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brēken

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MNWB
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4 in 2 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

brēken stv.

Bd. 1, Sp. 345
brēken, stv. (brak, brêken; [ge]brōken, [-brāken]), I. 1. mit Akkus.: brechen, an-, auf-, durchbrechen, durch etw. hindurchbrechen (de vîande s. III, 4.), zerbrechen, zerstören (tôbrēken), niederreißen; abpflücken; unterbrechen, stören, aufhören machen, beseitigen, aufheben, lösen; (wōrde b.) abbrechen, kürzen, dat vü̑r b. niederschlagen, löschen; etw., einen Streit vam tûne b. vom Zaun brechen; Wellen brechen: (Klippe, an der das Wasser sich bricht, brandet: de brēkende rutze); ênem den slach b. parieren; stê(i)ne b. Steine brechen (Steinbruch); dat velt b. brachpflügen; vlas b. Flachs braken. — 2. unterwerfen, zähmen, under sîne walt b., under sik b. unterwerfen, aneignen; beschwichtigen, den tōrn b., sînen sin b. sein Gelüste besiegen. — 3. teilen, (under sik) b., aus dem gemeinsamen Gut abteilen, sich sondern. — 4. eine Verpflichtung aufheben, ungültig machen; einen Vertrag brechen, eine Übereinkunft, Verpflichtung nicht erfüllen (gebrēken), ein Gebot übertreten, ein Recht (Friede, Bann) verletzen. — 5. streitig machen, im Wege Rechtens entziehen, abgewinnen, tü̑ge b., de klāge b. die in der Klage vorgebrachten Beweismittel durch stärkere entkräften. — 6. eine Strafe verwirken, zahlen, 60 s. brēken, jem. mit Strafe belegen (der Vogt heft an ēme brōken 60 s.). II. ohne direkte Bestimmung. 1. brechen, zerbrechen, reißen; turnieren, Lanzen brechen, stēken unde b. — 2. (auch gebrēken) gebrechen, mangeln, fehlen; Anstoß []geben; scheitern an; unpers. mit Dp. einer Sache mangeln. — 3. s. I, 6, ein Vergehen, einen Fehler begehen, sich vergehen (ā̆n[e], jēgen gegen jem.), fehlen, verbrechen, Strafe verwirken, zahlen, dubbelt b. doppelte Strafe zahlen. — 4. umschlagen, verderben (Waren). — 5. einbrechen (die Flut, die ins Land bricht, der Dieb, der in ein Haus einbricht). — 6. sîn gesicht is (ge)brōken seine Sehkraft hört auf, sein Auge bricht (vom Sterbenden). III. Refl. 1. sich brechen, sich wenden, den Höhepunkt überschreiten, abnehmen; sich klären (von einer kochenden Masse). — 2. sich los-, freimachen von (van). — 3. sich aus dem gemeinsamen Gute sondern (van). — 4. sik ût den vîanden b. sich durch die Feinde hindurchschlagen, s. I 1. — 5. sich übergeben (Essen und Trinken von sich geben).
2232 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    breken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +3 Parallelbelege

    breken, st. v. 1. intr. brechen; gebrechen, mangeln; umschlagen, verderben (vom Wein etc.). 2. tr. brechen; brechend mac…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit breken

32 Bildungen · 2 Erstglied · 27 Zweitglied · 3 Ableitungen

breken‑ als Erstglied (2 von 2)

brēkensât

MNWB

breken·sat

~brēkensât, ° -berken- (Brem. Arzneib. 29 u. 34) die Frucht vom weißen Steinbrech. —

brēkensch

MNWB

breken·sch

°(vrēdebrēkesch) , -brēkensch , adj. , friedebrecherisch , v.e dât (Rüg. LandR. 176).

breken als Zweitglied (27 von 27)

afbreken

LW

af-breken, 1. intr. Abbruch erleiden, abnehmen, kleiner werden (auch unpers. mit Dativ). 2. trans. Abbruch thun, wegreissen, benehmen, abzie…

afentbrēken

MNWB

afentbrēken , stv. , abgehen, gebrechen.

anbreken

LW

an-breken, anbrechen, öffnen.

bibreken

LW

bi-breken, ab-, niederbrechen.

enbrēken

MNWB

enbrēken , um- , ent- , unt- , stv. , 1. losbrechen , entkommen. 2. ausgehen, fehlen, mangeln , gebrechen, mî enbrēket mir gebricht, mangelt…

entbreken

LW

ent·breken

ent-breken, 1. intr. losbrechen, entgehen; ausgehen, fehlen, mangeln. 2. tr. unterbrechen, hemmen; abbrechen, entziehen.

entwey brēken

MNWB

entwey brēken entzwei brechen, zerbrechen; — e. dēgedingen (vgl. setten ) durch Verhandlung scheiden, schlichten, auseinandersetzen , abteil…

hêitbrēken

MNWB

heit·breken

hêitbrēken wildes Land in Kulturland verwandeln, rōden vel h. S. 2 hêide 1.

inbreken

KöblerMnd

inbreken , st. V. Vw.: s. inbrēken (1)

schipbrēken

MNWB

schip·breken

schipbrēken (schep- , -brecken) „naufragare , naufragari”, vgl. schipbrōken.

ümmebrēken

MNWB

uemme·breken

(ümmebrēken) , ° umbbrēken , stv. ( Part. Prät. -gebrāken ): umpflügen, „ Davor sall Johann Wesseler an dem Goldenberge under acht punt land…

upbreken

KöblerMnd

upbreken , st. V. Vw.: s. upbrēken (1)

¹vȫrbrēken

MNWB

voer·breken

1 °vȫrbrēken , stv. , hervorbrechen, durchbrechen , sich durchsetzen (N. Staatsb. Mag. 2, 876).

vorbreken

LW

vor·breken

vorbreken, st. v. 1. intrans. ab-, zerbrechen; fig. aufhören, gebrechen, mangeln. 2. trans. ab-, zerbrechen, zerstören; fig. brechen, verlet…

vulbrēken

MNWB

vul·breken

°vulbrēken (vol-) , stv. , die volle Strafe verwirken (Ekenberger).

ûtbreken

LW

ût-breken, 1. intrans. ausbrechen, hervorkommen (plötzlich u. mit Gewalt); fig. kund werden. 2. trans. ausbrechen, ausreissen.

ūtbreken

KöblerMnd

ūtbreken , st. V.? Vw.: s. ūtbrēken*

Ableitungen von breken (3 von 3)

bebreken

KöblerMnd

bebreken , st. V. Vw.: s. bebrēken

entbreken

LW

ent-breken, 1. intr. losbrechen, entgehen; ausgehen, fehlen, mangeln. 2. tr. unterbrechen, hemmen; abbrechen, entziehen.

gebreken

LW

ge-breken, st. v. tr. brechen; intr. gebrechen.