelesbuben. So werden die Einwohner von Rothenacker in Schwaben genannt. (Vgl. darüber Dr. Birlinger, Volksthümliches…

hippenbuben

DWB

hippen·buben

hippenbuben , verb. wie ein hippenbube lästern: nun hastu doch den frumen künig wol uszgericht und gehippenbuobt. Murner bei Schade sat. 2, …

verbuben

DWB

ver·buben

verbuben , verb. verhuren, durch hurerei durchbringen, mhd. verbuoben, virbuobin, propudiare Dief. 466 b ; nd. verbueven ebenda. 1 1) transi…

Ableitungen von buben (2 von 2)

erbuben

DWB

erbuben , sich, scelus facere, bübisch handeln: darumb gilt es nicht sich erbuben, das mütlin erkülen. kluge weise reden 219 b ; wiltu dich …

verbuben

DWB

verbuben , verb. verhuren, durch hurerei durchbringen, mhd. verbuoben, virbuobin, propudiare Dief. 466 b ; nd. verbueven ebenda. 1 1) transi…