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Bekken

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WWB
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3 in 2 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Bekken f. f.

Bd. 1, Sp. 583
Bekken ⟨Der Vokal meist ›e‹ (oder ›e‹ = ›ä‹); „-ä-“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@MarbeckMb); Einzelbelege mit ›iᵉ‹ (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@StukenbrokSt, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi). — Gewöhnl. wohl n.; doch Bekken f. (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), Bekke f. Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@MastholteMh. — Pl.: Bekken Kr. LingenLin Kr. Lingen@PlantlünnePl, (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@OhneOn, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@GronauGr Kr. Ahaus@SüdlohnSl, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BarloBa), Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü Kr. Wiedenbrück@MastholteMh, Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa, -ns (Kr. OsnabrückOsn Lyra, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@SüdlohnSl, Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GrüneGr. — Verkl. Bekkentīn (Kr. Grafschaft BentheimBen Vw)⟩ 1. Becken (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi („veraltet“), Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh Kr. Halle@LoxtenLo, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Schleef, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@GladbeckGb Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HalternHa Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@Horster MarkHm Lü Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp), Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GrüneGr, (WWB-Source:325:WoeNWoeN), Becken, Mulde die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@LünenLü, Becken, Gefäß (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), Mulde (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü, die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HarpenHp) die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp, Schüssel (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön), Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü Kr. Wiedenbrück@MastholteMh (Kr. Wiedenbrück@NeuenkirchenNk Kr. Wiedenbrück@SpexardSp, Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@BrackwedeBw). Weitere Angaben zu Form, Material und Nutzung: hölzernes Becken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa, Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@AltendorfAd, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@SümmernSü; großer Teller, von dem mehrere Personen aßen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@GiershagenGh); irdener Topf (Frgb.) (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@MarbeckMb, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@NetteNe); „eerene Beckens“ irdene Näpfe (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 73). Irdenes Milchgefäß; Milchsatte Kr. LingenLin Kr. Lingen@PlantlünnePl = WWB-Source:22:BergerBerger 65 und 67; Becken für die Rahmgewinnung Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, in dem man die Milch stehen läßt, damit sich der Rahm absetzt Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe; stēnerne Bekken aus braunem und aus grauem Steingut, zur Aufbewahrung der Milch, zur Gewinnung des Rahms (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe); flache Steinzeugschüssel ohne Ausguß, etwa 30 cm Durchmesser, mit zwei Griffen (häufig Stadtlohner Ware) zur Rahmgewinnung; der Rahm wurde mit den Fingern abgestreift und im Rōmpott zum Zwecke der Butterbereitung gesammelt Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr. Weitere Belege als Antworten auf die Frage nach einem Gefäß, in dem die Milch zum Abrahmen weggesetzt wird (Frgb.): flache (schalenartige) irdene (Steingut) Schüssel (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe, Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@OhneOn, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EsternEs Kr. Ahaus@GronauGr Kr. Ahaus@SüdlohnSl, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd), in einem hölten Bekkentīn einem flachen Holzbottich (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@VorwaldVw); der sich absetzende Rahm wurde abgepustet (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EsternEs). — Steintopf, in dem der Rahm zum Buttern aufbewahrt wird (Frgb.) (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HülstenHü); aus rötlichem Ton; Inhalt etwa 2 Liter. „Kr. Grafschaft DiepholzDie blauen Bekken holten den Rahm nicht so schnell nach oben“ (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@SüdlohnSl). — Hölzernes Gefäß, in dem die Butter ausgeknetet wird (Frgb.) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BockradenBo Kr. Tecklenburg@HörstelHö Kr. Tecklenburg@MettingenMe, Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestladbergenWl, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp, Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@LüdinghausenLh, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@FrömernFr Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HolzwickedeHo, Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@BenninghausenBh, Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@StrotheSt Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@WelleringhausenWl). Hültene Bekken zum Kneten der Butter und zur Wurstbereitung (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef), Metzgermulde (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@KamenKa). — Gefäß, in dem Kartoffeln und Gemüse auf den Tisch getragen wurden (meist nach Frgb.): (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BrochterbeckBb Kr. Tecklenburg@KattenvenneKv, Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), in einem hölten Bekken (Kr. WittlageWlg Kr. Wittlage@HerringhausenHh). — Schüssel, Mulde, auf der der (Mehl)pfannekuchen aufgetragen wurde: (Kr. WittlageWlg Kr. Wittlage@VenneVe, Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@LoccumLo, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@GroßenheidornGh, Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BierenBr Kr. Herford@HerringhausenHh, Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@StukenbrokSt), auf einem „irden Becken“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@AverfehrdenAf). — Behälter, in dem die Wäsche gespült wird (Frgb.) (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@GescherGe, Kr. MünsterMün Kr. Münster@GimbteGi Kr. Münster@GuntrupGu, Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@GröblingenGr, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi). — Tasse (Frgb.) (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@PaderbornPb „Backen“, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@OvenhausenOh, Wgb Bo Bü Da Dö Ka Kö Lü Me Mu We. — Untertasse (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@OvenhausenOh, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@StörmedeSm, Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@MenneMe). — Niedriger, geküferter, runder Bottich (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HiddingselHi). — Zinnteller für die Kollekte am Kirchenausgang (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo) — 2. Musikinstrument: Schlagzeug „Becken slaun ... bei der ... Türkischen Musik“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Raa.: „Dat is mǟr asse in ēn Bekken gēt!“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@WellingenWe). So de Būe(r), so dat Hekke (Lattengestell, Zaun, Wegschranke), so dat Wīf, so de Bekken (Schüsseln) Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü = WWB-Source:322:WixWix § 80 Anm. 4. — Bed. von Bekken ist unklar in folg. Ra.: „inne Becken slōn tut das Schicksal den Glücklichen; ist z. B. der Stammhalter geboren ist es den Eltern inne Becken slagen“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), dat is iär inne Becken schlagen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), „dat is in ’t Becken schlōn“ nach Wunsch ausgefallen (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo), „besonders, wenn das erwartete Kind nach Wunsch ausfällt“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). Zuss. → Ärdappels~, Bārd~, Buᵉter~, Dō²p~, Feªge~, Flē²sk~, Gemo¹se~, Gēr~, Holt~, Kērne~, Kneªde~, Koªlenfǖr~, Miᵉlek~, Multer~, Pannekō¹ken~, Plundermiᵉlek~, Putse~, Rō²k~, Rō²m~, Sǟie~, Schelle~, Scheªr~, Schop~, Schüᵉtel~, Senk~, Sē²pen~, Smand~, Spīe~, Spo¹l~, Steªke~, Waske~, Wāter~, Wīewāter~. ¶ as. bekkin; aus dem Gallorom.; s. WWB-Source:73:FEWFEW I 199 baccinum (zu bacca); s. auch → Bak II. Kr. Grafschaft DiepholzDie Belege mit iᵉ‹ vielleicht nach → Biᵉker ’Kornmaß’; vgl. dazu auch Biëkken ’Kornmaß’ (Kr. BeckumBek WWB-Source:2:AbelerAbeler).
3937 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    bekkenst. N. (a)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    bekken , st. N. (a) nhd. Becken ne. basin Hw.: vgl. ahd. bekkīn* Q.: W I.: Lw. mlat. bacinum, Lw. lat. baccinus E.: mlat…

  2. modern
    Dialekt
    Bekkenf. f.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Bekken ⟨ Der Vokal meist › e ‹ (oder › e ‹ = › ä ‹); „ -ä- “ ( Bor Hd Mb ); Einzelbelege mit › iᵉ ‹ ( Pad St , Unn Hi ).…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bekken

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von bekken 2 Komponenten

bek+ken

bekken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bekken‑ als Erstglied (8 von 8)

Bekkenbrd

WWB

bekken·bord

Bekken-brd. -boɐt n. Brettergestell für Küchengeräte Wie Mh = Heierm 12.

Bekkenschap

WWB

bekken·schap

Bekken-schap n. 1. Beckenschrank ( Hal Lo Vm , Wie Wb ), Isl Sü ; Geschirrschrank (in der Küche) ( Hal Bh ); Brettergestell für Küchengeräte…

Bekkensleªger

WWB

Bekken-sleªger. -schlēger („alt“) Klempner (Frgb.) ( Det De).

Bekkenspiᵉtele

WWB

Bekken-spiᵉtele. bkśpt hölzerner Span zum Abstreifen des Rahmes von den Rōmbekken Bor Ba.

Bekkentange

WWB

bekken·tange

Bekken-tange. bekn-tange eine Zangenart, mit der die Luppe aus dem Schweißofen geholt wurde (Mark Ellbracht 34).

Bekkenwīp

WWB

bekken·wip

Bekken-wīp ⟨ -wīp Lin Be m. Nl m., ( Tek Le m.), -biċp Tek Me m. ä., „ -wieb “ ( Bbr Vo f., Stf Rh , Tek Rb m.), „ -wiew “ ( Lin Be ), -wǐf …

Bekkenwisk

WWB

Bekken-wisk ⟨ -wisk ( Lin Mr ), -wisch ( Ben Bh Bk Vh ), „ Beck ( en ) wis ( ch )“ m. n. ( Ben Hi ). Pl. „ Beckwissche “ ( Ben Nh) ⟩ Topfbes…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bekken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bekken/wwb?formid=B01375
MLA
Cotta, Marcel. „bekken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bekken/wwb?formid=B01375. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „bekken". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bekken/wwb?formid=B01375.
BibTeX
@misc{lautwandel_bekken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„bekken"},
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  urldate      = {2026-05-11},
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