Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Bibergeil
Bibergeil
Biber m. an Gewässern in Burgen aus Holzteilchen lebendes Nagetier, ahd. bibar (9./10. Jh.), mhd. biber, asächs. biƀar, beƀar, mnd. mnl. bēver, nl. bever, aengl. beofor, engl. beaver, anord. bjōrr (germ. *bebru-) sind verwandt mit kslaw. aruss. bebrъ, bobrъ, russ. bobr (бобр), lit. bēbras, awest. bawra- ‘Biber’ sowie aind. babrúḥ ‘braun’ (s. braun). Sie führen auf einen ie. Ansatz, der Reduplikation und Schwundstufe der Wurzel ie. *bher- ‘braun’ aufweist. Biber ist (wie auch 1Bär, s. d.) ‘der Braune’. Bibergeil n. Sekret aus der Duftdrüse des Bibers (ehemals Heilmittel), mhd. bibergeil. Zu mhd. geil(e) ‘Hoden’ (s. geil), da die am After des Bibers gelegene Drüse als Hoden gedeutet wurde.