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beispringen

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

beispringen

beispringen

springen Vb. ‘durch einen Sprung vom Boden weg-, in die Höhe schnellen, bersten’. Das bis auf das Got. gemeingerm. bezeugte, stark flektierende Verb ahd. springan (8. Jh.), mhd. springen ‘springen, tanzen, eilend gehen, laufen, hervorquellen, wallen, wachsen’, asächs. springan, mnd. springen, mnl. springhen, nl. springen, afries. springa, aengl. springan, engl. to spring, anord. springa, auch ‘bersten’, schwed. springa (germ. *sprengan) läßt sich im Sinne von ‘hastig auffahren, hervorbrechen’ mit nichtnasaliertem aind. spṛhayati ‘eifert, verlangt eifrig’, griech. spérchesthai (σπέρχεσθαι) ‘einherstürmen, sich drängen, aufgebracht, leidenschaftlich bewegt sein’ vergleichen, so daß Anschluß an ie. *sperg̑h-, *spreg̑h-, nasaliert *spreng̑h- ‘sich hastig bewegen, eilen, springen’, eine Erweiterung der unter Sporn (s. d.) angeführten Wurzel ie. *sp(h)er(ə)- ‘zucken, zappeln, schnellen’, möglich ist. – bespringen Vb. ‘(von Rindern, Pferden u. ä.) auf ein weibliches Tier zur Begattung steigen’ (18. Jh.), mhd. bespringen ‘benetzen’. beispringen Vb. ‘helfen, beistehen’ (15. Jh.). entspringen Vb. ‘entlaufen, hervorspringen’, ahd. intspringan (8. Jh.), mhd. entspringen ‘wegspringen, entrinnen, hervorsprudeln, erwachen’. überspringen Vb. ‘springend über etw. hinwegsetzen, überholen, übergehen, unbeachtet lassen, auslassen’, ahd. ubarspringan (um 1000), mhd. überspringen. vorspringen Vb. ‘nach vorn springen, weit herausragen (aus einem zurückliegenden Ganzen)’, ahd. furispringan (10. Jh.), mhd. vorspringen ‘vor(aus)springen, anspringen, übertreffen’; Vorsprung m. ‘schnelle Bewegung nach vorn, räumlicher und zeitlicher Gewinn in Vorwärtsbewegung und Entwicklung gegenüber anderen, vorragender Teil an Bauwerken, Felsen’, mhd. vorsprunc. Springer m. ‘wer springt’, mhd. springer, auch ‘Tänzer, Gaukler’; Bezeichnung einer als Pferd dargestellten Schachfigur (17. Jh.). Springbrunnen m. ‘sprudelnde Quelle’, dann besonders ‘Fontäne’ (17. Jh.). Springflut f. ‘große Meeresflut’ (16. Jh.). Springinsfeld m. ‘junger, leichtfüßiger und unbekümmerter Mensch’ (17. Jh.), nd. ein springe ynt velt (16. Jh.), eigentlich springe in das Feld, imperativischer Satzname, anfänglich Bezeichnung für Soldaten und Landsknechte (Grimmelshausen).
2241 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beispringenv., intrs.

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Х Beispringen , v. intrs. unregelm. ( s. Springen), mit sein, bei oder an etwas springen; uneigentlich, zu Hülfe eilen. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beispringen

    Goethe-Wörterbuch

    beispringen auch bey- jdm (in einer Notsituation) zu Hilfe kommen; auch: jdn finanziell unterstützen Der Harfner .. war …

  3. modern
    Dialekt
    beispringenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    bei-springen st. : ' helfen, Beistand leisten ', beispringe (-šbriŋə) [allg.]; vgl. Beisprung . VR.: Der Schneider un di…

  4. Spezial
    beispringen

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    beispringen j-m ~ - (по)спешить на помощь, (по)спешить на выручку, (по)спешить на подмогу, вызволять, выручать, помогать…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beispringen

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Zerlegung von beispringen 2 Komponenten

bei+springen

beispringen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „beispringen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/beispringen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „beispringen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/beispringen/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „beispringen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/beispringen/pfeifer_etym.
BibTeX
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