lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

bissel

nhd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
3

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bissel

bissel

beißen Vb. ‘mit den Zähnen zupacken, die Zähne in etw. hineindrücken, scharf sein, brennen, ätzen’. Ahd. bīʒan ‘(hinein)beißen, stechen’ (8. Jh.), mhd. bīʒen, asächs. bītan, mnd. mnl. bīten, nl. bijten, afries. bīta, aengl. bītan, engl. to bite, anord. bīta, schwed. bita, got. beitan (germ. *bītan) gehören mit aind. bhinátti ‘spaltet, zerschlägt, durchsticht, bricht ein’ und lat. findere ‘spalten’ zu ie. *bheid- ‘spalten’, vielleicht eine Erweiterung der unter Beil (s. d.) angeführten Wurzel ie. *bhei-, *bhei̯ə-, *bhī- ‘schlagen’. Eng verwandt mit dem gemeingerm. Verb sind die unter beizen und bitter (s. d.) genannten Formen. – Biß m. ‘Zugriff mit den Zähnen, durch Beißen entstandene Verletzung’, ahd. biz (mit ungeklärtem Lautstand z oder ʒ am Wortende, s. beizen) ‘das Beißen, Biß, Bissen, Brocken’ (9./10. Jh.), mhd. biʒ, biz, asächs. biti, mnd. bēte, mnl. bete, nl. beet ‘Biß, Bissen’, aengl. bite, engl. bit ‘Biß’. Gebiß n. ‘Gesamtheit der Zähne’, ahd. gibiʒ ‘Gebiß, Bissigkeit, Schärfe’ (10. Jh.), mhd. gebiʒ, mnd. (ge)bit(te), gebēte ‘Gebiß, Zaum’. bissig Adj. ‘schnell und scharf zubeißend, durch scharfe Worte verletzend’, seit frühnhd. Zeit, vom 15. bis 19. Jh. auch beißig, mhd. bīʒec, erhalten in bärbeißig (s. d.); vgl. ahd. bīʒīg, biʒʒīg (Hs. 12. Jh.). Bissen m. ‘was man auf einmal abbeißen und in den Mund stecken kann, Happen, kleine Mahlzeit, Imbiß’, ahd. biʒʒo ‘abgebissenes Stück, Bissen, Klumpen, Brocken’ (9. Jh.), mhd. biʒʒe, mnd. bēte, aengl. bita, engl. bit, anord. biti, schwed. beta ‘Bissen’. bißchen (16. Jh.), landschaftlich bissel (15. Jh.) Adv. Adj., meist ein bißchen, ein bissel ‘ein wenig, etwas’, eigentlich ‘ein kleiner Bissen’.
1673 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bisseln.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    bissel , n. buccella, offella: besser und mehrer gute bissel wurden auf den tellern abgehoben, als man über tafel asz. S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bissel

    Goethe-Wörterbuch

    bissel 5 Belege, nur in den 70er Jahren obd Dialektform von ‘bißchen’ [ Bauer mBez auf abziehende fremde Reiter: ] Und d…

  3. modern
    Dialekt
    Bissel

    Rheinisches Wb.

    Bissel bitəl Gummb , Wippf m.: Pferdegebiss.

  4. Sprichwörter
    Bissel

    Wander (Sprichwörter)

    Bissel 1. A bissel, an immer wieder a bissel, so kriegt ma's Fassel vull. ( Schles. ) Holl. : Beetje bij beetje, zei de …

Verweisungsnetz

10 Knoten, 6 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 5 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bissel

6 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von bissel

bis + -sel

bissel leitet sich vom Lemma bis ab mit Suffix -sel.

bissel‑ als Erstglied (5 von 5)

Bisselchen

RhWB

bissel·chen

Bisselchen bisəlχə(r), –e- Schleid , Rheinb , Dür , Aach Pl. n.: Zähnchen, in der Kinderspr. — Bisseln Pl. zeitweise auftretende Zahnschmerz…

bisselchin

LothWB

bisselchin [bìzəlχin Falk. ] adv. bißchen.

Bisselfleig'

MeckWB

Bisselfleig' f. Stechfliege, vestrus bovis Schill. Nachl.; s. Biss'fleig' , -worm.

bisseltīt

KöblerMnd

bisseltīt , F. Vw.: s. biseltīt

Ableitungen von bissel (1 von 1)

verbisselung

DWB

verbisselung , f. : verbisslung oder zerbisslung der zahlung, particularis solutio. Stieler 130 .