Bekken ⟨Der Vokal meist ›e‹ (oder ›e‹ = ›ä‹); „-ä-“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@MarbeckMb); Einzelbelege mit ›iᵉ‹ (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@StukenbrokSt, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi). — Gewöhnl. wohl
n.; doch Bekken
f. (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), Bekke
f. Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@MastholteMh. — Pl.: Bekken Kr. LingenLin Kr. Lingen@PlantlünnePl, (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@OhneOn, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@GronauGr Kr. Ahaus@SüdlohnSl, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BarloBa), Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü Kr. Wiedenbrück@MastholteMh, Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa, -ns (Kr. OsnabrückOsn Lyra, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@SüdlohnSl, Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GrüneGr. — Verkl. Bekkentīn (Kr. Grafschaft BentheimBen Vw)⟩ 1. Becken (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi („veraltet“), Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh Kr. Halle@LoxtenLo, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Schleef, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@GladbeckGb Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HalternHa Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@Horster MarkHm Lü Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp), Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GrüneGr, (WWB-Source:325:WoeNWoeN), Becken, Mulde die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@LünenLü, Becken, Gefäß (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), Mulde (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü, die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HarpenHp) die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp, Schüssel (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön), Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü Kr. Wiedenbrück@MastholteMh (Kr. Wiedenbrück@NeuenkirchenNk Kr. Wiedenbrück@SpexardSp, Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@BrackwedeBw). Weitere Angaben zu Form, Material und Nutzung: hölzernes Becken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa, Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@AltendorfAd, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@SümmernSü; großer Teller, von dem mehrere Personen aßen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@GiershagenGh); irdener Topf (Frgb.) (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@MarbeckMb, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@NetteNe); „eerene Beckens“ irdene Näpfe (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 73). Irdenes Milchgefäß; Milchsatte Kr. LingenLin Kr. Lingen@PlantlünnePl = WWB-Source:22:BergerBerger 65 und 67; Becken für die Rahmgewinnung Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, in dem man die Milch stehen läßt, damit sich der Rahm absetzt Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe; stēnerne Bekken aus braunem und aus grauem Steingut, zur Aufbewahrung der Milch, zur Gewinnung des Rahms (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe); flache Steinzeugschüssel ohne Ausguß, etwa 30 cm Durchmesser, mit zwei Griffen (häufig Stadtlohner Ware) zur Rahmgewinnung; der Rahm wurde mit den Fingern abgestreift und im Rōmpott zum Zwecke der Butterbereitung gesammelt Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr. Weitere Belege als Antworten auf die Frage nach einem Gefäß, in dem die Milch zum Abrahmen weggesetzt wird (Frgb.): flache (schalenartige) irdene (Steingut) Schüssel (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe, Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@OhneOn, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EsternEs Kr. Ahaus@GronauGr Kr. Ahaus@SüdlohnSl, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd), in einem hölten Bekkentīn einem flachen Holzbottich (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@VorwaldVw); der sich absetzende Rahm wurde abgepustet (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EsternEs). — Steintopf, in dem der Rahm zum Buttern aufbewahrt wird (Frgb.) (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HülstenHü); aus rötlichem Ton; Inhalt etwa 2 Liter. „Kr. Grafschaft DiepholzDie blauen Bekken holten den Rahm nicht so schnell nach oben“ (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@SüdlohnSl). — Hölzernes Gefäß, in dem die Butter ausgeknetet wird (Frgb.) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BockradenBo Kr. Tecklenburg@HörstelHö Kr. Tecklenburg@MettingenMe, Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestladbergenWl, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp, Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@LüdinghausenLh, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@FrömernFr Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HolzwickedeHo, Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@BenninghausenBh, Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@StrotheSt Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@WelleringhausenWl). Hültene Bekken zum Kneten der Butter und zur Wurstbereitung (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef), Metzgermulde (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@KamenKa). — Gefäß, in dem Kartoffeln und Gemüse auf den Tisch getragen wurden (meist nach Frgb.): (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BrochterbeckBb Kr. Tecklenburg@KattenvenneKv, Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), in einem hölten Bekken (Kr. WittlageWlg Kr. Wittlage@HerringhausenHh). — Schüssel, Mulde, auf der der (Mehl)pfannekuchen aufgetragen wurde: (Kr. WittlageWlg Kr. Wittlage@VenneVe, Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@LoccumLo, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@GroßenheidornGh, Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BierenBr Kr. Herford@HerringhausenHh, Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@StukenbrokSt), auf einem „irden Becken“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@AverfehrdenAf). — Behälter, in dem die Wäsche gespült wird (Frgb.) (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@GescherGe, Kr. MünsterMün Kr. Münster@GimbteGi Kr. Münster@GuntrupGu, Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@GröblingenGr, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi). — Tasse (Frgb.) (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@PaderbornPb „Backen“, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@OvenhausenOh, Wgb Bo Bü Da Dö Ka Kö Lü Me Mu We. — Untertasse (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@OvenhausenOh, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@StörmedeSm, Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@MenneMe). — Niedriger, geküferter, runder Bottich (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HiddingselHi). — Zinnteller für die Kollekte am Kirchenausgang (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo) — 2. Musikinstrument: Schlagzeug „Becken slaun ... bei der ... Türkischen Musik“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Raa.: „Dat is mǟr asse in ēn Bekken gēt!“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@WellingenWe). So de Būe(r), so dat Hekke (Lattengestell, Zaun, Wegschranke), so dat Wīf, so de Bekken (Schüsseln) Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü = WWB-Source:322:WixWix § 80 Anm. 4. — Bed. von Bekken ist unklar in folg. Ra.: „inne Becken slōn tut das Schicksal den Glücklichen; ist
z. B. der Stammhalter geboren ist es den Eltern inne Becken slagen“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), dat is iär inne Becken schlagen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), „dat is in ’t Becken schlōn“ nach Wunsch ausgefallen (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo), „besonders, wenn das erwartete Kind nach Wunsch ausfällt“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). Zuss. → Ärdappels~,
Bārd~, Buᵉter~, Dō²p~,
Feªge~,
Flē²sk~,
Gemo¹se~, Gēr~,
Holt~,
Kērne~,
Kneªde~, Koªlenfǖr~,
Miᵉlek~,
Multer~,
Pannekō¹ken~, Plundermiᵉlek~,
Putse~, Rō²k~, Rō²m~, Sǟie~,
Schelle~,
Scheªr~, Schop~,
Schüᵉtel~, Senk~,
Sē²pen~,
Smand~,
Spīe~,
Spo¹l~, Steªke~,
Waske~, Wāter~,
Wīewāter~. ¶
as. bekkin; aus dem Gallorom.;
s. WWB-Source:73:FEWFEW I 199 baccinum (zu bacca);
s. auch →
Bak II. Kr. Grafschaft DiepholzDie Belege mit iᵉ‹ vielleicht nach →
Biᵉker ’Kornmaß’;
vgl. dazu auch Biëkken ’Kornmaß’ (Kr. BeckumBek WWB-Source:2:AbelerAbeler).