Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
blechern
blechern
Blech n. zu dünnen Platten ausgewalztes oder geschlagenes Metall, ahd. bleh ‘Blech, dünngehämmertes Metall’ (9. Jh.), mhd. blech, mnd. blek, blik, mnl. blic, blec, nl. blik (germ. *blek-) ist eng verwandt mit bleich, 1Blick (s. d.) und den dort genannten Wörtern mit der Bedeutung ‘Glanz, glänzen’. Blech bedeutet eigentlich ‘etw. Glänzendes’ und meint ursprünglich wahrscheinlich Goldblech, da früher nur weiches Gold, nicht aber Eisen zu Blech geschlagen werden konnte; ahd. bleh ist daher auch die ‘geprägte kleinere Goldmünze’. Heute versteht man unter Blech ‘Eisenblech’, dessen scheinbare Wertlosigkeit übertragenen Gebrauch für ‘Unsinn, Geschwätz’ entwickelt (19. Jh.). Um 1500 bezeichnet Blech im Rotw. ‘kleinere Münzen aus Gold- oder Silberblech’; diese Bedeutung hält sich, zumal umgangssprachlich, bis ins 19. Jh. Daraus in der Studentensprache blechen Vb. ‘Geld bezahlen’ (1. Hälfte 18. Jh.). – blechern Adj. ‘aus Blech, wie Blech tönend, klappernd’ (Anfang 16. Jh.), vgl. ahd. blehhīn (11. Jh.), frühnhd. blechen (Mitte 15. Jh.), das sich neben blechern bis ins 18. Jh. behauptet.