Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BLÎDE adj.
1. ohne genit. man sach dâ manegen helt balt, schœnen unde blîden Servat. 131. mit den blîden wil ichʒ lîden MS. 1,19. b. welt ir daʒ niht vermîden, sô müeʒt ir von den blîden kêren gein der riuwe Parz. 530, 12. menig creatûre ist plîde, diu biʒ her in sorgen was MS. 1,8. a. sol nu mîn fröide zergân von der plîden, daʒ ist ir sünde MS. 1,48. b. mîn lîp was ie ungebunden, und doch gemuot von der blîden MS. 1,94. b. êre gernde ritter... ir sult hôhgemuot sîn under schilde, wol gezogen, küene, blîde, milde MS. 2,37. a. frauend. 457,4. blîd hin ze kirchen und von dan gie ich: des lacht dô manic man frauend. 194,23. 279,27. daʒ ich den ganc sô blîde an vie des wart gelachet dort unt hie. mîn nîgen unt mîn umbeswanc die wurden dâ envollen lanc, ich gie nâch blîder vrouwen sit; kûm hende breit was dâ mîn trit: swie seine und swie sanfte ich trat, ich kom doch wider an die stat frauend. 282,27. er solte snîden der klâren und der blîden Engelh. 1968. vgl. die anm.
2. mit genit. der schône sumer gêt uns an, des ist vil manig vogel blîde MS. 1,21. a.