Bart I
bārt meist
bāt; Dat. Sg.
bā:t (selten ohne Schärfung); WMosfrk
băt; Pl.
bE:(r)t, –E·ə.-, –ē·ə.-, –ē·ă. (die Schärfung kann
auch fehlen); Demin.
bE(r)tχə, –tšə (die Schärfung fehlt immer)
m.: 1. vom Menschen. a. der (Backen- und Kinn-)Bart. Der Schnurrbart ist nur einbegriffen, wenn allg. vom Spriessen der Barthaare oft unter scherzh. Wend. und Ratschlägen bei jungen Leuten die Rede ist.
De Bart küt em. Sonst bes benannt als
Schnäuzer, Schnurres, Schnoritz (
s. d. W.). — RA. über
dichten, struppigen Bart.
De hät en welle, ruppegen, schrubbegen, strubbelegen, strupegen, stoppelegen, storkegen. stachelegen, zubbelegen, zoddelegen (
s. d. W.)
B. De hot en B. wie ener von de alde Prophede Simm-Wonr, —
en struppege Besem May-Bell, Allg., —
e Besemstiel Kreuzn-Bretzenh, —
en Reiserbesem Gummb-Berghsn, —
en Fichtelebösch Aden-Engeln, —
en Schruppberscht Mosfrk, —
en Worzelberscht Ottw, —
en Wechsbüəsch Rip, —
en Struppbirscht Saarbr-Lauterb, —
en Sauberscht Hunsr, —
en Stoppelfeld Aach-Cornelimünster, —
e par Stoppele Allg., —
Stoppnolde Düss-Kaisersw, —
en Hippeeder Mettm-Haan, —
en Kreng (Rosshaar) Bitb-Geichl, —
en Strauchmörder Mayf, —
en Welddef Westerw, —
en Bossdüvel Emmerich, —
e Stachelferke Bo-Wesseling, —
ne Schörreskarehongk Eusk, Bergh. —
Dem singe B. hält de Sonn op MülhRh, BGladb.
De hot en B., do kennt ka Katz en Maus drin fänke Goar-Pfalzf, —
do hätt me nüdeg, met der Rodhacken dran ze gohn Wippf-Rendenb, —
de Vüəl kennten dren baue Kobl-Kettig, —
et wörd düster in de Kammer Emmerich.
Den hot en gräulichen B., et gef en goden Schruppert Daun-Üdersd.
Du häs enem B., nu segg, wen hät dech die Dörn doneər gepoət? Mörs-Binsh; —
du häs der och en Wottelngedüəhnze em Geseite Remschd. — S. auch die Zs. Bürstelen-, Frasen-, Ginster-, Granen-, Gemüse-, Stoppel-, Strubbel-, Struffels-, Wühles-, Zottelbart. —
Dünner, spärlicher B.
Dem steht de B. arg dönn. Er hät ene hieren B. Waldbr,
en spillerigen B. Lennep-Radevormw.
De hat mär e par Hörcher wie en Ges Rip.
Den hat nömmen e par Kegder (Keider)
B. Malm-Amel.
Dem seine B. steht wie oremer Leits Koər (Wess) Mosfrk.
Der hot e Eisebahnsbart, alle Station e Hor Kreuzn-Münster.
Der moss sech der B. beienanderschreiwe losse Aden-Borler.
De B. es zu dönn (klen), he moss beim Rasiere en Grosche für et söke mih bezahle Wippf.
Wat haste für en Bärtche! Du has de Hafer dönn gesiht Malm-Dürler. —
Ei Hor set dem annern: Hau her! Altk-Herd. — Bes. zu jungen Leuten, denen der B. kaum spriesst, die erst
Mushörəkə, en par Fisemcher, Fluse, Gefisels onner de Nas han, — die komm de Melchhor do han, — noch Floss onger de Nas han, — noch net wesse, of et Federe oder Hor get (
s. d. W.), sagt man spottend:
Hej geck sech dorhen, wor andere Lü de B. setten höbben Mörs-Gerdt.
Mer seuht schuns, wo e (der B.)
hin kemmt May-Kehrig.
Loət ens telle, wievüəl Spier hen do all an et wasse hät Nfrk.
No et sen drei Horkeide en siewe Reihe Aden-Engeln [
7 Spiere en 14 Reihe Erk,
13 Hore e 14 Reje Aach u. so allg.]. Vgl.
Siebenbart.
De kann och den B. mem Schüəttəlhullən (Schüsseltuch)
afmaken Gummb-Lautenb. Man gibt scherzh. Bartbeförderungsmittel
an. Do moss busse Huneg schmere; de trick, on van benne Hohnderköttele (Hohnderstront, Hahnepess, Gluckendreck, Klotzendress, Hinkels-, Mösche-, Dauwedreck (
s. d. W.)
), die (der) drive (drif) Rip, Allg.
De moss och op et Hohndersch klömme Jül-Raerd.
Beschmer en met Ram un loss en von de Katz ablecke! Ottw-Landsw.
Schmer doch Pannas an den B. un sett dech 14 Dag op de Kellertrapp! Mörs-Neuk.
Loss der Mairen en de B. falle! Siegld-Caan.
Du motts am B. trecke, dann weərd he länger Barm. Wer sich zum ersten Male rasieren lässt, den fragt man scherzend:
Has du och de Mang möt genoəhme? Erk-Keyenbg. — B. mit
leeren Stellen.
En plackegen, ruppegen, verroppte, verhongerte (
s. d. W.)
B. De hät de Motte em B. De hät de Müs em B. Rip, Allg.
De hät Musplatzen em B. Bergh-Rheidt.
De Meis hun em um B. gezauselt Trier-Mehring.
Dem hon de Ratte die Nacht de B. gefress Hunsr, Saar.
Hej hät de Pier in den B. Klevld.
De Mellen sen em em B. Rip.
Ich gläuv, dem sine B. es en de Maut (Muss) Nfrk, Rip.
Dem sei B. hat Feierdag Malm-Steffesh.
Dem hot och de Frost de B. usgehowen Daun-Neroth.
Du häs äver och enen B., as wenn de Hennen derduər gekraut wöre Kref, —
de Schollkinder dorgelopen würe Geld. —
Farbe des B.
Trau neit roə Hor on B., beds sen se van falsche Art! SNfrk.
Die ene rojen B. höbbe, dat sind Donders Mörs-Pelden.
Den Esel kemmt em aus dem B. eraus er wird greis Trier-Mehring.
Sei B. es sou gro wie en Eəsel Saarbg-Serrig.
De geht noch mödem grisen B. freie Rip.
En mengelierte B. Köln. —
En rongsömmen B. Vollbart NBerg. —
Du häs Plack (Ausschlag)
em B. Rip.
De hät Krenten en den B. dass. Nfrk.
De hät en Lus ejene B. schlechte Laune Aach-Eilend.
En hot Leis am B. Schulden Trier-Mehring.
E setz sech Lüs en de B. macht sich Scherereien Aach-Merkst.
Ömmes en Lus en den B. sette dass. Kref.
Hej krabbelt de Lüs üt den B. Klev-Cranenbg.
Leis oam B.! L. oam B.! Spottruf der Kinder hinter zerlumpten Kerlen Trier.
Lompenjulius hät Flüh em B.! dass. Remschd. — Der B., die
Zierde des Mannes.
Kerl mit Bärt gereifte Männer. Zum Grünschnabel:
Wart ens, bis dat dech dem B. wäss, do wörd den dech ok geschoəre! nicht so vorlaut Kemp.
Ropp der ens iərsch de Melchhor us on loss der de B. wasse! Rip.
Ruhəg (Mull hallen), wer ke B. hot! auf Kinder und Weiber bezüglich Hunsr, Saar.
Ene Butz (Kösske, Pütsche) ohne B. schmat wie en Ei (Kuk) ohne Salz Rip, Nfrk. —
De hos ka Board on de kris ka B. on de hos e Gesicht wie en Äbbeltoart! Mosfrk.
Wenn de Bat hellig mät, dann wör der Geissbock Herrgott Köln.
Dem Eifälligen wesst ouch der B. äusserlich ist der Dumme nicht zu erkennen Mettm-Vohw. —
Behandlung des B.
Ech loss mir de B. wasse. He löt (sech) de B. stohn. — Den B. rasieren lassen.
Ech loss mer den B. afmache Allg., —
machen Saar, WEif, Prüm, Bitb, —
heronnermache Goar, Mos, —
erofmache Bitb, —
butze Hunsr, —
schure Sieg, Waldbr, Remschd, —
scheren Nfrk.
Sech de B. stüppe (kürzen)
losse Rip. RA.:
An arme Lücks B. lehre de Junge balbere Köln.
De lässt B. un Koschtgeld stehn Kreuzn-Münster.
Dem han ech de B. got engeseft ihn übervorteilt; ihm die Wahrheit gesagt Verbr.
Dem han ech de B. afgemach tüchtig heruntergeputzt, die Wahrheit gesagt Rip, Nfrk.
Den macht em den B. (ohne Sef, Messer) dass. Saar, Trier, WEif.
Ech han em de B. gebotzt dass. Hunsr, Saar.
Ech sall dem de B. wal scheren dass. Nfrk.
De hät em de B. geschuərt dass. Sieg, Waldbr.
Ech werden dem es de B. fege Allg. Ebenso:
Enem de B. striəhlen Malm-Dürlen, —
schniə Heinsb-Lümb, —
wäsche Gummb-Bergneustadt, —
ren hale Eusk-Weingarten, —
kroge (krauten) MüEif, —
luse Schleid-Blumenau, —
wichsen Köln, —
stiweln Prüm-Weinsf, —
kiveln Dür, —
kitzeln Dür, Wippf, Neuss, Neuw, —
riven Bonn;
enem iwer de B. balwiere Saarbr-Burb, —
foəhren Merz-Saarhölzb, —
löffele Kobl. —
De B. es af die Sache ist erledigt.
Nu (dann) es de B. af nun hat er Ruhe Allg.
Do war de B. ab met em der Streitsüchtige erhielt Prügel Saarbr-Sulzb. Mit scherzh. Fortsetzung:
De B. es af, der Schnäuz lig noch en de Kess Jül-Roerkempen, —
de Schnorres leit im Kohlekaschte Kreuzn-Münster.
B. af! sagt man, wenn jmd. eher am Ziele ist,
z. B. bei einer Strassenkreuzung Grevbr-Wickrathh. —
De hät de B. af er ist betrunken Sieg, Ahrw. — Beim
Streite fahren sich die Gegner in die Bärte.
Pack en beim B.! fass ihn an Rip.
Hol en am B.! fang Streit mit ihm an Ottw-Neunk.
Ech kunn der an de B.! Daun-Dreis.
Enem en de B. grife Jül-Krauthsn.
Ene ejene B. fahre ausschimpfen Eup.
Dem han ech en de B. getast dass. Sol.
Enem en den B. hale Widerstand leisten Sieg-Eitorf.
Ich sall em schunn de B. zauseln dass. Goar-Kratzenbg.
Ich sall dem schunn die Hor am B. zehle dass.
ebd. Dem han se de halwe B. ausgeriss schwer mitgespielt, betrogen May-Saffig.
De es mol düchteg om B. gezoppt wore dass. Koch-Büchel.
Dem han ech de B. geroppt, su es noch ka Hohn geroppt gen übervorteilt Mosfrk.
De löt sech net em B. trecke er ist frech, lässt sich nicht ärgern Wippf, Düss.
Dem han ech de B. gesängt Unwahres nachgeredet Koch-Lutz.
Der schlaht em de B. gonz ab er hat es bei ihm ganz verdorben Saarbr. — Sich den B.
streichen beim Überlegen oder bei der Ruhe.
Den göck (kraut) der B. ihn sticht der Hafer Rip.
Mech göck de B., mi Schweərmoder krit Bocktäng Heinsb-Dremmen.
Sech de B. striche, kraue. E kraut sech der B. die Sache erscheint ihm bedenklich Erk-Dovern.
Den sall sech de B. noch wal deck kratze derwegent es wird ihn noch oft gereuen Malm-Amel.
Wat er am B. kaut! er überlegt Sieg-Siegbg.
De kört sech der B. Geilk-Honsd. — Einem
um den B.
gehn, schmeicheln; durch Schmeicheleien einzuwickeln, zu gewinnen suchen; nach seinem Gefallen reden.
E wess em em (öm) de B. rem (heröm) ze gohn Allg., —
erömzekruchen Altk-Herd.
Enge langs de B. goə Aach.
Enem em B. (de B.) krawele Saar, Hunsr, Westerw, —
krauen LRip.
Enem de B. kräuele Bergh-Heppend, —
aizen Bitb-Betting.
Enem de B. (am B.) kriweln Mos, —
kitzele Goar-Werlau.
Enem jet öm de B. schmiere Allg.
Enem öm de B. schmuse Westerw, Saar, — —
schmecheln Kreuzn, —
striche (strike, streicheln) Allg., —
lecke Rees-Haldern, —
foəhren Merz-Saarhölzb.
De wəss em no der B. ze danze Aach-Stolbg, —
in de B. te kruppe Klev-Wissel, —
öm de B. heröm te prote Mörs-Baerl, —
ze schwätze Allg.
De versteht et, dem Brei (Huneg; Käs, Krut, Schmant, Botter) öm de B. ze schmiere (strike) Allg.
De schmiert em Brei em de B. un leckt en selvs weder of Koch.
Jəmes den Huneg öm dem B. schmeren on den Dreck dren Mörs.
De schwätzt öm nom B. Westerw.
Enem an de B. kolle Heinsb-Lümb.
Eich hon em an (in)
de B. gered Bitb-Dahlem. — Der B.
und Sprechen. Er brommt (grummelt, prömmelt, knurrt, knoərzt, knuselt, knostert, knuddert, krummelt (
s. d. W.)
) sech jet (ebbes, wat) en de B. er spricht undeutlich.
Hej brommp in de B. wie de Hummel in de Moos Mörs-Neuk.
He rabbelt en der B. spricht undeutlich Geilk-Pummern.
Has du jet gesat oder has de mom B. gewaggelt? Monsch-Witzerath, Westerw, Berg, Hunsr, Saar.
Do waggelt he met der B. da lachte er Aach-Merkst. Der B. u.
Essen. E frisst, (seift), dat em de B. trippst Mosfrk.
Da geiht ge te B. es schmeckt gut MülhRuhr. —
Verschiedenes. De Verstangk köt nit för ne Johre on de B net för de Hore Monsch-Strauch.
Gej sit ok met genen B. op de Welt gekomme der Verstand kommt erst mit den Jahren Rees.
Dollen Lüden wässt auch der B. Nfrk.
Dann speut mer doch kinne alde Kerl en der B. un set, et rennt MGladb-Mülfort.
Et es en Kons, em alen Mann en de B. ze speie on sage, et hätt gerent Sieg-Eitorf.
Föhl dengem Albabben net an de B.! schweige, widersprich dem Alter nicht Waldbr-Blankenbg.
Du bes ene Jüd, du kanns noch net emols över der B. spöe MGladb-Rheydt. —
Die hot B. op der Zung Haare auf der
Z. Bitb-Mettend.
Er sät et em strack widde de B. May-OMendig.
Dem hant se der B. lang gemat Versprechungen gemacht Sol-Richr.
Dat wor hem net en jene B. gewasse nicht in die Wiege gelegt Aach.
De hät der B. verkart beim Spiel alles verloren Schleid-Blumenau.
An ne Elle sitt (sitzt)
mehr dran as an nem B. Nfrk.
Zänkt (Disbediert) üch doch net öm Kaisersch B.! Allg.
De zänke sich öm des K. B., de kene hät Schleid-Reifferschd.
Se striən sech öm K. B. on kriegen noch ken Hor Mörs.
Öm des K. B. spelle umsonst Dür. — Im
Rätsel. Woröm hat use Herregott ene B.? um das Kinn Siebengeb.
Wo hät use Herregott dem Adam de B. erschaffe? um den Mund
ebd. Ich kenn ene Mann, de hät e sone lange B., wann heə de Trapp eropgeht, da trett he drop (er tritt auf die Treppe und nicht auf den B.) Schleid-Reifferschd.
Et kom ene Mann van Hötteletött (Höbbedeböbb) on hatt ene Rock van dusend Stöck, hatt e knauche Gesiət (ene knoke B.) on leəre (lederne)
B. (on en holl Mull) Hahn Aach-Eschw, MGladb.
Woröm hant de Frolöck kene B.? Wel se su lang net schwige könne, bes se rasiert send Dür.
En Greimert (Greimerath)
hät en Fra e grusse lange B. (ihr Mann heisst ‘Barth’) Merz-Saarhölzb. —
Volksbrauch. Den B. enriven Rip,
anpoten Nfrk. Die Mannsleute machen sich einen Spass daraus, Kindern, Jungen und Mädchen, mit ihrem Stoppelbart an den frischen Gesichtern vorbeizureiben, eine oft schmerzliche Prozedur.
Sieh, jetz han ech der de B. engerive, jetz wiəss he dir och! — B. fahre, eine Art Volksjustiz gegen den Jüngling, der zu früh heiratet. Eine vermummte Gestalt mit langem Ziegenbart (B. aus Rosshaaren) bestieg eine Handkarre, seine Genossen zogen ihn, und mit dem grössten Lärm gings zum Haus des eben Verheirateten. Hier wurde auch noch tüchtig gelärmt, dann zogen alle in das Haus und übergaben den B. Grevbr, Heinsb-Höngen. Im Berg. verfolgten die Reihjungen den Ehemann, rufend: Wer hat noch keinen B.? Wem gilt der B.? Wer kauft den B.? Auch: Lärm machen in der Nähe eines Hauses, in dem ein uneheliches Kind geboren ist Heinsb-Höngen. — b. Speisereste um den Mund Allg.
Dau häscht de jo e feine B. gemat Saar.
Du häs am Rom geleck, du häs jo noch de B. dervan Rip. — c. Kinn und je nach dem Zus.hange Mund Nahe, Hunsr, Saar, Kobl, May, Heinsb, Kemp, Geld, Mörs, Rees; oft nur in best. Wend. Manche der o.
gen. RA. werden auch auf Frauen angewendet. —
Dat Kend hat de ganze B. wih Kobl-Neuend (vereinzelt).
Was hosche der de B. beschmert! zum Kind Kreuzn-Sponh.
Er hot sich in de B. geschnitt Saar. »
Zwo Keilcher in de Backe en Lechelcher im Bart« Hunsr.
Duwelle B. Doppelkinn Ottw-Eppelb Neunk, Saarl-Hüttersd, Kreuzn-Boos, May.
Die alt Fra horre B. so spetz wie e Saul (Ahle) Bernk-Crumenau.
Et (die Frau)
botzt de B. o geht nimmt eine Gefälligkeit an und geht Merz-Saarhölzb.
He kann den B. nit halde den Mund nicht halten SNfrk (
s. o.)
He leck sek en B. af (den Mund) Rees-Brünen (nur in dieser Wend.).
Pack öm es an den B.! (auch wenn er keinen hat) Mörs-Wallach.
Enen Drömel (Tropf)
an den B. Geld-Straelen.
De B. schödde, met der B. robbele schwatzen Jül-Roerkempen.
He hät ene gruəten B. grosses Maulwerk Heinsb.
He hät vüəl an der B. (hange) der viel neckt und ulkt Kemp, Geld.
Wat den ene B. en hät! was er vorlaut ist Kemp-SHubert.
He sponnt de B. führt das grosse Wort Kemp. — 2. von Tieren.
De B. ziert de Bock auch übertr. vom Manne Mosfrk.
Der Bock blif nit ohne B. Köln.
Op son Art hät os Kott (Katze)
ok enem B. wenn man so wollte Kemp.
Wenn de Katz de B. botzt, gits Besuch Saar. — 3. übertr. auf Sachen. a. bei Pflanzen. α.
en B. mähen das Gras, Getreide zu hoch abschneiden, dass zu hohe Stoppeln stehen bleiben Allg. — β. die gesamten feinen Tauwurzeln an der Rebe Mos. — γ. Gallen an der Hundsrose Koch-Leienk. — δ. der stark entwickelte Keimling an der dicken Bohne.
Wänn de Buəhne schworte Bärt kriege, sind se hart Kemp, Merz-Bergen. — ε. kleines Holz Aach-Merkst. — b. bei Tieren. α. die Fahne an der Feder des Geflügels Hunsr. — β. der Unterkiefer des Pferdes, der Teil, um den die Bartkette gelegt wird Kemp, Kref. — γ. Stier.
Loss de denge B. ens sprönge! Rheinb-Wald. — c. an Geräten. α. der Schlüsselbart.
We os et iərsch en de Kerk? De B. vam Schlüətel MGladb. — β. das Umgelegte an der Messerschneide beim Schärfen; Kerben, Verbiegungen am Messer Ottw, Mosfrk.
Dat Messer hot e B. — γ. die Schneide eines Beils udgl. Dinsl-Aldenr. — δ. Ausflussröhre an Kannen, Krü
gen. Botz der Kann de B. ob, sos drepst et! Merz-Saarhölzb.