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Boxen

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
16 in 14 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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7

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Boxen

Bd. 3, Sp. 290
Boxen, eine Art des Faustkampfes bei den Engländern, die teils zum persönlichen Schutz, teils als Leibesübung gepflegt wird. Seit der Mitte des 18. Jahrh. ward das B. zur eigentlichen Kunst, fand auch in den höhern Klassen Gönner, ja ward Nationalsache und bekam Schulen, »Professoren« und eine Literatur. In den größern Städten gab es bis in die jüngere Zeit zum Unterricht in der »nobeln und männlichen Kunst des Boxens« sogen. Sporting-Houses, meist mit einem Theater für die Schaugefechte der Boxer von Profession. Jetzt ist der Ernstkampf in England sowie in den Vereinigten Staaten polizeilich untersagt, und nur Boxkämpfe mit Handschuhen sind gestattet, bei denen die alten »Regeln« noch immer Anwendung finden, und die auch noch Gelegenheit zu Wetten geben. Einen »Champion of England«, wie derjenige Boxer hieß, der alle seine Nebenbuhler niedergekämpft und sich als der erste im »Ring« behauptet hatte, gibt es unter diesen Umständen nicht mehr. Das B. geht nach bestimmten Regeln vor sich; die Bekleidung der Kämpfer, selbst ihr Gewicht, die Art zu schlagen, der Gebrauch der Arme und Fäuste u. dgl., alles ist genau geregelt. Die einzelnen Schläge und Deckungen haben ihre besondern Kunstnamen. Der Kampf kann aus mehreren Gängen bestehen und dauert oft mehrere Stunden. Den niedergefallenen Feind darf man nicht mehr schlagen. Als gesunde und nützliche Leibesübung verdiente das B. Beachtung. Es steht, was körperliche Ausbildung betrifft, auf höherer Stufe als das Ringen und namentlich das Fechten. Vgl. Egan, Boxiana, or sketches of ancient and modern pugilism (Lond. 1824, 4 Bde.); Miles, Pugilistica; 144 years of the history of British boxing (das. 1881, 3 Bde.); Kapell, Das B. (das. 1882); Ravenstein, Volksturnbuch (4. Aufl. von Böttcher, Frankf. 1894); Trotter, Boxing (Lond. 1899).
1815 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Boxen

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Boxen , s. Baxen.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    boxen

    Goethe-Wörterbuch

    boxen a subst: der Boxkampf als blutrünstiges Volksspektakel [ die ästhet notwendige Katharsis geschehe in der Tragödie …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Boxen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Boxen , eine zu den Volkseigenthümlichkeiten Englands gehörende kunstgerechte Art des Faustkampfes, mit bestimmten Regel…

  4. modern
    Dialekt
    boxen

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    boxen Band 2, Spalte 2,1485f.

  5. Spezial
    Boxen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Bo|xen n. (-s) ‹sport› boxe f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit boxen

3 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

boxen als Zweitglied (2 von 2)

durchboxen

RDWB1

durch·boxen

`durchboxen übertr. , umg. (в зависимости от контекста) выбивать / выбить что-л. перен. ; проворачивать / провернуть какое-л. дело; добивать…

rausboxen

RDWB1

raus·boxen

rausboxen umg. (kein Bezug zu "бокс") вызволять / вызволить разг. ; выручать / выручить; подсобить кому-л. устар. , разг. Ich brachte mich i…

Ableitungen von boxen (1 von 1)

verboxen

PfWB

ver-boxen schw. : ' mit Boxhieben traktieren ', veʳboxe [Frankth]. Syn. s. verhauen 1. Südhess. II 449 ; Rhein. I 829 .