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Berbĕris

nhd. bis lat. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Berbĕris

Bd. 2, Sp. 651
Berbĕris L. (Berberitzenstrauch, Sauerdorn), Gattung der Berberidazeen, dornige Sträucher mit gelbem Holz, ganzen, gefiederten, gewimpertgezahnten oder ganzrandigen Blättern (s. Tafel »Blattformen II«., Fig. 26), in meist einfachen Trauben oder einzeln stehenden gelben Blüten und länglichen, zwei- bis achtsamigen, saftigen Beeren. Die Staubgefäße zeigen, wenn man sie am Grund mit einer Nadel berührt, hohe Reizbarkeit. Über 100 Arten in Nordamerika und in den Änden bis Feuerland, in Zentralasien, wenige in China, Japan, dem Mittelmeergebiet, eine in Mitteleuropa. B. vulgaris L. (gemeiner Berberitzenstrauch oder Sauerdorn, Essigdorn, Sauerach, Berbesbeere), mit dreispaltigen Dornen, hängenden Trauben und roten Beeren, vielleicht im südlichen Osteuropa und in Asien einheimisch, ist jetzt sehr verbreitet, z. T., auch in Nordamerika, verwildert und wird in mehreren Varietäten mit verschieden gefärbten, auch süßen und kernlosen Früchten als Zierstrauch angepflanzt. Die Wurzel dient zur Darstellung des Berberins, zum Färben des Leders und wird auch arzneilich benutzt (s. Berberin), das harte, gelbe Holz wird von Drechslern, auch zu Zahnstochern etc. verarbeitet; die Beeren enthalten viel freie Apfelsäure und werden mit Zucker eingemacht. Schädlich ist der Berberitzenstrauch als Wirt eines parasitischen gelben Pilzes, der in engster Beziehung zu einem der Rostpilze des Getreides steht. Man sollte daher den Strauch in der Nähe von Getreidefeldern nicht dulden (vgl. Rostpilze). In Chile und Patagonien bedeckten B. – Arten mit Kolletien als schwer zu durchdringende vegetabilische Stachelfestungen die Kordillerenabhänge. B. Aquifolium Pursh. (Mahonia Aquifolium Nutt., gemeine Mahonie), mit immergrünen gefiederten Blättern, straußförmigen gelben Blütenständen und dunkelblauen Beeren in Nordamerika. Das im Winter bronzebraune Laub wird in der Binderei benutzt, aus den Beeren bereitet man ein geistiges Getränk. Mehrere Arten werden als Zierpflanzen kultiviert.
1990 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bếrberis

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Die Bếrberis , plur. car. oder der Berberis-Baum, des -es, plur. die -Bäume, oder die Berber-Staude, plur. die -n, ein S…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Berberis

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Berberis , Sauerdorn (Berberideae. Hexandria Monogynia) , reiche Gattung, bei uns repräsentirt durch die Berberis vulgar…

  3. Latein
    berberism. f.

    Mittellateinisches Wb.

    * berberis , -is m. vel f. (arab. barbāris, cf. Lokotsch, Etym. Wb. d. Wörter orient. Urspr. nr. 227, sed v. Marzell, Wb…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit berberis

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von berberis 2 Komponenten

berbe+ris

berberis setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

berberis‑ als Erstglied (9 von 9)

Berberisbeere

Campe

berberis·beere

Die Berberisbeere , Mz. die — n, die länglichrunde rothe Frucht des Berberisstrauches oder Sauerdornes, welche einen angenehmen sauren Saft …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „berberis". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/berberis/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „berberis". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/berberis/meyers. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „berberis". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/berberis/meyers.
BibTeX
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