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Bombárde

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bombárde

Bd. 1, Sp. 1123
Die Bombárde, plur. die -n. 1) Ein ehemahliges kriegerisches Werkzeug, ungeheure Steine damit in die Ferne zu werfen. Vor Erfindung des Pulvers wurde diese Wirkung durch Sehnen und Federn hervor gebracht. S. du Fresne Gloss. v. Bombarda. Nach der Erfindung des Schießpulvers nannte man eine Art großer aber dabey kurzer Kanonen, aus welchen man große Steine schoß, Bombarden, und im Deutschen auch Donnerbüchsen. Der Nahme ist mit dem Geschütze selbst nunmehr veraltet; indessen sind doch im Französischen noch einige abgeleitete Wörter davon übrig, welche auch von den Deutschen sind angenommen worden. Daher bombardiren, mit Bomben beschießen, Franz. bombarder, und figürlich im gemeinen Leben, jemanden mit Briefen u. s. f. bombardiren, beschwerlich fallen; der Bombardīer, des -s, plur. ut nom. sing. ein Feuerwerker, welcher die Ladung und Richtung der Feuermörser besorget, Französ. Bombardier; die Bombardier-Gallotte, plur. die -n, ein[] plattes Schiff ohne Verdeck, mit Feuermörsern, Bomben auf der See aus denselben zu werfen. S. Bombe. 2) In den Orgeln, eine Art Pfeifen, welche einen starken, schnarrenden Ton geben, und den Serdunen gleichen, nur daß sie große Mundstücke und Zungen haben. Anm. In beyden Fällen ist die erste Hälfte dieses Wortes eine Nachahmung des Schalles, welchen beyde Werkzeuge verursachen. S. Bombe. Die letzte Hälfte arda ist sicher nicht von ardeo, wie in Fabers thesauro vorgegeben wird, sondern die bloße Endung er, Bommer, welche von den Ausländern in arda verwandelt worden, wie schon Menage von dem jüngern Vossius gelernet hat. S. auch Baßpommer, welches in Ansehung seiner letzten Hälfte gleichfalls hierher gehöret. In einem alten Vocabulario von 1482 bey dem Frisch ist »Bumhart, eine große »Pfeife, Parda oder Pardaun.«
1776 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bombárde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Bombárde , plur. die -n. 1) Ein ehemahliges kriegerisches Werkzeug, ungeheure Steine damit in die Ferne zu werfen. V…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bombarde

    Goethe-Wörterbuch

    Bombarde für ein mit großkalibrigen Vorderladergeschützen reich bestücktes Kriegsschiff, in der Beschreibung Hackertsche…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bombarde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bombarde , bombarda , der alte ital. Name eines Geschützes; in Deutschland kurzes aber schweres Geschütz, mit dem man gr…

  4. Spezial
    bombardé

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    bombardé [bom·bar·dę́] vb.tr. (bombardëia) bombardieren. ▬ bombardé valgügn cun domandes ‹fig› jdn. mit Fragen bombardie…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bombarde

6 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von bombarde 2 Komponenten

bom+barde

bombarde setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bombarde‑ als Erstglied (5 von 5)

Bombardema

SHW

Bombardema Band 1, Spalte 1013-1014

Bombardement

Pfeifer_etym

bombarde·ment

bombardieren Vb. ‘mit schwerem Geschütz beschießen, mit Bomben belegen’, in der 2. Hälfte des 17. Jhs. aus gleichbed. frz. bombarder entlehn…

bombardēren

WWB

bombarde·ren

bombardēren sw. V. ⟨ bombadǟien ( Dor Wl ), „ bummedeeren “ ( Rek Bo ), „ -deërn “ ( Bek Al ), bummerderen ( Osn Klön ) ⟩ 1. bombardieren, m…

Ableitungen von bombarde (1 von 1)

Bombardee

PfWB

Bombardee Pl. : ' Schläge, Hiebe ', Bumbadee (ˈbumba̩dē) [ KU-Dennw/Frohnb ]. Drohung: Ich genn der glei B.! [ KU-Dennw/Frohnb ]. — Bildung …